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Arbeitskleidung für den Hausbau – funktional und guter Schutz

Natürlich könnten Sie auch in Jeans und T-Shirt auf den Bau gehen. Aber abgesehen von der Funktionalität gibt es für Bauherren weitere, sogar noch wichtigere Gründe, baugerechte Arbeitskleidung zu tragen. Das Stichwort hierzu lautet: Eigenschutz. Denn wo gehobelt wird, da fallen Späne und das Unfallrisiko steigt. Sichern Sie sich – und Ihre Bauhelfer – daher ab.

Arbeitskleidung für den Hausbau

Arbeitskleidung für den Hausbau (Foto: gezzeg/clipdealer.de)

Funktionale Arbeitskleidung

Den Zollstock sofort zur Hand zu haben, den Malerbleistift schnell wegstecken zu können, Nägel in einer großen Tasche griffbereit zu haben – das alles sind Kleinigkeiten, die den Hausbau aber sehr erleichtern. Baugerechte Arbeitskleidung von spezialisierten Herstellern wie dem bereits seit 1897 bestehenden deutschen Unternehmen rofa ist mit zahlreichen Blasebalg-, Patten- und Reißverschlusstaschen ausgestattet, um für Werkzeug und andere kleinere Gegenstände ausreichend Platz zu bieten. Teilweise sind diese sogar für bestimmte Gegenstände wie Stifte, Zollstock oder Hammer speziell gefertigt.

Als Arbeitskleidung-Grundausstattung für Bauherren ist Folgendes zu empfehlen:

  • Lange Arbeitshose im Cargo-Stil mit Patten- und/oder Blasebalg-Taschen
  • Kurze Arbeitshose im Cargo-Stil mit Patten- und/oder Blasebalg-Taschen
  • Wetterfeste Jacke für Outdoor-Arbeiten, mit Fleece-Innenteil für die kalte Jahreszeit
  • Knöchelhöhe Schuhe mit dicker Profilsohle und je nach Arbeiten mit Stahlkappe
  • Atmungsaktive T-Shirts und Longsleeves, welche Feuchtigkeit nach außen leiten

Generell sollten Sie sich auf dem Bau eher nach dem Zwiebel-Prinzip kleiden, dann können Sie die oberen Kleidungsstücke ablegen, wenn Ihnen zu warm wird. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Kleidung nicht zu weit ist, da Sie sonst eher Gefahr laufen, an herausragenden Gegenständen hängen zu bleiben.

Ausrüstung für den persönlichen Schutz

Neben der Funktionalität der Arbeitskleidung kommt es aber auch auf die Sicherheit an, die sie Ihnen bietet. Wie schnell bleibt man auf der Baustelle irgendwo hängen und wie schnell ist man in spitze herumliegende Gegenstände getreten. Auch herunterfallende Gegenstände sind insbesondere dort, wo mehrere Personen gleichzeitig arbeiten, keine Seltenheit. Zu Ihrer persönlichen Schutzausrüstung als Bauherr sollten daher diese Teile unbedingt Ihre funktionale Kleidung ergänzen:

  • Arbeitshandschuhe im Idealfall aus Leder mit rutschfesten Handflächen
  • Schnittschutzhandschuhe für Sägearbeiten
  • Gehörschutz mit geschlossenen Ohrmuscheln oder zumindest Ohrstöpsel für Arbeiten mit lauten Geräten
  • Schutzbrille aus stabilem Kunststoff für Säge-, Maler- und Schleifarbeiten
  • Kopfschutz bzw. Schutzhelm
  • Atemschutzmaske bei Fräs- und Schleifarbeiten sowie beim Dämmen
  • Knieschoner zum Umschnallen für Arbeiten auf dem Boden

Diese Schutzausrüstung sollten Sie für Freunde und Verwandte, die Ihnen auf dem Bau zur Hand gehen, ebenfalls bereithalten und dafür sorgen, dass diese die Ausrüstung auch tragen.

Eigenschutz geht vor

Ohnehin sollten Sie weder die eigene Sicherheit auf der Baustelle noch die Ihrer Bauhelfer auf die leichte Schulter nehmen. Als Bauherr haben Sie eine grundsätzliche Sorgfaltspflicht und tragen die Verantwortung für deren Sicherheit. Sie sind daher auch gesetzlich zum Abschluss einer Unfallversicherung bei der BG Bau verpflichtet. Versichern müssen Sie alle Helfer, die Ihnen in arbeitnehmerähnlicher Form für Dienstleistungen auf dem Bau zur Verfügung stehen. Die Versicherungspflicht ist unabhängig davon, ob Sie Ihre Hilfskräfte bezahlen oder nicht. Daher gehören zu diesen Versicherten, welche die BG Bau als private Bauhelfer definiert

  • Familienangehörige und andere Verwandte
  • Freunde und Bekannte
  • Nachbarn und Kollegen
  • Sowie Mini-Jobber

Beachten Sie bitte, dass Ihre private Haftpflicht- oder Unfallversicherung bei Unfällen auf dem Bau nicht ausreicht. Sollte sich ein Bauhelfer bei Ihnen verletzen, kann das ohne gesetzliche Unfallversicherung sehr teuer für Sie werden. Im besten Fall reduzieren Sie also das Verletzungsrisiko Ihrer Helfer mit funktionaler und schützender Arbeitskleidung und sichern sich selbst mit einer Versicherung für eventuelle Unfälle finanziell ab.

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Autor: Stefan Oberhauser
Veröffentlicht in: Hausbau
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