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Die gemütliche Kellerwohnung

Der Kellerbereich fristet oft ein stiefmütterliches Dasein. Dabei lässt er sich wunderbar zu einer Einliegerwohnung umbauen! Eine Kellerwohnung hat ihren ganz eigenen Charme und niemand muss sich sorgen, dass es zu dunkel, zu laut oder zu leicht von außen einsehbar ist. Leicht umsetzbare Tricks sorgen für mehr Gemütlichkeit im Souterrain.

Der Keller lässt sich wunderbar zu einer Einliegerwohnung umbauen! (Bild: iriana88w / clipdealer.de)

8 Tipps machen das Souterrain zum perfekten Wohnraum

Das Problem einer Souterrainwohnung besteht vor allem darin, dass sie oft zu dunkel ist. Damit wirkt sie abschreckend auf potenzielle Mieter oder Gäste, die hier untergebracht werden könnten. Auch die Nutzung als Hobbybereich ist somit nur eingeschränkt möglich und ein etwas beklemmendes Gefühl stellt sich rasch ein. Das muss jedoch nicht sein, denn mit einigen einfachen Tricks wird jede Souterrainwohnung und werden alle Räume im Keller zum schönen Wohnraum. Wir haben die besten acht Tipps dafür parat:

Tipp #1: Für mehr Tageslicht sorgen

Das größte Problem im Keller ist das fehlende Licht. Es sollte daher versucht werden, jeden möglichen Lichteinfall zu nutzen. Daher: Weg mit Blumen, Balkonen und anderen Aufbauten vor dem Fenster! Hier sollte versucht werden, so viel Licht wie möglich durch die Fenster zu bekommen, auch wenn diese eher klein sind. Auch Gardinen gehören nicht an die Fenster, Rollos oder Plissees sind die bessere Wahl. Sie wirken luftig und verdunkeln den Raum nicht unnötig.

Tipp #2: Mit Beleuchtung fehlendes Tageslicht ausgleichen

Für das Wohnen im Souterrain ist Licht unverzichtbar und wenn es kein ausreichendes Tageslicht gibt, dann muss eben künstliches Licht helfen. Eine indirekte Beleuchtung sollte so gesetzt werden, dass sie die Decke optisch hebt. Damit wirkt der Raum viel größer und luftiger. Farbige Akzente lassen sich mit bunten Spots setzen. Wichtig: Bloß keine dunklen Möbel auswählen! Sie wirken schwer und erdrückend, verkleinern den Raum und schlucken das Licht. Beim Kauf von LEDs sollte gelbes Licht gewählt werden, das wirkt wärmer und gemütlicher.

Tipp #3: Die passenden Farben wählen

Wichtig ist, dass die Wände hell gestaltet sind. Auch wenn dunkle Töne beruhigend wirken, sind sie doch hier fehl am Platze. Weiß ist die Farbe der Wahl, auch ein helles Beige ist akzeptabel. Damit kein klinischer Eindruck entsteht, sollten farbige Akzente gesetzt werden. Dies geht am besten mit leuchtenden und vor allem hellen Farben, sie bringen zusätzlich ein Plus von Licht in die Räume. Auch Rohre, Heizkörper, Leitungen und alles andere, was farblich abgesetzt werden kann, sollte nur hell gestaltet werden. Rund um die Fenster ist ebenfalls Weiß die beste Wahl, denn so wird das wenige einfallende Sonnenlicht am besten reflektiert.

Tipp #4: Sichtschutz sorgt für Privatsphäre

Neben dem oft fehlenden Licht ist die mangelnde Privatsphäre eines der Hauptprobleme in Souterrainräumen. Liegen die Zimmer zur Straßenseite und befinden sich dort Fenster, helfen Rollos oder Gardinen, um unerwünschte Blicke fernzuhalten. Wohnungstüren sollten ohne Glaseinsatz gewählt werden. Alternativ sollte das Glas so gestaltet sein, dass von außen zwar Licht in den Raum dahinter fallen kann, Betrachter von außen jedoch keine Einzelheiten, die sich hinter der Tür abspielen, erkennen können. Milchglas ist eine Alternative, auch Muster auf dem Glas sind hervorragend als Blickschutz geeignet. Befindet sich eine Terrasse vor den Fenstern, sollte ein Sichtschutz aufgestellt werden.

