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Fertigbau – Branche rechnet mit Umsatzplus

Bauprojekte zählen zunehmend zu den beliebtesten Formen der Vermögensbildung. Daher boomt die Baubranche. Profitiert davon auch der Fertigbau und wie sieht es mit Vorurteilen hinsichtlich dieser Bauweise aus?

Fertighaus

Energetisch hochwertige Häuser in Fertigbauweise werden immer beliebter. (Foto: richterfoto / Clipdealer.com)

Experten beobachten angesichts der andauernden Finanzkrise eine Flucht der Anleger Sachwerte. Dies zeige auch die Art der Finanzierungen von Bauprojekten. Kunden erteilen demnach Bauaufträge mit hohen Eigenkapitalanteilen, wobei die Objekte im sechs-stelligen Preis-Segment liegen. “Teils werden Häuser sogar komplett ohne Fremdkapital bezahlt”, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BDF Dirk-Uwe Klaas. mit Verweis auf Inflationsängste. Profitiert nun auch der Fertigbau von dieser Entwicklung?

Fertigbau – Hohes Potenzial im energetischen Bereich

“Das Potenzial für den Fertigbau ist noch deutlich größer als wir es derzeit realisieren”, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes BDF zum 50.Jubiläum. Trotz guter Vorzeichen sei der Marktanteil in der Fertigbaubranche im ersten Halbjahr 2011 leicht gesunken. Klasse ist allerdings der Auffassung, dass der leichte Rücklauf nur aus einer Momentaufnahme resultiere und blickt deutlich optimistisch in die Zukunft der Fertigbaubranche. Mittelfristig rechne er mit Marktanteilen von 20 Prozent und mehr für den Fertigbau.

Fertigbau – Plus-Energie-Häuser inklusive

“Die Fertigbauweise wird von der Energiewende profitieren”, äußert der Experte und verweist auf den hohen ökologischen Stand der Fertighäuser, die zumeist aus Holz gefertigt sind. Der überwiegende Teil der insgesamt 45 Anbieter in Deutschland biete Gebäude mit hohem energetischen Standard an und daneben auch spezielle “Plus-Energie-Häuser”. Solche Häuser im Fertigbau produzieren mittels eigener Stromerzeugungsquellen wie Solar-Anlagen, Photovoltaik, Erdwärme-Anlagen und Wärmepumpen oder Erdwärmeanlagen mehr Strom, als am Ende verbraucht wird. Gute Nachrichten gibt es daher auch vom Bundesbauministerium zu verkünden, das die inzwischen hohen Standards beim Fertigbau zu würdigen weiß. Künftig können solche Häuser im Fertigbau daher mittels staatlicher KfW-Kredite gefördert werden. Die hierzu erforderlichen Standards befinden sich derzeit in der Entwicklung, an der auch der BDF beteiligt ist.

Fertigbau – Vorurteile schwinden

Dies wird sich auch auf die in Teilen noch bestehenden Vorurteile hinsichtlich der Fertigbauweise positiv auswirken. Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Allensbach ergaben, dass sich vereinzelte Vorbehalte gegenüber der Fertigbauweise noch immer halten. Allerdings zeige sich auch hier ein positiver Trend. Dass Häuser in Fertigbauweise nicht stabil und solide genug seien und immer gleich aussehen, glauben immer weniger Bauherren. “Die Zahl derjenigen, die diese Vorurteile haben, ist deutlich kleiner geworden”, bestätigt daher auch Klaas.


Verweise:

Der schlüsselfertige Bauvertrag
Bauprojekt – Kurzcheck vor dem Baubeginn
Unter Druck bei der Bauabnahme?

Fertigbau – Bauherr hat Verpflichtungen
Bauvertrag – Wann sind erste Zahlungen fällig?
Bauvertrag – Wärmeschutz deklarieren
Bauabnahme – Interview mit Dipl.-Ing. Ulrich Schiffler
Bauvertrag – DIN-Norm nicht rechtsverbindlich
Die Klausel “hochwertig” im Bauvertrag

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Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Fertighaus
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