MEIN BAU

Main Section

Blogs

Share

Vorsicht beim Strompreisvergleich

Ab dem 1. Januar müssen sich die meisten Verbraucher darauf einstellen, dass die Kosten für Strom deutlich ansteigen werden. Zwischen elf und 16 Prozent Anstieg müssen sie einplanen, was ungefähr 100 Euro dem durchschnittlichen Haushalt entspricht.

Vorsicht beim Strompreisvergleich

Beim Strompreisvergleich ist Vorsicht geboten! (Foto: PresseBox.de/flickr.com)

Wechsel zum Billigstromanbieter?

Die meisten Stromkunden wurden bereits per Brief auf die Preiserhöhung durch ihren Energieversorger aufmerksam gemacht. Hat man sich vom ersten Schreck erholt, machen sich einige Kunden sofort auf die Suche nach einer günstigeren Alternative. Allerdings muss man vorsichtig sein, wenn man sich die Ergebnisse bei Strompreisvergleichen ansieht, da es hier einige Fallen gibt, die man kennen sollte, damit ein vermeintliches Schnäppchen nicht zum Reinfall wird.

Flexstrom gehört zu den Stromanbietern, die zurzeit negative Schlagzeilen aushalten müssen. Der Anbieter steht regelmäßig ganz vorne in den Listen der günstigsten Anbieter. Dies ist aber in der Regel nur möglich, da hohe Bonuszahlungen bei Vertragsabschluss gezahlt werden. Wie das Handelsblatt schreibt, sind diese Bonuszahlungen der Grund dafür, warum die Kunden zum Billigstromanbieter wechseln. Der günstige Preis im ersten Jahr lockt viele Verbraucher an; vergisst man dann rechtzeitig zu kündigen, wird der Strom im zweiten Jahr teurer, da die Bonuszahlungen dann wegfallen. Viele Kunden sind mittlerweile mit Flexstrom unzufrieden, da laut Handelsblatt oft die Auszahlung der Bonuszahlungen verweigert wird, wenn der Kunde nach einem Jahr Vertragslaufzeit aussteigen will. Einige Gerichte befassen sich mittlerweile mit diesen Streitigkeiten; bis ein abschließendes Urteil erlangt wird, sollte man als Betroffener nicht gegen Flexstrom klagen, da die Rechtslage eher unsicher ist.

Ebenso unsicher wie Bonuszahlungen seien Tarife, bei denen man Vorauszahlungen tätigen muss. Meistens ist der Betrag für das komplette Jahr fällig, damit ein günstiger Tarif angeboten wird. Hier muss man aber sehr vorsichtig sein, damit das Angebot letztendlich nicht sehr teuer wird. Zahlreiche Kunden von Teldafax ärgerten sich im Jahr 2011, als das Unternehmen Insolvenz anmeldete und die Kunden daher kein Geld erstattet bekamen. Wie das Amtsgericht Lingen nun entschieden hat, kann ein Verbraucher aber unter bestimmten Voraussetzungen sein Geld zurückverlangen beziehungsweise auf Schadenersatz klagen.

Paketpreise sind ebenfalls Lockangebote, bei denen man vorsichtig sein sollte. Ein bestimmtes Kontingent erhält der Verbraucher dann zu einem günstigen Festpreis; alles was er darüber verbraucht, wird in vielen Fällen aber teurer, sodass am Ende des Jahres oft keine Ersparnis festzustellen ist. Hat er sein Kontingent nicht ausgeschöpft, wird dennoch der komplette Preis fällig. Wer allerdings seinen Stromverbrauch seit Jahren in einem bestimmten Rahmen beobachtet, kann mit einem günstigen Paketpreis gut beraten sein. Da sie aber häufig in Kombination mit Vorauszahlungen angeboten werden, sollte man dennoch sehr vorsichtig sein.

Flexstrom wehrt sich gegen Kritik

Der Chef von Flexstrom, Robert Mundt wehrt sich in einem aktuellen Interview in Focus online gegen die Vorwürfe, die gegen das Unternehmen gemacht werden. Während zu lesen ist, dass Vattenfall Strom von Flexstrom nur noch gegen Vorauskasse durch ihr Netz fließen lassen, kann Mundt dies mit unstimmigen Außenständen erklären, die aber mittlerweile mit Vattenfall geklärt wurden.

Flexstrom differenziert sich außerdem von Teldafax, da es sich bereits seit neun Jahren erfolgreich auf dem Markt etabliert hat und weiß, wie es seine Ausgaben möglichst gering halten kann. Dadurch könne das Unternehmen in den vergangenen Jahren seinen Jahresüberschuss verdoppeln und erwartet auch für das Jahr 2012 eine positive Bilanz.

Während Verbraucherschützer Paketpreise und andere Lockangebote kritisieren, sieht Robert Mundt dieses Angebot als positiv, da so allen Kunden im Schnitt ein günstiger Strom angeboten werden kann. Durch Zusatzleistungen macht das Unternehmen außerdem Gewinn, der in weitere Preisnachlässe investiert wird. Ab dem zweiten Jahr lohnt es sich dann finanziell für Flexstrom, den Kunden im ersten Vertragsjahr Bonuszahlungen gemacht zu haben. Damit der Kunde auch weiterhin einen möglichst günstigen Tarif findet, hat Flexstrom etwa 60.000 Tarife im Angebot, sodass ein fast individuelles Angebot gefunden wird.

Entgegen aller Befürchtungen kam es übrigens nicht zu vermehrten Kündigungen aufgrund der negativen Presseberichte – das Gegenteil ist der Fall, da seit kurzem wieder vermehrt Neukunden bei Flexstrom registriert werden.

Share
Autor: Stefan Oberhauser
Veröffentlicht in: Hausbau
Tags: , , , ,

Das könnte Sie ebenfalls interessieren