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Mehr Wärme, weniger Kosten: Fenster als Energieräuber eliminieren!

Die EnEV, deren letzte Novelle Anfang des Jahres 2016 wirksam wurde, verpflichtet die Verbraucher zu immer höheren Energieeffizienzstandards nicht nur bei Neubauten. Bestandswohnhäuser benötigen ebenso einen Energieausweis, der bei Vermietung oder Verkauf auch dem Interessenten ausgehändigt werden muss. Aber nicht nur aufgrund der EnEV sollte Energiesparen ein Thema für Hausbesitzer sein. Denn schließlich lässt sich damit bares Geld sparen. Jetzt, wo es in die kalte Jahreszeit geht, sollten Sie daher mal wieder Ihre Fenster prüfen – diese sind nämlich einer der größten Energieräuber im Haus.

Undichte Fenster sind wahre Energieräuber (Fotoquelle: varvarayara / clipdealer.de)

Undichte Fenster sind wahre Energieräuber (Fotoquelle: varvarayara / clipdealer.de)

Wie macht sich der Energieverlust bemerkbar?

Sie frösteln abends auf dem Sofa, es wird im Bad nicht wirklich mollig warm? Das können erste Indizien dafür sein, dass Ihre Fenster undicht sind und ein ungewollter Luftaustausch durch Ritzen sowie Spalten entsteht. Kalte Luft strömt durch diese nach innen, während die warme Heizungsluft nach draußen entweicht. Sie heizen dann buchstäblich aus dem Fenster. Doch auch wenn Ihre Fenster an sich noch dicht halten, kann über sie trotzdem ein Energieverlust von bis zu 15 Prozent entstehen, den erst eine Wärmebildkamera sichtbar macht. Dies ist bei älteren Fenstern mit nur ein oder zwei Scheiben sehr häufig der Fall, weil sie die Wärme aufgrund der zu dünnen Verglasung nicht im Haus halten können.

Wann lohnt sich eine Fenstersanierung?

Wie hoch der Energieverlust über die Fenster ausfallen kann, ist am sogenannten U-Wert abzulesen, den ein Fachmann bestimmen kann. Er gibt den Wärmeverlust durch das Fenster an und ist in der Regel umso schlechter, je weniger Scheiben ein Fenster hat. Ein-Scheiben-Fenster haben meist einen U-Wert von 5,8 W/m²K, Zwei-Scheiben-Fenster mit Isolierglas kommen auf 2,7 W/m²K. Mit modernen Wärmeschutzverglasungen, wie sie beispielsweise bei den Fenstern der Aluplast Gruppe zum Einsatz kommen, können hingegen sehr gute U-Werte von gerade einmal 0,67 W/m²K erreicht werden. Lässt sich der U-Wert um 0,1 W/m²K senken, spart das einen Liter Heizöl pro Quadratmeter im Jahr. Laut Berechnungen der TÜV Rheinland können durch den Austausch von Altbaufenstern bis zu 260 Euro Heizkosten pro Jahr eingespart werden. Wenn Ihre Fenster einen U-Wert von 1,9 W/m²K oder besser haben, lohnt sich der Austausch allerdings (noch) nicht.

Quickcheck: Sind Ihre Fenster zu alt?

Ihre Fenster sind zu alt, wenn

  • sie vor dem Jahr 1995 eingebaut wurden.
  • sie nach 1995 eingebaut wurden und nur eine Scheibe haben.
  • sie nach 1995 eingebaut wurden und zwar 2 Scheiben, aber einen schlechten U-Wert über 1,9 W/m²K haben.

Weitere Indizien dafür, dass Ihre Fenster nicht dicht halten, sind:

  • Ihr Finger bleibt beim Abtasten des Rahmens kalt.
  • Sie spüren deutlich einen Luftzug am Fenster.
  • Die Flamme einer Kerze, die Sie vor die Scheibe halten, flackert.
  • Der Rauch eines Räucherstäbchens wird deutlich verwirbelt, wenn Sie es an den Rahmen halten.

Schnelle Hilfe bei undichten Fenstern

Wenn für Sie eine sofortige Sanierung nicht möglich ist, können Sie dennoch etwas gegen Ihre undichten Fenstern tun. Mit einer zusätzlichen Dämmung am Rahmen können Sie die Zugluft erst einmal stoppen. Hierfür kommen selbstklebende Schaumstoffbänder oder Profidichtungen aus Gummi in Frage. Für welche Varianten Sie sich entscheiden, ist eine Frage des Kostennutzenverhältnisses. Möchten Sie die Sanierung noch etwas hinauszögern, wählen Sie die Profivariante aus Gummi, da diese Dichtungen eine Lebensdauer von bis zu 8 Jahren haben. Schaumstoffbänder können im Durchschnitt zwar nur 3 Jahre überbrücken, sind dafür aber auch nur halb so teuer wie Gummidichtungen. Unabhängig davon, wie lange Sie mit der Sanierung noch warten möchten, auf lange Sicht lohnen sich energieeffiziente Fenster immer, wenn es durch Ihre alten zieht – und das sowohl wohlfühltechnisch als auch finanziell.

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