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Kinderzimmer – zauberhaft, praktisch und nachhaltig zugleich

Im Bereich Kinderzimmer übertreffen sich Möbelhersteller gegenseitig und folgen den Wünschen der Verbraucher nach einem möglichst einzigartigen Top-Design. Doch welche Einrichtung benötigen Kinder tatsächlich? Schließlich wollen die Kids ausgelassen spielen und sich gleichzeitig rundum wohl fühlen. Nachhaltig sollten die Möbel sein. Da ist der betont stylische Design-Renner nicht unbedingt die beste Wahl.

Kinder-Zimmer

Ein praktisch eingerichtetes Kinderzimmer wächst mit. (Foto: terex / Clipealer.de)

Erwachsene Bewohner stehen in punkto Einrichtung von Wohnung und Haus zumeist auf Designermöbeln. Schließlich möchte niemand in einem hausbackenen Ambiente wohnen. So wird in die Jahre gekommenes Mobiliar beizeiten ausgetauscht und die Moderne hält Einzug. Viele Eltern statten auch ihre Kleinsten im modernsten Style aus – nur eben im Miniformat. Ist das tatsächlich kindgerecht und fühlt sich der Nachwuchs im aufgetakelten Barbie-Kinderzimmer tatsächlich wohl?

Phantasiereich im wahren Wortsinn

Kinder wollen spielen und dies vor allem auch im heimischen Kinderzimmer. Denn nicht immer spielt das Wetter mit, um täglich den nahe gelegenen Spielplatz zu besuchen oder im Garten herumzutoben. Eine kindgerechte Einrichtung für das Kinderzimmer muss her. Doch wie lässt sich ein praktisches und gleichsam zauberhaftes Ambiente für die Kleinsten schaffen und womit werden außergewöhnliche Effekte erzielt? Im Trend liegen Möbel die auch Erwachsene nutzen und lediglich auf Miniformat getrimmt sind. Mannshohe Walt Disney-Figuren schmücken zudem die Wände, das Bett wir zum Indianerzelt und Stühle haben Tiergesichter.

Das Kinderzimmer wird zur Spielwiese

Damit wird das Mobiliar im Kinderzimmer zum Spielzeug, auf dem die Kleinen sogar sitzen und schlafen können. Langlebigkeit der Möbel steht bei Eltern hoch im Kurs. Da wundert es kaum, wenn Thonet-Stühle für Erwachsene auch in Mini-Format hergestellt werden und den Markt erobern. Doch ist das alles tatsächlich sinnvoll? Experten, die sich auf die Einrichtung von Kinderzimmern spezialisiert haben, erinnern Eltern daran, dass die Kleinen schnell wachsen und sich der Geschmack oft in Windeseile ändert. Was dem Nachwuchs gestern noch gefiel, ist heute schon ein absolutes NoGo.

Nüchtern und schnörkellose Möbel bieten Mehrwert

Was tun? Immerhin lässt sich eine kostspielige und eigenwillige Einrichtung mit beispielweise eingebautem Lokomotiven-Bett oder Prinzessinnen-Ambiente nicht innerhalb kürzester Zeit wieder austauschen. Diese Highlights im Raum hatten zumeist einen stattlichen Preis, die Anschaffung war also durchaus teuer. Möbel für das Kinderzimmer sollten daher auf gleich mehrere Altersstufen und viele unterschiedliche Interessen ausgerichtet sein, damit sie mitwachsen können. Nüchtern und schnörkellos wirkendes Mobiliar eignet sich daher viel besser zur Ausstattung der Kinderzimmer, als ein ausgefallenes, brandaktuelles Inventar, das schon nach kurzer Zeit den Reiz verliert.

Designer auf minimalistischem Kurs

Designer Egon Eiermann etwas hat schon 1953 einen Stuhl aus Stahlrohrgeflecht entworfen, der zum Klassiker wurde und noch heute im Unternehmen Zimmermann produziert wird. Bei diesem Stuhl lässt sich die Höhe variabel einstellen. Viele Hersteller haben dieses Prinzip auch für Schreibtische im Kinderzimmer übernommen. Der im Jahre 1998 verstorbene Möbeldesigner Verner Panton ist Entwickler eines in Dänemark hergestellten Kunststoffstuhls aus einem Guss, der sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut. Kein Wunder, denn der praktische Freischwinger im Mini-Format passt sich dem permanenten Bewegungsdrang von Kindern perfekt an und ist zudem unzerstörbar.

Designerbett und Stapelliege

Wer dem Nachwuchs ein Designerbett spendieren möchte, der kann auf das Bett “Spross” setzen. Es wurde von Designer Christoffer Martens für Moormann entworfen. Das Bett besteht aus einer vollständig metallfreien Konstruktion. Alle Teile lassen sich ohne jegliches Werkzeug wie ein Puzzle zusammenstecken. Das Bett ist 70 x 140 Zentimeter große und kann mit seinen sehr geringen Maßen schnell und leicht transportiert bzw. umgestellt werden.

Klassiker aus den 1960er Jahren

Ein toller Klassiker aus den 1960er Jahren perfektioniert die Kindermöbel-Parade. So kommt eine sogenannte Stapelliege der Müller Möbelwerkstätten bei Eltern und Kindern besonders gut an. Die Liege für Kids und Jugendliche wurde vom Designer Rolf Heide aus Hamburg schon im Jahr 1966 entworfen. Der Designer setzte ganz auf minimalistische und zurückgenommene Details. Noch heute wird das gute Stück in Kindergrößen hergestellt und in 16 attraktiven Farben erhältlich.

Ein Kinderzimmer ist kein Showroom

Wer über gleich mehrere Exemplare verfügt, der ist gewappnet, wenn Gäste zur Übernachtung kommen. Anschließend lässt sich die Liege leicht stapeln und belässt damit ausreichend Platz zum spielen. Nicht immer bringen Möbel für Kinderzimmer so viel Funktionalität mit. Einrichtungsexperten raten Eltern von einem regelrechten Design-Aufrüsten im Kinderzimmer ab. Der Raum sollte zauberhaft und funktionell zugleich sein und nicht etwa ein Showroom. Praktisch möbliert wächst das Kinderzimmer mit und kann je nach Altersstufe auch im Teenageralter noch ein Renner bleiben. Für außergewöhnliche Effekte sorgen spezielle Accessoires, die sich – je nach Altersstufe – schnell ausgewechseln lassen. Dies trifft nicht nur punktgenau den Geschmack der Kinder, sondern bleibt auch in Hinblick auf anfallende Kosten in einem vertretbaren Rahmen.

 

Aus einem Kinderzimmer wird ein Jugendzimmer:

 
Verweise:
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Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Wohnen
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