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Regenwasser richtig nutzen in Haus und Garten

Wasser ist unser kostbarstes Gut. Das spüren wir selbst immer wieder hier in den gemäßigten Breiten. Bei langen Trockenperioden verdorren Zier- und Nutzpflanzen, wenn wir sie nicht zusätzlich gießen. Doch Wasser aus der Leitung ist berechtigterweise teuer. Schonend für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel ist daher die Nutzung von Regenwasser – und hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten von der einfachen Regentonne bis zur Regenwassernutzungsanlage.

Die Nutzung von Regenwasser ist schonend für die Umwelt und den Geldbeutel. (Fotoquelle: amenic181 / clipdealer.de)

Die Nutzung von Regenwasser ist schonend für die Umwelt und den Geldbeutel. (Fotoquelle: amenic181 / clipdealer.de)

Möglichkeiten der Regenwassernutzung

Für Hausbesitzer mit eigenem Garten gibt es mehrere Möglichkeiten, Regenwasser zu nutzen:

  • für die zusätzliche Bewässerung von Rasenflächen und Beeten
  • für die Toilettenspülung
  • für die Waschmaschine
  • zum Putzen von Böden und zur Autopflege
Hausbesitzer können Regenwasser auf verschiedene Arten nutzen. (Grafik: benz24.at)

Hausbesitzer können Regenwasser auf verschiedene Arten nutzen. (Grafik: benz24.at)

Für die Gartenbewässerung reicht ein konventioneller Regenwasserspeicher aus, in dem das vom Hausdach abfließende Wasser gesammelt wird. Soll das Regenwasser auch im Haushalt genutzt werden, ist eine Regenwassernutzungsanlage erforderlich, welche das Wasser ins Haus an die entsprechenden Nutzungsstellen bringt.

Gartenbewässerung – mit Tonne oder Zisterne

Für die Gartenbewässerung empfiehlt es sich immer, Regenwasser zu sammeln. Die Kosten für den Speicher amortisieren sich sehr schnell, denn es entstehen keine weiteren Kosten im Vergleich dazu, wenn Sie das Wasser für den Garten aus der Leitung zapfen. Der Umwelt kommt das Sammeln ebenfalls zugute, da so das Wasser nicht ungenutzt versickert bzw. in der Kanalisation landet. Die einfachste und sehr günstige Form des Regenwasserspeichers ist eine Tonne, die Sie einfach unter die Klappe an Ihrem Regenrohr stellen. Wenn es regnet und Sie die Klappe öffnen, sammelt sich dort das Wasser. Sie sollten aber aufpassen, dass die Regentonne nicht überläuft. In diesem Fall könnte das Wasser unerwünschte Bereiche Ihres Grundstücks überschwemmen und unter Umständen sogar ins Haus laufen. Also die Klappe wieder rechtzeitig schließen, dann läuft das Wasser in die Kanalisation und kann keinen Schaden anrichten.

Vorteile Regentonne

  • kostengünstig
  • einfach
  • überall einsetzbar

Eine komfortablere Alternative ist eine Zisterne aus Beton oder Kunststoff, die unterirdisch verbaut wird. Dieser Speicher ist zwar etwas teurer, da nicht zuletzt Erdarbeiten für den Verbau notwendig sind. Dafür ist das Fassungsvermögen deutlich höher als bei konventionellen Tonnen und der Platzbedarf ist gering. Es ist an der Oberfläche lediglich eine Abdeckung zu sehen, die begehbar ist. Das Wasser wird vom Dach über Rohre direkt in Zisterne geleitet, über eine Pumpe ist dann das Wasser wieder zu entnehmen. Neben der Bewässerung können Sie es auch für die Autopflege oder andere Reinigungsarbeiten ums Haus nutzen.

Vorteile Zisterne

  • platzsparender Erdverbau
  • hohes Fassungsvermögen
  • langlebig, insbesondere Modelle aus Beton

Regenwassernutzung im Haushalt

Ein erdverbauter Tank ist auch die Basis, wenn Sie Regenwasser im Haus für die Toilettenspülung, Waschmaschine oder Bodenpflege nutzen möchten. Eine Pumpe leitet das Regenwasser, das in der Zisterne gesammelt wird, dann über ein Rohr- und Filtersystem ins Haus. Die Alternative ist ein Innentank, der aber natürlich innen Platz wegnimmt.

Die Installation einer Regenwassernutzungsanlage ist zunächst mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Dem entgegen stehen jedoch die Kosten für Abwasser und Leitungswasser, die man durch die Nutzung des Regenwassers einspart. Ein anschauliches Rechenbeispiel sowie weitere detaillierte Informationen findet man in diesem E-Book, das zum Gratis-Download zur Verfügung steht.

Der größte Posten, bei dem sich durch die Anlage Geld einsparen lässt, ist die Toilette. Täglich werden dort im Durchschnitt 33 Liter pro Person hinuntergespült. 15 Liter werden für Boden- und Wäschepflege benötigt. Das Regenwasser kann für diese Bereiche sehr gut anstelle des Leitungswassers verwendet werden. Damit dies möglich ist, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • strikte Trennung von Regen- und Trinkwasserkreislauf
  • Berücksichtigung der DIN 1988, die zum Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen dient
  • Nutzung eines freien Auslaufs für die Trinkwassereinspeisung in die Regenwassernutzungsanlage
  • Kennzeichnung des Auslaufs und der Entnahmestellen

Da eine Regenwassernutzungsanlage der Umwelt in besonderem Maße zugute kommt, fördern die Bundesländer die Installation in unterschiedlichem Umfang und Höhe. Wer zu den Förderrichtlinien mehr Informationen wünscht, wird hier fündig.

Durch die Nutzung von Regenwasser können Kosten eingespart werden. (Bildquelle: benz24.at)

Durch die Nutzung von Regenwasser können Kosten eingespart werden. (Bildquelle: benz24.at)

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