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Halten Putzroboter, was sie versprechen?

Davon träumen Hausfrauen und Hausmänner gleichermaßen: Während es sich die Hausbewohner auf dem Sofa gemütlich machen, schnurrt der Putzroboter durch die Räume und bringt alles auf Vordermann. Doch so leicht ist es nicht. Mitarbeit ist auch weiterhin gefragt, wenn es sauber werden soll. Ein Test offenbart Stärken und Schwächen.

Robot-Staubsauger

Putzroboter im Test (Foto: Clipdealer.de)

Sogenannte Putzroboter, die praktisch wie selbständige Staub- und Wischsauger durch die Wohnung gleiten, kommen immer mehr in Mode. Damit erhoffen sich Bewohner eine große Zeitersparnis und den Wegfall ungeliebter Putzarbeiten.

Doch auch, wenn Putzroboter von Verkäufern in den höchsten Tönen gepriesen werden – der elektronische Helfer im Haushalt kann höchstens assistieren und benötigt selbst entsprechende Pflege.

Putzroboter sind
anspruchsvolle Haushaltshelfer

Soll der Putzroboter bürsten und saugen, so darf zunächst einmal nichts im Weg stehen. Ansonsten bleiben die zwischen 450 und 650 Euro teuren Haushaltshilfen an jedem nur denkbaren Hindernis hängen und mit der Hausarbeit ist es erst einmal vorbei.

In einem ausführlichen, von Computerbild initiierten Test wurde festgestellt, dass Besitzer eines Putzroboters ganz schön in die Pflicht genommen werden, damit es zu guten Reinigungsergebnissen kommt. Vier Geräte der Mittelklasse wurden geprüft.

Putzroboter umfahren nicht automatisch Hindernisse

Dabei heraus kam, dass Teppichflusen und Haare regelmäßig von den Bürsten entfernt werden müssen, damit der Putzroboter zufriedenstellend saugt. Zudem seien die Staubbehältnisse mit durchschnittlich nur 0,3 Liter recht klein und müssen daher häufig geleert werden, stellten die Experten fest. Sie monierten auch, dass Hindernisse stets weggeräumt werden müssen, da der Putzroboter sie nicht automatisch umfahren kann. Somit muss Mobiliar wie etwa Stühle erst zeitraubend hochgestellt werden, bevor der Putzroboter an die Arbeit geht.

Magnetbänder und Infrarotschranken für Putzroboter

Zwar können Magnetbänder oder Infrarotschranken hilfreich sein, doch diese müssen erst hinzugekauft werden. Auch das Gehäuse der Putzroboter zeigt sich von der empfindlichen Seite. Es muss häufig gereinigt werden, damit die empfindlichen Sensoren Hindernisse überhaupt erkennen. Die zusätzlich angebrachten Fühler am Putzroboter sollten ebenfalls penibel sauber gehalten werden. Geschieht dies nicht, droht der Absturz. Auch der Lärm, der vom Putzroboter mit immerhin 70 Dezibel verursacht wird, ist nicht jedermanns Sache. Der Akku der Putzroboter schließlich halten in etwa eine Stunde. Danach muss erst an der Ladestation Strom getankt werden, bevor es weitergehen kann.

Putzroboter benötigen kostenintensives Zubehör

Akkus für Putzroboter sind nicht gerade preiswert. Bei den Testgeräten lagen sie zwischen 65 Euro und 140 Euro. Ebenso müssen von Zeit zu Zeit die Reinigungsbürsten und Luftfilter ausgetauscht werden. Neue Filter gibt es für die Testversionen ab sieben Euro bis hin zu 20 Euro. Für die Bürsten müssen stolze Putzroboter Besitzer zwischen 25 Euro bis zu 45 Euro bezahlen. Im Ergebnis raten Experten dazu, sich für ein Mittelklasse-Gerät zu entscheiden. Preiswertere Putzroboter fallen dadurch auf, dass es an Ausstattung mangelt. So fehlen etwa Randbürsten und auch die Ladestation ist nicht dabei. Hochwertige Geräte hingegen punkten durch auswechselbare Staubgefäße an der Basis-Station. Doch diese Geräte benötigen viel Stauraum.

Völlig mängelfrei ist kein Putzroboter

Summa Summarum wurde der Vorwerk Kobold VR 100 Testsieger. Mit 650 Euro liegt dieser Putzroboter allerdings im hochpreisigen Bereich. Negativ fielen ein unpraktisch zu handhabender Staubbehälter sowie ein Luftfilter auf, der häufig verstopft. Auf dem zweiten Platz landete der Putzroboter Roomba 780 von iRobot. Mit 500 Euro ist dieses Produkt etwas günstiger als der Testsieger. Außerdem reinigt dieser Putzroboter so gründlich wie kein anderer Sauger. Negativ fielen den Testern hier allerdings die unpraktische Ladestation und wenig haltbare Nickel-Metallhydrid-Akkus als Energielieferanten auf.

 
Es gibt auch Putzroboter:

Verweise:
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