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Hochbeete richtig befüllen und bepflanzen

Ein Hochbeet hat viele Vorteile für den Hobbygärtner. Durch die Höhe ist die Gartenarbeit für Sie nicht nur rückenschonender, die Pflanzen sind außerdem besser vor Frost, Wühlmäusen und Schnecken geschützt. Durch das Prinzip des integrierten Komposts wird das Pflanzgut zudem gleich mit Nährstoffen versorgt und Sie erzielen eine bessere Ernte. Hierfür ist es jedoch wichtig, das Hochbeet richtig zu befüllen und zu bepflanzen. Wir erklären, worauf Sie achten sollten.

Das Prinzip eines Hochbeets funktioniert ähnlich wie ein Komposthaufen. (Bildquelle: alho007 / clipdealer.de)

Das Prinzip eines Hochbeets funktioniert ähnlich wie ein Komposthaufen. (Bildquelle: alho007 / clipdealer.de)

Hochbeete gibt es in verschiedenen Varianten. Sie können entweder ein solches selber bauen, wenn Sie hierzu Zeit und das handwerkliche Geschick haben, oder aber einen kompletten Bausatz im Fachhandel erwerben. Viele Gärtner platzieren sie im Vorgarten oder im Nutzgarten zwischen den normalen Beeten. Denn die hochgelagerten Beete können auch sehr gut dazu dienen, um junge Pflanzen groß zu ziehen oder um Gemüse, das bereits im Frühjahr oder erst im Spätsommer angepflanzt wird, vor Bodenfrost zu schützen.

Das Prinzip eines Hochbeets funktioniert ähnlich wie ein Komposthaufen. Hierfür befüllen Sie es mit mehreren Schichten aus unterschiedlichem Pflanzenmaterial, das in den oberen Ebenen immer feiner wird und auf das am Ende die hochwertige Pflanzerde kommt. Dadurch brauchen Sie zum einen nicht das gesamte Beet mit guter, teurer Erde zu füllen. Zum anderen entstehen Wärme und Nährstoffe durch die Pflanzenreste, die in den unteren Ebenen verrotten. Das fördert das Wachstum und bietet optimale Bedingungen für verschiedene Gemüsesorten. Wie hoch Sie die verschiedenen Materialien schichten, hängt von der Beethöhe ab. Bei einer Höhe von 80 Zentimetern sollten die Ebenen jeweils etwa 20 Zentimeter hoch sein. Wenn Sie darauf achten, dass Sie das Hochbeet richtig befüllen, dann können Sie von all seinen Vorteilen viele Jahre profitieren.

Schritt für Schritt das Hochbeet befüllen

  1. Sorgen Sie zunächst für einen ebenen Untergrund, damit das Gieß- und Regenwasser gleichmäßig abläuft und keine Staunässe entsteht.
  2. Legen Sie dann den Boden mit engmaschigem Drahtgitter, sogenanntem Kaninchen- oder Volierendraht aus. Dieser verhindert, dass sich Wühlmäuse oder Maulwürfe von unten in das Beet graben und die Pflanzenwurzeln beschädigen.
  3. Für die unterste Schicht verwenden Sie groben Baum- und Strauchschnitt.
  4. Darauf kommt eine zweite Schicht aus Laub- und Grünabfällen, die schon deutlich feiner sind als der Pflanzenschnitt in der untersten Ebene.
  5. Treten Sie diese beiden Ebenen dann etwas fest, um sie zu verdichten.
  6. Für die vorletzte Schicht können Sie etwas gröbere Gartenerde oder Kompost verwenden.
  7. Die letzte Schicht besteht dann aus feiner Blumen- oder Pflanzerde, je nachdem ob Sie Blühpflanzen oder Gemüse in Ihr Hochbeet einsetzen.
Befüllen Sie das Hochbeet mit verschiedenen Schichten (Bildquelle: www.gfp-international.com)

Befüllen Sie das Hochbeet mit verschiedenen Schichten (Bildquelle: www.gfp-international.com)

Was Sie beim Bepflanzen beachten sollten

In den ersten beiden Jahren, nachdem Sie das Hochbeet frisch befüllt haben, hat es die meisten Nährstoffe. Nach fünf bis acht Jahren haben die Pflanzen die Nährstoffe dann völlig verbraucht und das Beet sollte neu angelegt werden. Sie sollten den unterschiedlichen Nährstoffgehalt in einem Hochbeet auf jeden Fall für die Auswahl der Bepflanzung berücksichtigen. Denn nur so können alle Gemüsepflanzen, die Sie über die Jahre einsetzen, optimal wachsen können.

Für die ersten beiden Jahren wählen Sie idealerweise Starkzehrer wie

  • Auberginen
  • Endivien
  • Gurken
  • Kartoffeln
  • Kohl
  • Kürbisse
  • Lauch
  • Paprika
  • Tomaten

Ab dem dritten Jahr können Sie dann schwächer bis schwach zehrende Gemüsepflanzen einsetzen wie

  • Fenchel
  • Hülsenfrüchte
  • Kräuter
  • Salat
  • Spinat
  • Wurzelgemüse
  • Zwiebeln

Im Vergleich zu einem normalen Beet können Sie die hochgelagerte Variante dichter bepflanzen, da die Nährstoffkonzentration höher ist als im Boden. So bekommen alle Setzlinge, was sie brauchen, auch wenn sie dicht beieinander sitzen.

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Autor: Beatrice Isgro
Veröffentlicht in: Ratgeber
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