MEIN BAU

Main Section

Blogs

Share

Finanzierung – Überblick bei Zins und Tilgung

Bauherren könne es kaum erwarten, wen nach der Bewilligung des Baudarlehens und anderen Formalitäten endlich die Bauphase beginnen kann. Von nun an müssen die Häuslebauer allerdings nicht nur das Bauprojekt sondern vor allem auch Zins und Tilgung des Darlehens im Auge behalten.

Bau-Finanzierung

Viele Wege führen zur geeigneten Baufinanzierung (Foto: peter38 / Clipdealer.de)

Haben Bauherren die Verträge für den Baukredit abgeschlossen und beantragte Fördermittel wurden bewilligt, so kann die Bauphase beginnen. Mit ihr beginnt auch die Phase der Rückzahlung der aufgenommen Mittel. Sie erfolgt in monatlich zu entrichtenden, gleichbleibenden Raten. Diese Vorgehensweise wird Annuität genannt. Die jährliche Tilgung des Kredits beläuft sich auf ein- bis drei Prozent des Kreditbetrages. Während die zu leistende Rate, die aus Zinsen plus Tilgung besteht, immer gleich hoch bleibt, nimmt der Kreditbetrag im Laufe der Zeit immer schneller ab. Damit verschieben sich automatisch die Koordinaten von Zinsen und Tilgung. Denn im Laufe der Abzahlungsphase erhöht sich der Anteil der Tilgung, während sich der Zinsanteil reduziert.

Finanzierung – Zinsfestschreibungsfrist beachten

Als Faustregel gilt: Je höher sich die Tilgung zu Beginn gestaltet, umso rascher wird der Kredit zurückgezahlt. Wer zu Beginn etwa ein Prozent Tilgung leistet, ist 30 Jahre lang und mehr mit der Abzahlung des Gesamtdarlehens beschäftigt. Schaffen Bauherren eine Abzahlung von drei Prozent Tilgung in der Anfangsphase, so ist das Häuschen schon in einem Zeitraum von unter 20 Jahren abbezahlt. Für Bauherren ist es wichtig, die Zinsfestschreibungsfrist zu beachten. Denn nur bis zum Ablauf dieser Frist ist die Bank an die vergebenen Zinskonditionen gebunden. Danach ist eine Erhöhung theoretisch, in jedem Fall aber gesetzlich durchaus möglich. Bauherren sollten ihr Augenmerk auch auf den Effektivzins lenken. Im Gegensatz zum Sollzins (Nominalzins) sind hier bereits alle Faktoren eingerechnet, die den Kredit trotz Raten, die gleich bleiben, verteuern können. Stichwort ist hierbei beispielsweise der Einbehalt von Zinsen bei Auszahlung, auch Disagio genannt. Gebühren für das Darlehen können ebenso fällig werden. Schließlich erhöhen sich die Kosten auch, wenn Tilgungsanteile nicht sofort verrechnet werden.

Finanzierung – Günstige Darlehen von der Bausparkasse

Baudarlehen von Bausparkassen sind äußerst beliebt. Das Prinzip ist einfach. So beschaffen sich Bausparkassen von den Bausparern Finanzmittel zu sehr günstigen Konditionen. Das zur Verfügung gestellte Bausparguthaben wird demnach auch nur niedrig verzinst. Mit dem günstigen Geld kann die Bausparkasse ihrerseits nun zu relativ niedrigen Zinsen Bauspardarlehen vergeben. Bausparverträge folgen einer ganz eigenen Gestaltung. Bausparkunden schließen einmalig einen Bausparvertrag ab, der eine bestimmte Summe definiert. Von nun an sparen die Kunden ein Guthaben an und können zusätzliche Extrazahlungen leisten. Mit jeder Erhöhung des Bausparguthabens erhöht sich auch die sogenannte “Bewertungszahl”. Ab einer bestimmten Höhe wird der Vertag dann zuteilungsreif. Bausparer könne dann den Differenzbetrag zwischen dem Guthaben und der vereinbarten Vertragssumme als Darlehen in Anspruch nehmen.

Finanzierung – Nebenkosten beachten

Wer etwa fünf bis neun Jahre angespart und damit 40 bis 50 Prozent der Gesamtbausumme erreicht hat, der wird mit der sogenannten Zuteilungsreife belohnt. Die Tilgung des Baukredits gestaltet sich verhältnismäßig schnell. Zumeist sind Bauherren, die über eine Bausparkasse finanzieren, nach etwa zehn bis fünfzehn Jahren schuldenfrei. Das hat allerdings den Preis einer relativ hohen Tilgungsrate. Die monatliche Rate für das Darlehen gestaltet sich in der Regel hierbei höher, als bei anderen Finanzierungsformen. Aufpassen sollten Bauherren bei den Nebenkosten: Für Bauspardarlehen fallen Abschlussgebühren für den Vertrag an und einzelne Anbieter nehmen monatliche Kontoführungsgebühren. Auch eine Darlehensgebühr bei Auszahlung des Kredits wird in manchen Fällen erhoben. Diese Kosten verteuern das Baudarlehen nicht nur spürbar, sondern sorgen auch für eine gewisse Intransparenz trotz Offenlegung des Effektivzinssatzes.

Zurück zu Teil 1: Finanzierung – Wege zum Eigenheim

 

Verweise:

Günstige Zinsentwicklung lockt Bauherren
Top-Ranking der Bausparkassen
Sparkassen sind größte Baufinanzierer
Günstige Zinsentwicklung -nachgefragt beim vdp
Baufinanzierung – Der Vergleich macht sicher
Skonto bei den Baukosten
Günstige Baudarlehen von der KfW
Wahl der geeigneten Baufinanzierung
Baudarlehen – Tilgungsbeginn gut planen

Baukosten günstig wie in den 1990er Jahren
Baufinanzierung durch Direktbank?
Baudarlehen – Die Anschlussfinanzierung
Endspurt für die günstige Baufinanzierung?
Das eigene Haus für Normalverdiener

Share
Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Finanzierung, Hausbau
Tags:

Kommentar schreiben