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5 Tipps, um Schimmel effektiv zu entfernen

Keiner möchte ihn haben und doch ist er fast in jeder dritten Wohnung ein Problem: Schimmel. Er entsteht über die Jahre in den meisten Fällen durch Bau- und Sanierungsmängel, Wasserschäden sowie falsches Lüften und zeigt sich oft als leicht bräunliche Stockflächen, grüne, rötliche oder schwarze Flächen an den Wänden. Damit Sie in Ihrem Zuhause gesund weiter wohnen können, gilt es den Schimmel effektiv zu entfernen und zu verhindern, dass er wieder entstehen kann.

Schimmel effektiv entfernen

Schimmel muss nachhaltig entfernt werden (Bild: handmadepictures/clipdealer.de)

Zuerst die Ursache erkennen

Die Entfernung des Schimmels hat dauerhaft nur dann Erfolg, wenn Sie dessen Ursache kennen und beseitigen. Denn sonst kommt er immer wieder. Eine leicht zu beseitigende Ursache sind zu kühle und zu feuchte Räume. Hier entsteht in der kalten Jahreszeit der gesundheitsschädliche Pilz in den Ecken. Je kälter die Außenmauer, desto schneller entsteht dort Schimmel, weil sich Kondenswasser bildet. Ein weiterer Grund ist falsches Lüften, der sich ebenfalls leicht beheben lässt. Sitzt der Schimmelpilz durch Baufehler oder Wasserschäden im Mauerwerk, sollte hingegen der Profi ran, um die Ursache zu beseitigen.

Alkohol gegen kleinere Schimmel-Flächen

Bei kleinen, oberflächlichen Schimmelflecken hat sich siebzig-prozentiger Alkohol bewährt. Er verflüchtigt sich schnell und ist im Gegensatz zu den aggressiven Fungiziden nicht gesundheitsschädlich. Sie können ihn problemlos auch mehrmals auftragen. Tränken Sie hierfür einen Schwamm in Brennspiritus oder Isopropylalkohol und reiben Sie damit die betroffenen Stellen ein. Eine Alkoholkonzentration von 70 Prozent tötet den Pilz ab und entzieht ihm Feuchtigkeit – die Grundlage zum Wachsen der Sporen. Als Alternative können Sie auch Wasserstoffperoxid oder eine 5-prozentige Soda-Lösung verwenden, um Schimmel zu entfernen.

Pilzvernichter bei hartnäckigerem Befall

Wenn der Schimmelpilz sich bereits hartnäckiger festgesetzt hat, kommen Sie an der chemischen Keule nicht vorbei. Gehen Sie mit den chemischen Bekämpfungsmitteln aber höchst vorsichtig um, da diese gesundheitsgefährdend sind. Die hochaggressiven Mittel werden einfach auf die betroffenen Stellen gesprüht und töten die Pilzsporen in wenigen Sekunden ab. Sie verhindern außerdem, dass sich der Schimmel weiter ausbreiten kann. Tragen Sie beim Entfernen des Schimmels Handschuhe, einen Atemschutz und eine Schutzbrille. Betreten Sie danach den Raum erst einmal nicht und lüften Sie ihn mehrere Stunden gut durch.

Bei starkem Befall den Fachmann ranlassen

Wenn mehr als ein halber Quadratmeter bereits schwarz ist von den Schimmelsporen, sollten Sie einen Fachmann zurate ziehen. Der kann prüfen, woher der Befall kommt. Denn nur wenn die Ursache bekannt und entfernt ist, hat der Kampf gegen den Pilz Erfolg. Bei großflächigem Schimmelbefall ist es wahrscheinlich, dass er schon in der Oberschicht der Wände sitzt. Der Pilz kann sehr leicht in poröse, mineralische Materialien wie Putz und Mauerwerk eindringen. Ist das der Fall, erreichen Sie ihn nicht mehr mit Hausmitteln und Pilzvernichtern. Ein Fachmann kann außerdem sicherstellen, dass der gesamte Pilz inklusive seiner Stoffwechselprodukte beseitigt wird. Diese sind nämlich zum einen sehr gesundheitsschädlich und zum anderen für eine eventuelle Neuausbreitung verantwortlich.

Schimmelneubildung vorbeugen

Eine wichtige Voraussetzung, Schimmel dauerhaft aus Räumen zu entfernen, ist die Vorbeugung und diese erreichen Sie mit verschiedenen Verhaltensweisen.

  • Sorgen Sie dafür, dass die Raumtemperatur immer über 16 Grad liegt und verwenden Sie bei Bedarf einen Raumentfeuchter.
  • Halten Sie am besten mit einem Thermostat die Raumtemperatur auf dem gleichen Niveau – Temperaturschwankungen begünstigen nämlich die Schimmelbildung.
  • Heizen und Lüften Sie jeden Raum separat; im Schlafzimmer ist es in der Regel kühler als im Wohnzimmer, das sorgt ebenfalls für Temperaturschwankungen durch den Luftaustausch zwischen den Räumen.
  • Lüften Sie richtig, indem Sie mindestens zweimal am Tag für 5 bis 10 Minuten für Durchzug sorgen, damit die gesamte Luft im Wohnraum ausgetauscht wird.
  • Verwenden Sie an gefährdeten Stellen anorganische Materialien, z.B. Kalkputz und Silikat-Farbe. Verzichten Sie dort auf Tapete und andere Verkleidungen, da sich dort gerne Schimmel bildet.

Wenn Sie sich an diese Tipps halten, werden Sie den Schimmel dauerhaft los!

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Autor: Beatrice Isgro
Veröffentlicht in: Ratgeber, Wohnen
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