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Bauherrnhaftpflicht

Eine Bauherrnhaftpflicht bietet umfassenden Schutz gegen das Risiko von Haftungsanspr├╝chen Dritter!

Bauherrnhaftpflicht Versicherung

Damit Sie sich ├╝ber die Bauherrenhaftpflicht nicht den Kopf zerbrechen m├╝ssen (Foto: Barbara Reddoch / iStockphoto)

Nicht immer geht alles glatt

Viele Bauherren und Baufrauen fragen sich, weshalb sie eine zus├Ątzliche Haftpflichtversicherung – eine Bauherrnhaftpflicht – ben├Âtigen, wo sie doch den Hausbau nicht selbst durchf├╝hren, sondern einen sachverst├Ąndigen Personenkreis damit betrauen: den Architekten mit der Planung, Statik und Bauleitung, die Bauunternehmer und die Bauhandwerker mit der Bauausf├╝hrung.

Sorgfaltspflicht

Selbst wenn man f├╝r die Arbeiten am Bau entsprechend sachverst├Ąndige Personen engagiert hat, ist man als Bauherr oder Baufrau nicht von der eigenen Sorgfaltspflicht befreit.

Bereits vom ersten Spatenstich an haftet man f├╝r Sch├Ąden, die im Zusammenhang mit dem Bauobjekt anderen Personen zugef├╝gt werden.

Wird ein Passant von umst├╝rzenden oder herabfallenden Teilen verletzt, das Nachbarhaus besch├Ądigt, ein Auto zertr├╝mmert oder f├Ąllt ein Kind wegen schlechter Beleuchtung in eine Baugrube, m├╝ssen der Bauherr oder die Baufrau f├╝r den Schaden aufkommen und sollten daher eine Bauherrenhaftpflicht abgeschlossen haben.

Haftungsgr├╝nde

Als Bauherr oder Baufrau kann man aus der Verletzung der

  • ├ťberwachungspflicht,
  • der Verletzung der Verkehrssicherungspflicht
  • aufgrund eines Verschuldens bei der Auswahl der am Bau Beteiligten

zur Haftung herangezogen werden – sofern kein anderer Verantwortlicher ausgemacht werden kann.

Der Bauherr muss sich also pers├Ânlich um die Baustelle k├╝mmern. Zwar hat er keine Pflicht zur st├Ąndigen Anwesenheit, wohl aber zu h├Ąufigen Stichproben.

Besucht er die Baustelle lange Zeit nicht, verst├Â├čt er gegen seine ├ťberwachungspflicht. Entgeht ihm dadurch ein gefahrenreicher Zustand, dann kann er haftbar gemacht werden.

Ein typisches Beispiel stellt in diesem Zusammenhang die unbeleuchtete Baugrube dar, in die jemand hineinst├╝rzt. Der Bauherr ist hier aus seiner unzureichend nachgekommenen Verkehrssicherungspflicht haftbar und sollte daher eine Bauherrenhaftpflicht abgeschlossen haben.

Wird f├╝r eine spezielle Umbauma├čnahme am Haus keine Fachfirma, sondern ein f├╝r die Aufgaben nur unzureichend bef├Ąhigter Auftragnehmer betraut, haftet der Bauherr unter Umst├Ąnden f├╝r Sch├Ąden aufgrund seiner Auftragsvergabe.

Neben dem Bauherrn k├Ânnen nat├╝rlich auch die beauftragten sachverst├Ąndigen Personen in die Haftung genommen werden.

Bei mehreren Verantwortlichen haftet jeder gesamtschuldnerisch, also f├╝r den gesamten Schaden in voller H├Âhe.

Schutz durch die Bauherrnhaftpflicht

Bauvorhaben bis zu einer Gesamtsumme von 50.000 EUR sind in der Regel ├╝ber die Privathaftpflicht mitversichert. F├╝r Bauvorhaben gr├Â├čeren Umfangs sollte eine Bauherrnhaftpflicht abgeschlossen werden.

Eine Bauherrnhaftpflicht bietet umfassenden Schutz gegen das Risiko von Haftungsanspr├╝chen Dritter und sollte unbedingt vor Beginn der Bauarbeiten abgeschlossen werden.

Die Bauherrnhaftpflicht kostet etwa ein Promille der Bausumme und sch├╝tzt vom Baubeginn bis zur Abnahme.

Die Deckungssumme der Bauherrnhaftpflicht sollte mindestens zwei bis drei Millionen Euro pauschal f├╝r Personen und Sachsch├Ąden betragen.

Die Bauherrnhaftpflicht kann auch Funktionen einer Rechtsschutzversicherung ├╝bernehmen.

Dies ist dann der Fall, wenn unberechtigte Schadenersatzanspr├╝che abgewehrt werden. Die Anwalts-, Sachverst├Ąndigen- und Prozesskosten sind in diesem Fall von der Versicherung abgedeckt.

 

Wir empfehlen ihnen zu diesem Thema auch den Artikel Bauversicherung ├ťbersicht!

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Autor: Stefan Oberhauser
Ver├Âffentlicht in: Versicherung
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