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Baufinanzierung durch Direktbank?

Der Bau des eigenen Hauses zählt wohl zu den größten Investitionen im Leben. Da stellt sich hinsichtlich der Baufinanzierung schnell die Frage, ob die Abwicklung über eine Direktbank sinnvoll ist. Auch sollte die Frage geklärt werden, ob der Bauherr bei einer derart hohen Kreditaufnahme auf sein Bauchgefühl setzen kann!

Das Baudarlehen

Die Abwicklung eines Baudarlehens gehört in professionelle Hände. (Foto: Richterfoto / Clipdealer.com)

Bauherren, deren Traum vom eigenen Haus in unmittelbare Nähe rückt, kommen um die Frage der geeigneten Baufinanzierung kaum herum. Gerade erst haben deutsche Banken erfreulicherweise verkündet, dass die Baufinanzierung wieder günstiger wird. Der Zinssatz für Baudarlehen entspannt sich also und Bauherren können mit Fug und Recht auf attraktive Angebote hoffen. Da stellt sich schnell die Frage, ob eine Baufinanzierung über eine Direktbank nicht günstiger wäre, als die Inanspruchnahme eines Baudarlehens beim örtlichen Bankinstitut. Auch die Frage, ob es gutgehen kann, wenn sich der Bauherr bei einer Kreditaufnahme in dieser Größenordnung auf sein Bauchgefühl verlässt, steht im Raum!

Baufinanzierung – Dienste und Infos, die geboten werden

Generell bieten Direktbanken die gleichen Dienste an, wie Kunden sie beim heimischen Bankinstitut erwarten können. Doch ganz gleich, für welches Vergabeinstitut sich der Bauherr auch entscheidet: Ein Bauchgefühl allein ist kein guter Ratgeber. Vielmehr sollten Bauherren Angebote für die Baufinanzierung vorab gründlich prüfen und miteinander vergleichen. Das Internet beweist sich hier als hilfreicher Partner. Spezielle Rechner, die etwa von der Stiftung Warentest angeboten werden, geben schnell und präzise Auskunft über tagesaktuelle Angebote für die Baufinanizerung. Als wichtigste Vergleichskriterien dienen die Höhe der Tilgungsraten sowie die Laufzeiten.

Baufinanzierung – sind Onlinekredite günstiger?

Generell lässt sich die Aussage treffen, dass Onlinekredite auf den ersten Blick günstiger wirken. Doch die Begeisterung über ein vermeintliches Schnäppchen in Hinblick auf die Baufinanzierung kann schnell verfliegen, wenn die niedrigen Raten mit den dann doch eher langen Laufzeiten und einem hohen Kreditzins in einen Vergleich gesetzt werden. Der Vergleich lohnt dennoch und offenbart, dass viele Direktbanken oftmals unter dem Strich günstigere Angebote offerieren, als die örtlichen Hausbanken. Direktbanken können kosteneffizienter wirtschaften, da weniger Personalkosten anfallen und keine teuren Immobilien unterhalten werden. Seriöse Direktbanken geben diese Vorteile direkt an ihre Kunden weiter. Die Bauherren freut es, kommen sie doch schnell in den Genuss von Guthabenzinsen, die bis zu fünf Prozent betragen können. Solche Angebote beweisen die Konkurrenzfähigkeit mit den Finanzinstituten vor Ort anschaulich.

Baufinanzierung – günstiger Effektivzins macht das Rennen

Für Bauherren ist der sogenannte Effektivzins bei der Baufinanzierung das Maß aller Dinge. Doch es gibt eine Vielzahl weiterer Kriterien, auf die Bauherren bei der Aufnahme eines Baudarlehens bei einer Direktbank unbedingt achten sollten.

Hierzu zählen:

  • Kosten für den Kredit: Zu diesen Kosten zählen auch die Gebühren für den Abschluss von zusätzlichen Versicherungen. Solche Versicherungen sind deshalb von hoher Bedeutung, da sie Risiken wie etwa Rückzahlungsprobleme bei Arbeitslosigkeit, Ehescheidungen und Tod des Kreditnehmers absichern. Die Gebühren hierfür sollten sich im adäquaten Rahmen bewegen.
  • Aufgepasst bei zu hohen Kosten für eine zusätzliche Lebensversicherung. Sind sie unverhältnismäßige hoch angelegt, so kann es sich um ein unseriöses Angebot handeln.
  • Abwägung zwischen Einnahmen und Ausgaben vornehmen. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass während des Zeitraums der Darlehensnahme die Liquidität des Bauherren erhalten bleibt. Die Faustregel hierbei lautet: Einkünfte sollten die die zu erwartenden Ausgaben zur Tilgung des Kredits überschreiten.
  • Nebenkosten einkalkulieren: So werden Notarkosten fällig und auch die Grunderwerbssteuer muss ebenfalls bezahlt werden. Auch anfallende Lebenshaltungskosten während der Bauphase zählen als wichtiger Punkt auf der Ausgabenseite.

Baufinanzierung – Vor- und Nachteile Direktbanken

Vorteile:

Die Vor- und Nachteile einer Baufinanzierung über eine Direktbank sind schnell zusammengefasst. Auf der Positivseite lässt sich der durchgehende Zugriff auf Konten und Verwaltung (Online) verbuchen, sowie die geringeren Kosten der Dienstleistungen. Besonders erfreulich sind dabei die oftmals günstigeren Kreditzinsen beim Baudarlehen. Auch die bessere Erreichbarkeit über die Kernzeiten zwischen 9 Uhr und 16 Uhr hinaus machen Direktbanken zu attraktiven Partnern.

Nachteile:

Als Nachteil steht vor allem der mangelnde persönliche Kontakt zu einem Berater des Vertrauens im Raum. Zwar mühen sich Direktbanken mehr und mehr um noch bessere telefonische Beratungen. Am Ende ersetzen lässt sich das verbindliche und vertrauensvolle Gespräch in den vier Wänden einer Bank dann doch nicht so ganz durch ein solches Telefonat. Hier spielt das Bauchgefühl des Bauherren schließlich doch noch eine Rolle und bestimmt mit, für welche Form der Bank sich der Kreditnehmer am Ende entscheiden wird.

 

Verweise:

Urteil nimmt Bauherren in die Pflicht
Endspurt für die günstige Baufinanzieurung
Baudarlehen – Die Anschlussfinanzierung
Baufinanzierung – Der Vergleich macht sicher

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Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Finanzierung
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