MEIN BAU

Main Section

Blogs

Share

Der Schornstein muss zur Heizung passen

Angesichts energetischer Verordnungen und immer weiter steigender Energiepreise, spielen viele Immobilienbesitzer mit dem Gedanken, sich eine neue Heizanlage zuzulegen. Doch damit ist es nicht getan. Auch der Schornstein sollte beim Heizanlagenwechsel angepasst bzw. komplett saniert werden. Ansonsten kann es zu Problemen der Abgasführung und schließlich zu einer Versottung kommen.

Auf den richtigen Schornstein kommt es an (Foto: pakhnyushchyy / Clipealer.de)

Auf das richtige Schornstein-System kommt es an (Foto: pakhnyushchyy / Clipealer.de)

Wer denkt schon daran, den Schornstein zu sanieren, wenn die Heizanlage erneuert wird? So mancher Hausbesitzer vernachlässigt genau dies und bedenkt nicht die Folgeschäden, die daraus resultieren. Denn zumeist passt die Abgasführung des alten Schornsteins nicht zur neuen Heizanlage oder ist inkompatibel zum Brennstoff, der nunmehr bei der neuen Heizanlage zum Einsatz kommt.

Neu Heizanlage bietet höhere Wirkungsgrade

Aufgrund deutlich höherer Wirkungsgrade, die eine neue Heizanlage mit sich bringt, wird eine Sanierung des Schornsteins zwingend notwendig. Hausbesitzer sollten daher nicht warten, bis der Schornsteinfeger das Schornsteinsystem reklamiert und die Anlage am Ende nicht abnehmen kann. Schließlich werden die Abgase bei ein neuen Heizanlage deutlich niedriger temperiert. Ist ein Schornstein nicht dafür prädestiniert, so kann Wasserdampf, der in den Abgasen enthalten ist, an den kalten Wandungen des Schornsteins kondensieren.

Versottung deutlich erkennbar

In Kombination mit angreifenden Säuren kann es dann zu einer sogenannten Versottung des Schornsteins kommen. Erkennbar wird eine Versottung u.a. durch gelbe oder braun-schwarze Flecken, die am Schornstein deutlich zutage treten. Zur Sanierung kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz, die vor allem unempfindlich gegen Feuchtigkeit sind. Die Systeme bestehen aus dem äußeren Teil, der aus Ziegelstein, Leichtbeton oder Bims-Beton gefertigt ist. Eingelassen wird in diese Ummantelung dann das sogenannte “Schamotte-Rohr”.

Die Schornstein Innenrohre können mit Dämmmaterialien versehen werden, um eine Auskühlung bzw. eine Kondensation zu verhindern. Alternativ lassen sich Innenrohre durch eine Neben- oder Hinterlüftung umspülen, damit Schäden durch Feuchtigkeit verhindert werden.

In der Regel kommen folgende Schornstein Systeme zum Einsatz:

  • Einwandige Schornstein Systeme
    Diese gegen Feuchtigkeit unempfindlichen Systeme kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn es um den Einsatz hochtemperierter Festbrennstoffe geht. Die Systeme sind in der Regel aus Edelstahl (alternativ Keramik oder auch Kunststoff) und sie sind geeignet für gasförmige, flüssige oder feste Brennstoffe.
  • Doppelwandige Schornstein Systeme
    eignen sich ebenfalls für Heizanlagen mit gasförmigen, flüssigen und festen Brennstoffen. Die doppelwandigen Edelstahlsysteme verfügen über eine ununterbrochene Wärmedämmung und lassen sich gut auch nachträglich einbauen. Zudem eignen sich diese Systeme Heizanlagen wie etwa Kaminöfen oder Kachelofen.

Alter Schornstein lässt sich anpassen

Zur Anpassung eines alten Schornsteins an ein neues Heizsystem bzw. an einen neuen Heizkessel kann sich die Anschaffung einer sogenannten Nebenlufteinrichtung mittels Zugregler lohnen. Ist dieses System für die Anlage geeignet, so zeichnet es sich als kostengünstige Variante aus. Die Systematik ist relativ simpel, der Effekt hingegen groß und ausreichend. In Abhängigkeit vom Zug des Schornsteins öffnet sich die Vorrichtung der Nebenlufteinrichtung. Damit strömt zusätzliche Raumluft in den Schornstein.

Anpassung bietet gute Resulte

Im Resultat stabilisieren sich die Druckverhältnisse und der Schornsteinzug geht gleichmäßig vonstatten. Gleichzeitig wird die Temperatur gesenkt und die Geschwindigkeit der Abgase erhöht. Ist die Heizung nicht in Betrieb, wird der Schornstein mittels trockener Luft aus dem Aufstellraum sehr gut belüftet und kann entstandene Feuchtigkeit aufnehmen. Eine Versottung lässt sich damit relativ sicher verhindern.

Hauseigentümer, die eine neue Heizanlage planen und auch in Hinblick auf den Schornstein auf Nummer Sicher gehen wollen, sollten frühzeitig die Beratung des Schornsteinfegers mit einbeziehen. Der Experte weiß, ob eine Neuausrichtung des Schornsteins notwendig wird und berät professionell, welches System für die neue Heizanlage idealerweise zum Einsatz kommt.

Schornstein-Sanierung:

&nbp;
Verweise:
Heizen mit Holz-Pellets überaus günstig
Kaminholz – Vorrat für die kalte Jahreszeit
Der eigene Kamin schafft wohlige Atmosphäre
Ethanol-Kamin – Dekofeuer ohne Schornstein
Buchempfehlungen zum Thema Kamin
Schornsteinfeger im Zeitalter des Energiewandels
Wohnideen – Trends im Herbst und Winter 2011/12
Mit Pellets Energie sparen?
Heizungen – Interview mit Rüdiger Mattis (VPB)
Infrarot Heizungen – Wärme in traumhaftem Design

Share

Das könnte Sie ebenfalls interessieren