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5 Tipps für ein fachgerecht gespanntes Schnurgerüst

Ob für die Terrasse, die Garage oder das Gartenhaus – ein Schnurgerüst braucht man als Hausbesitzer nicht nur für das Hauptgebäude, sondern ebenso für die Außenanlage und eventuelle Nebengebäude. Es ist die Basis dafür, dass am Ende alles auch so sitzt, wie es soll. Aus diesem Grund sollten Sie beim Aufbauen des Gerüsts diese 5 Tipps beachten.

Basis Ihrer Terrasse, Garage oder Ihres Gartenhauses ist ein Schnurgerüst. (Fotoquelle: stoonn / clipdealer.de)

Basis Ihrer Terrasse, Garage oder Ihres Gartenhauses ist ein Schnurgerüst. (Fotoquelle: stoonn / clipdealer.de)

Mit den Dreiecksböcken für die Ecken beginnen

Damit das Bauprojekt genau im rechten Winkel steht, kommen in die Ecke Dreiecksböcke. Mit diesen sollten Sie auch beginnen. Sie nehmen hierzu für jede Ecke drei zugespitzte Kanthölzer oder Rundpflöcke, die Sie je nach Bauprojekt ausreichend tief in die Erde klopfen. An diesen schrauben Sie Querlatten fest. Die Hölzer sollten ein rechtwinkliges, gleichschenkliges Dreieck bilden, was Sie mit einem Anschlagswinkel leicht überprüfen können.

Für die Eigenstabilität des Schnurgerüstes sorgen

Das Schnurgerüst braucht eine gute Eigenstabilität, da durch die Maurerschnur und eventuellen Gewichten an den Dreiecksböcken Kräfte wirken, denen diese standhalten müssen. Auch Stöße muss das Gerüst aushalten können – auf Baustellen geht es schließlich oft nicht gerade zimperlich zu. Aus diesem Grund müssen die Hölzer ausreichend tief in die Erde geklopft werden, von mindestens 50 bis zu 150 Zentimetern, und sollten danach noch mindestens 1 Meter heraus stehen. Für noch mehr Stabilität können Sie die Seiten der Dreiecksböcke mit einer Diagonal-Latte verbinden.

Höhe genau messen

Mit dem Schnurgerüst können Sie auch Höhen abstimmen, zum Beispiel die Höhe eines Betonfundaments. Dient das Schnurgerüst als Absteckung für ein Gebäude, wird hier sehr oft auch der sogenannte Meterriss angezeichnet. Dieser ist die Referenzhöhe für signifikante Bauelemente, z.B. die Installationen. Dass die Höhen bei allen Dreiecksböcken wirklich gleich sind, können Sie mit einer Schlauchwaage oder einem Nivelliergerät überprüfen. Hierbei ist oft eine zweite Person sehr hilfreich.

Bei großen Grundflächen auch die Seiten abstecken

Hat die Grundfläche, die Sie mit dem Schnurgerüst abstecken, lange Seiten, empfiehlt es sich, diese auf der Länge ebenfalls mit weiteren Gerüstständern abzustecken. Diese setzen Sie einfach aus zwei Pflöcken und einer Querlatte zusammen. Um die exakte Flucht zu erhalten, schlagen Sie Nägel in die Querlatten der Dreiecksböcke und spannen dann eine Maurerschnur von einem zum anderen. Dann platzieren Sie die Ständer für die Seiten unter der Schnur. Die Anzahl der seitlichen Gerüstständer ist von der Länge der Seiten abhängig.

Einfaches Schnurgerüst für kleinere Projekte

Für kleinere Projekte wie Terrassen, Gehwege oder Zäune benötigen Sie nicht immer ein Schnurgerüst mit Dreiecksböcken, es reicht oft auch ein Einfacheres, das lediglich aus einzelnen eingeschlagenen Pfosten und einer Maurerschnur besteht. Schlagen Sie hierfür an die Ecken der Terrasse, des Gehweges oder an den Zaun-Enden jeweils einen angespitzten Pfosten ein. Spannen Sie dann Schnüre, die Sie um die Pfosten wickeln, und prüfen Sie gegebenenfalls noch die Parallelität der Schnüre mit einem Nivelliergerät. Sie können mit diesem Schnurgerüst auch feststellen, ob das Gelände eben ist oder ob Sie Höhenunterschiede ausgleichen müssen. Hierfür übertragen Sie wieder die Höhen mit einer Schlauchwasserwaage. Mit diesem einfachen Schnurgerüst können Sie dann ganz einfach alle Zaunelemente auf eine Höhe und in einer Flucht setzen. Bei Terrasse und Gehwege hilft es Ihnen beim Setzen von Pflaster oder Platten.

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Autor: Beatrice Isgro
Veröffentlicht in: Ratgeber
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