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Legionellen – Test im Mehrfamilienhaus Pflicht

Gefährlichen Legionellen geht es in der BRD bereits seit Ende 2011 an den Kragen. Zumindest dann, wenn es sich um große Trinkwasseranlagen in Mehrfamilienhäusern handelt, wird der jährliche Keim-Test zur unumgänglichen Pflicht für Hausbesitzer.

Legionellengefahr

Seit 2011 wird in großen Mietshäusern das Trinkwasser auf Legionellen überprüft (Foto: olivierl / Clipdealer.com)

Legionellen zählen zu den unsichtbaren, jedoch extrem gefährlichen Gefahren für die Gesundheit. Seit November 2011 ist es in der BRD nunmehr für bestimmte Hausbesitzer Pflicht, Kontrollen durchzuführen.

In Mehrfamilienhäusern mit einer Trinkwasseranlage ab 400 Litern Wassern, das zentral erwärmt wird, ist damit ein jährlicher Test auf Legionellen-Keime für Hausbesitzer Pflicht. Besitzer solcher Immobilien müssen dies zudem den Gesundheitsämtern melden.

Kein Test zum Nulltarif

Dass es die aufwändige Untersuchung auf Keime nicht zum Nulltarif gibt, darauf weist in diesen Tagen der Eigentümerverband Haus & Grund hin.

Der Verband rechnet vor, dass so schnell bis zu 200 Euro pro Jahr für ein Wohnhaus mit acht Wohnungen fällig werden. Entsprechend höher fällt der Betrag aus, je mehr Wohnungen es im Haus gibt.

Organisatorisch bereitet die neue Pflichtuntersuchung zum Nachweis möglicher Legionellen noch immer Probleme, da die zuständigen Behörden neuen Ansturm kaum gewachsen sind.

Mieter müssen Kosten für Legionellen Test tragen

Wenngleich auch die jeweiligen Hauseigentümer für die ordnungsgemäße Ausführung und Bezahlung der Legionellen Analysen geradestehen, so können diese Kosten allerdings auf die Mieter abwälzt werden. Der Legionellen Test zählt damit künftig zu den Betriebskosten und die Gebühren hierfür können per Umlage in Rechnung gestellt werden. Während sich Mieter wohl über erneute Kosten nicht unbedingt hocherfreut zeigen, begrüßte beispielsweise die Organisation Foodwatch das künftige Prozedere. Denn nun gilt auch ein sehr strenger Uran-Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter im Trinkwasser. Damit macht sich Deutschland gleichzeitig den weltweit schärfsten Grenzwert für Uran im Trinkwasser zu eigen.

 

Verweise:

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Schimmel – Vorbeugung schützt vor Verbreitung
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Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Wohnen
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