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Frühjahrsschnitt – 5 Tipps für einen frühlingsfrischen Garten

Endlich ist er da: Der schöne Lenz! Schneeglöckchen und Krokusse spitzen aus den noch kargen Beeten, Sträucher sowie Bäume und Büsche bilden das erste zarte Grün aus. Sie können Ihrem neu erwachenden Garten Starthilfe geben, denn durch einen Frühjahrsschnitt können die Pflanzen noch besser austreiben. Wie Sie Ihren Garten frühlingsfrisch machen, erfahren Sie in unseren 5 Tipps.

Im Frühling werden nicht nur neue Pflanzen gesetzt, bestehende Pflanzen sollten geschnitten werden. (Fotoquelle: alexraths / clipdealer.de)

Im Frühling werden nicht nur neue Pflanzen gesetzt, bestehende Pflanzen sollten geschnitten werden. (Fotoquelle: alexraths / clipdealer.de)

Sträucher zum Austrieb und zum Verzweigen anregen

Bei Sträuchern sollten Sie Äste, die von Eis und Schnee beschädigt wurden, auf jeden Fall entfernen. Auch schwache Zweige schneiden Sie ab. Die Pflanzen haben jetzt einen Wachstumsschub, nutzen Sie diesen um ihnen einen Formschnitt zu verpassen oder sie zur Ausbildung neuer Triebe anzuregen. Wenn Sie einen langen Ast abschneiden, wird sich dieser teilen. Auf diese Weise werden die Sträucher buschiger und wachsen dichter. Das ist besonders wichtig, wenn die Pflanzen als Sichtschutz dienen sollen. Schneiden Sie immer über der Knospe mit einem schrägen Schnitt dort, wo sich ein neuer Zweig ausbilden soll. Handelt es sich um blühende Sträuchern, empfehlen Gartenexperten Ende März bis Anfang April die alten Stämme auf 20 bis maximal 30 Zentimeter über dem Boden einzukürzen.

Frühblüher später schneiden

Weißer und violetter Fieder gehören zu den Frühblühern. (Fotoquelle: svetlanna / clipdealer.de)

Weißer und violetter Fieder gehören zu den Frühblühern. (Fotoquelle: svetlanna / clipdealer.de)

Bei den Frühblühern sollten Sie mit dem Frühjahrsschnitt noch etwas warten. Idealerweise schneiden Sie diese direkt dann, wenn sie verblüht sind. Das ist in der Regel im späten Frühjahr. Wenn Sie Frühblüher während der Blütezeit, später im Sommer oder gar im Herbst oder Winter schneiden, entfernen Sie dabei die bereits neu angelegten Blütenknospen. Dadurch verringern Sie dann ungewollt die Blüte im nächsten Frühjahr. Zu den Frühblühern gehören beispielsweise weißer und violetter Flieder, die gelben Forsythien und die in allen Rottönen blühenden Rhododendren.

Gräser zeitig kürzen

Gräser benötigen im Frühjahr Ihre Aufmerksamkeit. (Fotoquelle: napior / clipdealer.de)

Gräser benötigen im Frühjahr Ihre Aufmerksamkeit. (Fotoquelle: napior / clipdealer.de)

Gräser sind inzwischen Bestandteil fast jeden Gartens – und auch sie benötigen jetzt im Frühjahr Ihre Aufmerksamkeit. Im Herbst sollten Sie diese Pflanzen nämlich nicht schneiden, da die alten Pflanzenteile die neu angelegten Austriebe vor Schnee und Eis schützen. Früh treibende Gräser wie Federgräser, Reitgräser oder Blaustrahlhafer sind bereits Ende Februar/Anfang März dran. Später treibende Sorten wie Chinaschilf, Rutenhirse oder Präriegräser dann im April. Schneiden Sie die Pflanzen ziemlich bodennah ab. Je nach Größe der Pflanzen reicht eine Gartenschere oder Sie greifen zur Heckenschere. Wintergrüne Gräser wie Blaustrahlhafer und Atlasschwingel werden nicht geschnitten, sondern ausgeharkt oder gerauft. Wenn Sie diese Sorten einfach abschneiden, können sie im schlimmsten Fall sogar absterben.

Bei Hortensien die Schnittgruppe berücksichtigen

Hortensien gehören aufgrund ihrer Blütenpracht zu den Garten-Lieblingen. Ihre Blütenpracht möchte man selbstverständlich nicht durch Schnittfehler ungewollt reduzieren. Deshalb sollten Sie beim Frühjahrsschnitt Ihrer Hortensien berücksichtigen, zu welcher Schnittgruppe sie gehören. Sorten der Schnittgruppe 1 sollten Sie im späten Frühjahr und nur sehr vorsichtig schneiden. Ganz wichtig ist dabei, auf die neuen, bereits zu sehenden Knospen zu achten. Diese wurden bereits im vergangenen Herbst ausgebildet. Schneiden Sie jetzt zu viel ab, verlieren Sie einen Großteil der Blütenpracht. Entfernen Sie am besten nur alte Blütenstände und erfrorene Triebspitzen oberhalb der ersten Knospe. Zur Schnittgruppe 1 zählen

  • Ballhortensien
  • Bauernhortensien
  • Eichblatthortensien
  • Kletterhortensien
  • Riesenblatthortensien
  • Samthortensien
  • Tellerhortensien

Sorten der Schnittgruppe 2 können Sie schon im Herbst stutzen oder jetzt im Frühjahr. Allerdings sollten Sie den Frühjahrsschnitt auf Ende Februar bis spätestens Mitte März legen. Diese Hortensien bilden die neuen Knospen erst im Frühling aus und vertragen daher einen kräftigen Rückschnitt. Schneiden Sie alle Triebe sehr kurz ab, so dass nur noch Stummel mit einem Augenpaar übrig bleiben. So bilden die Pflanzen lange neue Triebe aus. Zur Schnittgruppe 2 zählen

  • Rispenhortensien
  • Schneeballhortensien
  • Sowie die „Endless Summer“

Obstbäume radikal schneiden für eine größere Ernte

Zwei Fehler werden laut Gartenexperten beim Obstbaumschnitt immer wieder gemacht: Die Bäume werden zu spät und zu zögerlich beschnitten. Alle Obstbäume ebenso wie Beeren-Sträucher sollten Sie in der Ruhephase zwischen November und April schneiden. Zu spät geschnittene Obstbäume treiben auch später aus und erzielen eine geringere Ernte. Ausnahmen hierbei sind der Pfirsich, den Sie im April oder Mai schneiden, sowie die Süßkirsche, die Sie direkt nach der Kirschernte kürzen. Gehen Sie ruhig radikaler vor, denn der Beschnitt regt das Wachstum an. Entfernen Sie sorgfältig das komplette Totholz sowie Äste, die schon seit Jahren Früchte tragen. Das Obst von jungen Ästen schmeckt einfach besser! Mit dem Frühjahrsschnitt beugen Sie zudem Pilzerkrankungen vor. Indem Sie die Baumspitzen auslichten, kann die Luft besser zirkulieren.

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