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Maklerprovision nach dem Bestellerprinzip

Wer die Musik bestellt, der muss sie auch bezahlen. Diese alte Kaufmannsweisheit könnte bald auch für das Maklergewerbe gelten. Demnach soll die Entrichtung der Provision zur Vermittlung von Wohnraum künftig beim Besteller liegen. Die Politik zeigt sich zum Wechsel entschlossen und auch die Branche sperrt sich nicht.

Makler-Courtage

Ohne Maklerprovision ist die Freude über das neue Zuhause doppelt groß (Foro: kurhan / Clipdealer.com)

Wer Haus oder Wohnung zur Miete oder zum Kauf sucht, der muss sich in der Regel auf eine Kostenlawine einstellen. Neben Kauf- bzw. Mietpreis und Kaution fallen Ausgaben für Handwerker und einen Umzug ins Gewicht. Auch müssen oftmals Neuanschaffungen getätigt werden, sodass das Portemonnaie stark strapaziert wird. Kommen noch üppige Maklerkosten hinzu, so schmelzen Reserven schneller dahin, als es so manchem wohnraumsuchenden Zeitgenossen lieb ist.

Maklerprovision entlastet Vermieter

Maklergebühren sind nichts Unübliches. Dass die Kosten im Falle der erfolgreichen Vermittlung stets den Haus- oder Wohnungssuchenden obliegen, entspringt jedoch keinem Gesetz, sondern reiner Gewohnheit. Politiker und insbesondere die GRÜNEN möchten mit der gängigen Praxis Schluss machen, die besonders Wohnungssuchende finanziell extrem belastet. Wer die Dienste der Makler bestellt, der sollte sie künftig auch selbst zahlen, fordern die Politiker. Damit würde sich auch die finanzielle Belastung von Wohnungssuchenden insbesondere in Ballungsgebieten deutlich reduzieren. Immerhin wir die Freude darüber, den Zuschlag zur neuen Wohnung erhalten zu haben, oftmals durch die zusätzliche Maklerkosten getrübt.

Maklerprovision – Wer bestellt, der bezahlt

Geht es nach dem Willen von Politikern der GRÜNEN-Fraktion, so sollen die Zeiten schon recht bald vorbei sein, zu denen Vermieter die Dienste der Makler zwar eingefordert und genutzt haben, die Kosten jedoch auf den neuen Mieter abgewälzt haben. Die Politiker fordern einen Wechsel der Bezahlpflicht hin zum Vermieter durchaus mit gutem Grund. “Inzwischen ist es so, dass gerade in den Regionen wie Köln, Düsseldorf oder Münster die Maklerprovisionen zu einer unzumutbaren finanziellen Belastung für die Wohnungssuchenden werden”, erläuterte die wohnungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion in Nordrhein-Westfalen, Daniela Schneckenburger.

Kurswechsel bei der Maklerprovision

Höchste Zeit also, Kosten für Dienste dem Besteller und Nutzer der Leistungen zu überlassen. “Für Mieter ist es ganz egal, ob ihnen ein Vermieter, eine Wohnungsgesellschaft oder ein Makler eine Wohnung vermittelt – aus ihrer Sicht zählt nur das Ergebnis”, führte die die Grünen-Politikerin weiter aus. Mit der Änderungen der gängigen Praxis ließen sich auch weitere unerwünschte Effekte verhindern. Denn die Makler-Provision orientiert sich an den Mietpreisen und steigt daher, sobald auch die Mieten steigen.

Forderungen zur Maklerprovision ziehen Kreise

Auch die SPD in Hamburg schließt sich inzwischen den Forderungen zur Änderungen der Maklerprovisionen an und selbst der Immobilienverband betrachtet das Vorhaben Er weist allerdings auch darauf hin, dass die Entlastung am Ende doch wieder zu einer Belastung für Mieter führen könnte. Schließlich können Vermieter Belastungen auf die Mieter umlegen. Die Experten vom Maklerverband weisen zudem darauf hin, dass das eigentliche Problem mit einer Neuregelung der Zahlung von Maklerprovisionen nicht gelöst ist. Diese bestehe nach wie vor darin, dass es derzeit generell zu wenig Wohnraum gibt und daran müsse vordringlich gearbeitet werden.

 
Sind Maklergebühren verhandelbar?

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Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Hausbau, Ideen, Wohnen
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