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Beim Hausbau Geld sparen

Dass die eigene Immobilie Geld kostet, dürfte jedem klar sein. Doch die genaue Höhe der Summen erstaunt dann doch den einen oder anderen Häuslebauer. Doch mit den folgenden Tipps wird der Bau ein wenig günstiger.

Pläne und Taschenrechner auf einem Tisch

Durch genaue Planung kann beim Hausbau gespart werden (Bild: VadimVasenin / clipdealer.de)

Wichtige Vorüberlegungen zum Hausbau

Wer in die eigenen vier Wände ziehen möchte, braucht vor allem das nötige Kleingeld dafür. Dieses ist meist zumindest in Teilen in Eigenkapital vorhanden, die restliche Bausumme wird per Kredit finanziert. Dieser ist jedoch nicht in unendlicher Höhe aufzunehmen, sondern sollte schon allein aufgrund der Zinsen gut kalkuliert werden. Es gilt also, beim Bauen zu sparen und alle unnötigen Dinge wegzulassen.

Ein Beispiel dafür ist der Keller: Dieser ist keine Verpflichtung und eher nettes Zubehör als wirklich notwendig. Häuslebauer müssen daher wissen, ob sie sich den Luxus eines Kellers leisten können, auch wenn dieser zugegebenermaßen wirklich praktisch ist. Er macht allerdings einen großen Kostenfaktor aus, der wiederum dafür sorgt, dass sich der Hausbau deutlich verteuert.

Bei der Finanzierung sparen

Ein Vergleich der Kreditangebote ist zwingend notwendig, denn schon kleine Zinsdifferenzen machen auf die gesamte Kreditsumme gesehen viel aus. Mehrere Tausend Euro Unterschied sind möglich! Wer günstiger ins eigene Heim ziehen möchte, setzt auf angepasste Kreditsummen, eine flexible Tilgungsmöglichkeit und die Möglichkeit von Sonderzahlungen. Außerdem sind vielleicht Fördermöglichkeiten interessant, wie sie unter anderem durch die KfW und ihre Zuschüsse möglich sind. Förderdarlehen und Tilgungszuschüsse können den Hausbau finanziell gesehen deutlich erleichtern.

Für alle, die langfristig planen, kann auch ein Bausparvertrag bzw. Wohn-Riester interessant sein. Vor allem bei der letztgenannten Variante gibt es Zuschüsse vom Staat, die sich vor allem für Familien mit Kindern lohnen. Tipp: Auch bei der Steuer lässt sich sparen, wenngleich selbst genutztes Wohneigentum nicht steuerlich geltend gemacht werden kann. Doch bei geschickter Wahl des Grundstücks in Bezug auf dessen Größe sind Kosteneinsparungen möglich. Je größer Haus und Grundstück sind, desto höher sind auch die Steuern.

3 Tipps zum Sparen

Die Finanzierung ist grob geplant und der Wunsch nach einem Eigenheim soll in die Tat umgesetzt werden? Dann kommt es jetzt auf die richtige Herangehensweise an. Um günstiger bauen zu können, sind die folgenden drei Tipps sicherlich hilfreich:

Tipp #1: Geld sparen beim Grundstückskauf

Die meisten Menschen träumen von einem großen Haus mit riesigem Garten, am besten noch mit einem Pool mit Schwimmbahn. Wer das nötige Kleingeld dafür nicht hat, sollte bereits beim Kauf des Grundstücks den Rotstift ansetzen. Vor allem die Lage der Immobilie ist das A und O, wenn es um die Kosten geht. Immobilien im ländlichen Raum sind deutlich günstiger als solche in Stadt(rand)lage, Letztere kosten weniger als Objekte in der Innenstadt. Bei der Wahl des Grundstücks sollte allerdings auch die Verkehrsanbindung berücksichtigt werden. Wer später täglich viele Kilometer in die Stadt zum Arbeiten pendeln muss, nimmt die Einsparungen beim Hausbau wieder zurück, denn Mobilität kostet auf Dauer ebenfalls viel.

