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Holzfarben richtig auftragen – so geht`s

Holz im Außenbereich braucht Schutz, um Sonnenlicht, Wind und Wetter möglichst viele Jahre ohne Schaden zu überstehen. Daneben lässt es sich durch einen Anstrich noch verschönern – Gartenhaus oder Sitzmöbel erhalten dadurch ihren individuellen Look. Allerdings ist Farbe nicht gleich Farbe. Je nach Wahl gibt es beim Auftragen der Farbe wichtige Punkte zu beachten.

Holzhaus mit Holzfarbe streichen

Holz im Außenbereich benötigt Schutz durch die richtige Farbe (Foto: maxsheb/clipdealer.de)

Leimfarbe für die Innenwände

Um das Gartenhaus oder Spielhaus für die Kinder zu verschönern, bietet sich beispielsweise Leimfarbe an. Da es sich um eine wasserlösliche Farbe handelt, findet sie nur an der Innenwand Anwendung.

Sofern die Wände bereits vorher mit Farbe behandelt wurden, müssen die Heimwerker herausfinden, um welche Farbe es sich handelt. Handelt es sich um Leimfarbe, ist es ohne Probleme möglich, eine weitere Schicht Leimfarbe aufzutragen.

Zeitaufwändig ist es allerdings, wenn Leimfarbe quasi die Grundierung bildet und mit einer anderen Farbe überstrichen werden soll. Damit Dispersionsfarbe an Wand oder Decke hält, ist die Leimfarbe komplett zu entfernen. Der Profi hat dafür spezielle Arbeitsgeräte, der Heimwerker greift zu Wasser und Schwamm. Wer hierbei nicht sorgfältig vorgeht und alle Reste entfernt, muss damit rechnen, dass die neue Farbe nicht hält und quasi von der Wand fällt.

Unkomplizierte Holzlacke für innen und außen

Holzlacke sind in der Anwendung unkompliziert und lassen sich innen als auch außen verwenden. Sowohl unlackiertes als auch bereits angestrichenes Holz ist vor dem ersten Anstrich mit einem Schleifklotz zu behandeln. Die Oberfläche ist dadurch rauer und die Farbe greift besser.

Unbehandeltes Holz nach dem Anschleifen mit einem nassen Schwamm anfeuchten. Dadurch quillt das Holz leicht auf und Fasern an der Oberfläche stellen sich auf. Bei einem erneuten Schleifvorgang mit feiner Körnung lassen sich die Fasern entfernen.

Anschließend ist eine Grundierung aufzutragen. Ein Voranstrich sorgt für ein besonders ebenes Ergebnis: Ist die Farbe getrocknet, kommt wieder feines Schleifpapier zum Einsatz. Die abschließende Schicht sorgt für die Deckung und bietet guten Schutz vor Witterungseinflüssen.

Maserung hervorheben mit Holzlasur

Holzlasur hat vor allem im Rahmen des sogenannten Shabby Chic Einzug in viele Häuser und Wohnungen erhalten. Für den Außenbereich bietet sich die Farbe aber ebenfalls an, um die Maserung von Holz beispielsweise an einem Gartenpavillon farblich hervorzuheben.

Damit das Holz die Lasur annimmt, ist das Holz vor dem Anstrich abzuschleifen. Das Schleifpapier ist dabei in Richtung der Maserung zu bewegen. Mit einem feuchten Schwamm Staub entfernen und anschließend einen weiteren Durchgang mit feinem Schleifpapier vornehmen.

Mit einem breiten, weichen Pinsel lässt sich anschließend die Lasur auftragen. Um ein ebenes Gesamtbild zu bekommen, ist es notwendig, den Pinsel immer in Richtung der Maserung zu bewegen. Ein ungleichmäßiger Anstrich entsteht hingegen, wenn der Heimwerker quer zur Maserung arbeitet. Je nachdem wie stark die Intensität der Holzfarbe sein soll, ist nach dem Trocknen ein weiterer Anstrich vorzunehmen.

Für welche Holzfarbe sich Heimwerker entscheiden, hängt unter anderem vom konkreten Vorhaben und den Vorstellungen ab. Holzprofi100 gibt einen Überblick über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten.

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Autor: Linda Benninghoff
Veröffentlicht in: Hausbau
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