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Heizen mit Pellets – Wie man umsteigt und richtig spart

Günstigerer Brennstoff und ein gutes Gewissen beim Gang in den Heizungskeller – eine Pelletheizung bietet viele Vorteile. Doch viele Heizungssanierer stehen vor der Frage: Lohnt sich das? Eine Betrachtung zum Heizungstausch.

Pelletsheizung hilft sparen

Pelletsheizung hilft sparen (Bild: aberheide/clipdealer.de)

Heizungstausch – Das „Rundum-Sorglos-Paket“ beim Heizungsbauer

Eine der häufigsten Fragen von Interessenten an einer Pelletheizung betrifft den Platzbedarf für Heizung und Pelletlager. Die Antwort gibt ein Heizungsbauer am besten bei einem Vor-Ort-Termin. Denn dabei kann sich der Experte ein Bild von der momentanen Heizsituation machen und die beste Lösung für den Pellet-Lagerraum finden. Auch die Frage des rich-tigen Fördersystems kann der Installateur beantworten. Generell gilt: Wenn vorher mit einem Ölkessel geheizt wurde, ist in der Regel auch genügend Platz für eine Pelletheizung mit Lager vorhanden. Abschließend nimmt der Fachmann die Maße der Räumlichkeiten für die optimale Planung der neuen Heizungsanlage. Es folgt ein Angebot. Je nach Auslastung des Installateurs kann dies zwischen 5-10 Tagen dauern.

Bevor die moderne Pelletheizung installiert werden kann, muss natürlich die alte Heizanlage weichen. In der Regel übernimmt der Heizungsbauer, der anschließend die neue Heizung einbaut, auch die Demontage und die Entsorgung der zuvor betriebenen Anlage. Wer unsicher ist, ob dies im Angebot des Installateurs enthalten ist, fragt am besten einfach beim Heizungsbauer nach! Der gesamte Ablauf vom Abbau der alten Heizung, über die Errichtung des Lagers bis zur Inbetriebnahme der neuen Pelletheizung dauert nur wenige Tage. Dann muss nur noch das Pelletlager gefüllt werden. Am besten mit einem Jahresvorrat, denn wer in größeren Mengen Pellets kauft, bekommt meist einen Preisvorteil.

Kosten der Heizungsanlage

Alles in allem sollte man für eine Heizungssanierung etwa 20.000-25.000 € kalkulieren. Darin eingerechnet sind die Entsorgung der alten Heizungsanlage, die Planung der neuen Pelletsheizung und des Lagerraums sowie die Montage und Inbetriebnahme. Natürlich handelt es sich dabei um einen Richtwert, der je nach individueller Situation variiert.

Der Preis der neuen Heizungsanlage ist auch davon abhängig, welches „Zubehör“ der Hausbesitzer wählt. Generell ist der Einbau eines Pufferspeichers für den optimalen Betrieb einer neuen Heizungsanlage ratsam. Ein Speichersystem sorgt dafür, dass die produzierte Wärme bestmöglich genutzt wird und die Heizung seltener starten bzw. stoppen muss. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden, denn ein Pufferspeicher senkt die Heizkosten zusätzlich! Kommt eine heizungsunterstützende Solaranlage zum Einsatz, wird ohnehin ein Pufferspeicher benötigt.

Mehr investieren – Dauerhaft sparen

Der Umstieg auf eine Pelletheizung ist im Vergleich zu einer herkömmlichen Ölheizung etwa 3.000 – 5.000 € teurer. Da eine Heizung meist rund 20 Jahre in Betrieb ist, lohnt sich der Blick auf einen langfristigen Vergleich der Brennstoffkosten.

Brennstoffkostenvergleich für verschiedene Heizungstypen

Brennstoffkosten/Jahr für verschiedene Heizungstypen (Bild: KWB)

Deutlich sichtbar: Auf Dauer rechnet sich die Mehrinvestition für eine Pelletheizung. Im aktuellen Brennstoffkostenvergleich der Landwirtschaftskammer Steiermark liegen Holzbrennstoffe weit vor den fossilen Energieträgern Öl und Gas. Demnach heizt man in einem herkömmlichen Einfamilienhaus mit Pellets jährlich mindestens 500 € günstiger als mit Öl oder Gas. Diese Ersparnis macht sich jedes Jahr auf der Heizkostenrechnung bemerkbar und sorgt nach ungefähr 8-9 Jahren dafür, dass sich die etwas höhere Investition aus-gleicht. Das Beste daran: Ab diesem Zeitpunkt spart der Heizungssanierer jeden Monat ba-res Geld!

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Umstieg? Jetzt!

Aus ökologischer Sicht ist der Umstieg auf eine Biomasseheizung immer sinnvoll. Denn mit Holz zu heizen, senkt nicht nur die Kosten für den Brennstoff, sondern auch die CO2-Emissionen der Heizungsanlage. 70 % aller Heizungsanlagen in Deutschland sind veraltet und deshalb ineffizient. Das treibt die Heizkosten und den Schadstoffausstoß in die Höhe. Mit dem Umstieg auf eine neue Heizungsanlage erzielen Hausbesitzer einen Effizienzgewinn von bis zu 20 %. Denn: Modernen Heizungsanlagen benötigen weniger Brennstoff, um die gleiche Menge an Wärme zu erzeugen. Auch in Sachen Strom bietet eine Heizung auf dem neusten Stand enormes Einsparungspotential: Neue Pelletheizungen verbrauchen beispielsweise weniger Strom als ein handelsüblicher Fernseher.

Über das Jahr gesehen, ist der optimale Zeitpunkt zum Umstieg genau dann, wenn man sich eigentlich keine Gedanken um die Heizung machen möchte. Der Austausch der alten Heizung inklusive Montage und Inbetriebnahme der Pelletheizung kann einige Tage in Anspruch nehmen. Daher bieten sich vor allem die wärmeren Sommermonate an, in denen die Hei-zung sowieso nicht benötigt wird.

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Autor: Stefan Oberhauser
Veröffentlicht in: Hausbau
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