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Gewässerschaden Haftpflichtversicherung oder Öltankversicherung

Öltank – Gefahr im Keller!
Wenn sie ihr Eigenheim mit einer Ölfeuerung beheizen, sind sie auch gezwungen, eine Öltankanlage zur Lagerung des Erdöls zu betreiben. Grundsätzlich ganz und gar unproblematisch! Aber was, wenn der Öltank leck wird und Öl ins Erdreich oder ins Grundwasser fließt?

Gewaesserschaden Haftpflichtversicherung schützt bei leck gewordenem Öltank!

Was, wenn der Öltank leck wird und Öl ins Grundwasser fließt? (Foto: Matthew Rambo / iStockphoto)

In einem solchen Schadensfall können hohe Sanierungskosten entstehen! Aber auch vor Schadenersatzforderungen durch Dritte ist der Betreiber der Tankanlage nicht gefeit.

Zur Deckung dieses Risikos bieten die Versicherungsunternehmen die Gewässerschaden Haftpflichtversicherung an.

Im Rahmen der Gewässerschaden Haftpflichtversicherung – auch Öltankversicherung genannt – ist das Risiko von Sanierungskosten und Schadenersatzansprüchen infolge austretenden Erdöls versichert

Haftung im Schadensfall

Technisch gesehen gibt es zwei Konzepte für Öltankanlagen.

Einerseits kann die Anlage im Haus in einem isolierten Raum angebracht werden oder aber der Öltank wird außerhalb des Hauses, unter Berücksichtigung diverser Sicherheitsvorkehrungen, im Erdreich eingegraben.

Letztere Variante ist hinsichtlich eines Schadensfalles sicherlich etwas risikoreicher, da die Entdeckungswahrscheinlichkeit eines Lecks hier deutlich geringer ist.

Der Schaden wird also erst entdeckt, wenn Verschmutzungen im Wasser oder im Erdreich festgestellt werden.

Speziell in Trinkwasserschutzzonen oder in direkter Nachbarschaft zu Flüssen und Seen ist eine solche technische Lösung also sehr problematisch.

In jedem Fall aber gilt: Egal wer den Schaden verursacht hat, der Betreiber des Öltanks haftet dafür. Und zwar, wie in Haftpflichtfällen üblich, in unbegrenzter Höhe.

Leistungen der Gewässerschaden Haftpflichtversicherung

Im Rahmen der Gewässerschaden Haftpflichtversicherung oder Öltankverischerung sind grundsätzlich Personen-, Sach- und Vermögensschäden versichert.

Die Gewässerschaden Haftpflichtversicherung oder Öltankversicherung trägt im Schadensfall die Kosten für erforderliche Gutachten, für die Entnahme von Bodenproben und gegebenenfalls auch die Kosten für den Abtransport von verschmutztem Erdreich.

Zudem sind auch die Kosten für die Feststellung der Richtigkeit von Schadenersatzansprüchen, die Erstattung von Schadenersatzansprüchen sowie die Abwehr von ungerechtfertigten Schadenersatzansprüchen in der Gewässerschaden Haftpflichtversicherung inbegriffen.

Da die Sanierungskosten im schlimmsten Falle sehr hoch werden können, ist eine Versicherungssumme von mindestens 2 Millionen Euro zu empfehlen.

Die jährlichen Kosten für eine Öltankversicherung liegen zwischen 40 und 70 Euro.

Oft wird die Versicherung auch im Bündel mit anderen Versicherungen angeboten.

Versicherungsausschluss durch die Öltankversicherung

Entspricht die Öltankanlage nicht den empfohlenen Sicherheitsvorschriften oder wird die Tankanlage nicht entsprechend gewartet und kontrolliert, besteht kein Versicherungsschutz.

Bei Elementarereignissen wie z.B. Hochwasser ist der Betreiber der Öltankanlage von seiner Haftung entbunden und somit ist auch die Gewässerschaden Haftpflichtversicherung oder Öltankversicherung von der Deckungspflicht befreit.

 

Wir empfehlen ihnen zu diesem Thema auch den Artikel Bauversicherung Übersicht!

 

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Autor: Stefan Oberhauser
Veröffentlicht in: Versicherung
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