Tipp #5: Helle Böden sorgen für mehr Wohnlichkeit

Böden werden gern dunkel gewählt, weil bei dieser Variante Schmutz weniger gut sichtbar wird. Doch wer den Keller zur Wohnung ausbauen will, sollte auf eine möglichst helle Einrichtung setzen und die betrifft auch den Böden. Teppich, PVC oder Laminat sollte daher möglichst hell gestaltet sein, vorhandene Holzböden können hell lackiert werden. Wichtig ist, dass die Böden nicht kalt sind, denn dies ist ein häufiges Problem bei Kellerräumen. Der Einbau einer Fußbodenheizung ist die optimale Lösung, allerdings auch die aufwendigste und teuerste. Alternativ können die Böden isoliert und mit flauschigen Teppichen versehen werden.

Tipp #6: Für Sicherheit sorgen

Im Keller fühlen sich viele Menschen nicht sicher und haben das Gefühl, dass es Einbrecher hier leichter hätten als in der Etage darüber. Türen und Fenster sollten daher mit Schlössern gesichert werden, auch eine Alarmanlage ist sinnvoll. Überwachungskameras, auf die per Smartphone von überall aus Zugriff besteht, ergänzen das Sicherheitspaket. Auch ein Bewegungsmelder, bei dem sich Licht einschaltet, wenn Bewegungen wahrgenommen werden, ist hilfreich. Dass die Wohnungstür immer abgeschlossen werden sollte, versteht sich von selbst.

Tipp #7: Feuchtigkeit aussperren

Viele Kellerräume sind feucht und es besteht die Gefahr der Schimmelbildung. Gleichzeitig lassen sich die Räume häufig schlechter lüften als die Zimmer in den oberen Etagen, denn aufgrund kleiner Fenster und schlechterer Zugluft ist der Luftaustausch weniger gut gegeben. Um nun die Feuchtigkeit zu regulieren, sollten Dampfsperren und Drainagen eingebaut werden, am besten schon beim Ausbau der Räumlichkeiten. Handelt es sich um Räume, die schon bestehen, kann ein elektrischer Luftentfeuchter Wunder wirken.

Dennoch sollte versucht werden, täglich ausreichend zu lüften, wobei sich die Stoßlüftung am besten bewährt hat. Fenster, die nur einfach isoliert sind, sollten ausgetauscht werden – Fenster mit Dreifachverglasung sind die bessere Wahl. Damit lassen sich Kältebrücken vermeiden. Steigt die Nässe von unten auf und kriecht ins Mauerwerk, helfen einfache Tipps aber nicht weiter. Es ist nötig, bauliche Maßnahmen zu ergreifen, zu denen der Schutz des Mauerwerks gegen Feuchtigkeit gehört. Auskoffern, Anstriche und Verkieselungen sind dann die Mittel der Wahl.

Tipp #8: Die passenden Möbel wählen

Wie bereits erwähnt wurde, sind helle Möbel die idealen Einrichtungsgegenstände. Gleichzeitig sind kleinere Möbel, die keine Schatten werfen, bestens geeignet, um den Raum heller wirken zu lassen. Dabei sollten auch keine großen Muster gewählt werden, denn diese verkleinern den Raum zusätzlich und lassen ihn unruhig wirken. Eine gute Wahl sind Spiegel, sie können Lichtquellen reflektieren und lassen den Raum größer wirken, wenn sie geschickt positioniert werden. Zimmerpflanzen müssen geschickt ausgewählt werden: Nötig sind Varianten ohne großen Lichtbedarf, gleichzeitig müssen die Pflanzen klein sein, damit sie selbst keine Schatten werfen.

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Autor: Veröffentlichung durch Stefan Oberhauser
Veröffentlicht in: Hausbau
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