Bauherren sollten zudem darauf achten, ob beim Kauf der Immobilie die Anschlüsse an Wasser- und Abwasserleitungen sowie Kabelanschlüsse bereits vorhanden sind. Ist das nicht der Fall, mag die Immobilie zwar günstig sein, die Kosten für den Anschluss an die jeweiligen Leitungen sind jedoch enorm. Auch die Makler- und Notargebühren sowie die späteren Grundstückssteuern bemessen sich an der Größe der Immobilie. Wer also beim Hausbau Geld sparen möchte, sucht nach einem kleineren Grundstück, das übrigens spätestens im Alter große Vorteile in Sachen Instandhaltung vorzuweisen hat.

Tipp #2: Auf Wohnfläche verzichten

Wird das erste Haus geplant, gehen die meisten künftigen Bauherren großzügig vor. Hier noch ein Ankleidezimmer, dort eine Bibliothek (natürlich zusätzlich zum Arbeitszimmer) und ein separater Fitnessraum müssen schon sein. Der Schock kommt bei der Preiskalkulation durch den Architekten. So viel soll das kosten?

Um das Baubudget zu schonen, muss daher auf Wohnfläche verzichtet werden. Erfahrene Immobilienbesitzer wissen, dass es später keinen Unterschied macht, und dass das Objekt dennoch das Traumhaus wird. Mittlerweile kostet jeder Quadratmeter umbauter Raum rund 1.900 Euro, daher gilt es, so viel Wohnfläche wie möglich auf einer kleinen Fläche zu erreichen. Große Eingangsbereiche, üppige Flure und zusätzliche Zimmer sind da fehl am Platze. Vor allem auf verschenkten Raum durch Flure und Treppenhäuser sollte verzichtet werden.

Mit der geringeren Wohnfläche gehen weitere Einsparungen zum Beispiel beim Heizen einher. Ein kleiner Raum erwärmt sich schneller und benötigt daher weniger Energie. Ziehen die Kinder später aus dem Familienheim aus, stehen zudem viele Räume leer – umso ärgerlicher ist es, wenn diese einst sehr großzügig geplant worden sind. Sinnvoller ist es, später einen Anbau oder den Ausbau des Dachbodens vorzunehmen, sollte sich im Laufe des Wohnens herausstellen, dass die vorhandene Wohnfläche doch zu klein ist.

Tipp #3: Die richtige Bauweise wählen

Fertighäuser sind häufig günstiger als Massivhäuser, bieten eine gute Wärmedämmung und kurze Bauzeit. Ein Massivhaus hingegen überzeugt durch seinen hohen Wiederverkaufswert, außerdem ist der Schallschutz hierin um einiges besser. Geht es darum, Geld beim Hausbau zu sparen, sollte der Baukörper so einfach wie möglich gehalten werden. Keine Erker, Giebel oder Balkone einrechnen, denn diese kosten zusätzlich Geld!

Ebenso sinnvoll ist es, auf die Ausrichtung des Hauses auf dem Grundstück zu achten. Ist die Sonneneinstrahlung möglichst lang, lassen sich Heizkosten sparen. Dieser Aspekt wird auch bei der Planung der Fenster wichtig. Große, nach Süden ausgerichtete Fenster erlauben mehr Licht (Stromersparnis!) und Wärme. Ein einfaches Dach (Pult- oder Satteldach) ist weniger aufwendig als ein Krüppelwalmdach. Traditionelle Dachziegel kosten zudem weniger als aktuell modische Schieferplatten. Um das Auto gut unterzubringen, sollte auf einen Carport gesetzt werden. Dieser kostet weniger als die Garage, gilt aber, wenn er auf dem umzäunten Grundstück steht, als ebenso sicher wie die Garage.

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Autor: Veröffentlichung durch Stefan Oberhauser
Veröffentlicht in: Hausbau, Ratgeber
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