MEIN BAU

Main Section

Blogs

Share

LED-Leuchten lösen Glühbirnen ab

Die guten alten Glühbirnen sind seit dem 1. September 2012 komplett aus dem Handel verschwunden. Verbraucher fragen besorgt, was nun kommt. Müssen sich Kunden tatsächlich mit quecksilberhaltigen Leuchten abfinden?

Glühbirnen

Glühbirnen haben ausgedient (Foto: bernjuer / Clipdealer.com)

Dank Alternativen muss sich niemand mit Lampen abfinden, die gefährliches Quecksilber enthalten. Der Handel bietet mehr und Verbraucher stehen schon jetzt vor der Wahl, sich für Energiesparlampen oder Leuchtdioden zu entscheiden.

LEDs sind derzeit zwar noch noch sehr kostspielig. Dennoch gelten sie als die Leuchtmittel der Zukunft, die den Markt erobern werden.

Halogen folgt Glühbirnen

Spätestens 2016 verschwinden auch einige Halogen-Lampen aus dem Handel. Auch hier gilt, dass LEDs wohl die zukunftsträchtigsten Nachfolger dieser Leuchten werden. Die Weiterentwicklung der LED Leuchten besteht in der sogenannten OLED-Technologie. Hier werden inzwischen organische Materialien verendet, die zum Leuchten gebracht werden.

LED Retrofit statt Glühbirnen

LED-Leuchten haben sich bereits in der Technik einen Weg gebahnt. So werden sie häufig in Fernsehern, Displays, und Autos eingebaut. Experten rechnen damit, dass LEDS in nur wenigen Jahren den eher ungeliebten Energiesparlampen viel Konkurrenz bereiten werden. Sogenannte „LED Retrofit“ Lampen werden demnach schon im Jahr 2015 einen höheren Umsatz erzielen, als Energiesparlampen. Diese Leuchten passen in die alten Glühbirnenfassungen. Das macht sie noch beliebter.

Hohe Preise für neue Leuchtmittel

Auch hinsichtlich der Energie-Effizienz laufen LEDs den Energiesparlampen bereits den Rang ab. Problematisch bleibt der noch immer immens hohe Preis. Zusätzlich gibt es große Qualitätsunterschiede. Allerdings ist die Stromersparnis mit 80 Prozent beträchtlich und die Lebensdauer von 30 Jahren ist ebenfalls ein Argument Günstige LED-Leuchten gib es zwar bereits ab fünf Euro. Doch schnell wird auch die Marge von 40 Euro für eine einzige LED-Lampe erreicht.

Vorteile gegenüber Glühbirnen

Die Initiative Energie-Effizienz der Deutschen Energie-Agentur (dena) erläutert, dass Energiesparlampen, die über keine Vorwärmfunktion verfügen, rund 6000 Stunden leuchten. Das ist das Fünffache der herkömmlichen Glühlampen. Produkte, die über eine Vorwärmfunktion verfügen, leuchten sogar bis zu 15 000 Stunden. LEDS verfügen glücklicherweise über kein Quecksilber. Damit treten auch keine giftigen Dämpfe aus, wenn sie zerbrechen. Ein unbestritten großer Vorteil in Hinblick auf die normalen Energiesparlampen.

Quecksilber, Splitterschutz & Co.

Hersteller von Energiesparlampen haben sich allerdings um das unerwünschte Quecksilber jedoch Gedanken gemacht und bringen Neuwicklungen auf den Markt. Viele Lampen verfügen mittelweise über Quecksilber in gebundener Form und bieten zudem einen Splitterschutz. Dennoch prognostizieren Experten LEDS den ganz großen Durchbruch und sehen die Verwendung der LED-Technik auch bei Leuchten für Straßenbeleuchtung sowie in Gebäuden und Innenräumen. Energiesparlampen werden hingegen solche günstigen Marktchancen nicht vorhergesagt.

OLEDs statt Glühbirnen

Bei den ganz neuen LED-Retrofit-Modellen sollte jedoch beim Kauf unbedingt auf die Lichtwiedergabe geachtet werden. Da die Leuchten oft nicht zu den Reflektoren der bestehenden Lampe passen, kommt es zu noch größeren Änderungen der Lichtverhältnisse, als ohnedies schon. Für OLEDs schlägt die Stunde zudem erst in vielen Jahren, glauben Experten. Demnach wir es etwa noch 10 bis 15 Jahre dauern, bis diese technisch weitreichend zum Einsatz kommt und auch Bildschirmen und Mobiltelefone erobert. Derzeit sei die Licht-Ausbeute als auch die Lebensdauer der OLEDs noch viel zu gering, um sich weitreichend durchzusetzen, erläutern Experten.

 
Glühbirnen einmal ganz anders:

Verweise:

Glühbirnen endgültig vom Markt
Energiesparlampen – Vorsicht Gift!
Dramatischer Anstieg der Energiekosten
EnEV 2012 – zum Dämmen verdammt?
EnEV – Altbauten energetisch nachrüsten
Erneuerbare Energien bedarfsgerecht anpassen
EnEV – Erinnerung an Stichtag für Dämmung
Drastische Bußgelder bei Verstoß gegen EnEV
Energiekonzepte – Dämmwahn allein reicht nicht
Verschärfung EnEV erfordert mehr Förderung
Wasserleitungen benötigen Schutz
Bei Altbauten wird Nachrüstung zur Pflicht
Heizkosten seit Jahren im Aufwärtstrend
Modernisierung der Heizanlage spart viel Geld

Share
Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Hausbau, Ideen
Tags: , , , , , , , ,

Das könnte Sie ebenfalls interessieren