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Schufa-Auskunft für Bauherren: Top oder Flop?

Die Schufa bietet einen neuen Dienst für Bauherren. Demnach können nun auch private Häuslebauer Auskünfte über Bonität und Zahlungsmoral von Bauunternehmen einholen. Doch hält der Dienst, was er verspricht?

Informationen für Bauherren

Bauherren benötigen Auskünfte zur Solvenz der Bauunternehmen. (Foto: Gerd Altman / Pixelio.de)

Wer in naher Zukunft für einen geplanten Neubau eine Baufirma beauftragen möchte, der erhält bei der Auswahl des Unternehmens auf Wunsch Hilfestellung von der Schufa. Die Auskunftei bietet Bauherren damit einen ganz neuen Service an. So können sich Bauherren künftig gegen Zahlung einer Gebühr Informationen über Bonität und Zahlungsmoral der Baufirmen einholen. Doch handelt es sich dabei tatsächlich um einen zuverlässigen Dienst? Dieser Frage ist der Bauherren-Schutzdienst nachgegangen und kam zu überraschenden Ergebnissen.

Stichprobenartige Tests

Der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) führte die Prüfung in Form stichprobenartiger Test durch. Die Ergebnisse sind wenig erfreulich. So schätzt der Bauherren- Schutzbund die Auskünfte der Schufa als nicht verlässliche Entscheidungsgrundlage ein. Zwar begrüßt der Bauherren-Schutzbund entsprechende Initiativen, damit sich Bauherren über ihr künftiges Bauunternehmen ein Bild machen können. Bisher bleibt dies Privatleute verwehrt.

Beurteilung erfordert Fachkompetenz

“Grundsätzlich ist zu begrüßen, wenn sich das Informationsangebot für Verbraucher am Markt verbessert. Allerdings sollte jedes Serviceangebot kritisch geprüft werden, ob es hält, was es verspricht”, betont Rainer Huhle, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbund e.V. “Gerade die Beurteilung von Firmen erfordert Fachkompetenz, um Unternehmen und Ihre Bonität einschätzen zu können. In der Regel fehlen privaten Bauherren die erforderlichen Informationen und Erfahrungen. Deshalb ist unabhängige Beratung unbedingt notwendig.”

Schufa besteht Prüfung nicht

Die Schufa-Unternehmensauskunft bestand den Test des Bauherren-Schutzverbundes allerdings nicht. So wurden unvollständige, fehlerhafte oder veraltete Informationen an die Verbraucher weitergegeben, erklärte der BSB. Als sichere Auskunft könne dieser Dienst daher auch nicht gewertet werden. Zusätzliches Manko: Der Preis der Auskunft sei in Relation zur Fehlerquote der Informationen zu hoch, kritisieren die Verbraucherschützer weiter.

Verweise:
Baufinanzierung – der Vergleich macht sie sicher

Das eigene Haus auch für Normalverdiener

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Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Finanzierung, Hausbau
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