Zugänge zum Haus, zum Keller oder zur Terrasse sind häufig über eine stabile Treppe begehbar. Diese ist im Laufe der Zeit großen Belastungen ausgesetzt und muss nicht nur das Betreten durch die Hausbewohner aushalten, sondern auch Wind und Wetter trotzen. Regen, Frost und die Hitze im Sommer setzen der Außentreppe zu und lassen sie altern. Nun ist rasche Hilfe nötig, denn Schadstellen können auch ein großes Gefahrenpotenzial entwickeln.

Durch Treppensanierung Stolperfallen beseitigen (Bild: DimitriosP / clipdealer.de)
Notwendigkeit und Vorarbeiten einer Treppenreparatur
Sichere Treppen und Podeste entstehen durch das Einhalten von Sicherheitsvorgaben schon bei der Planung. Eine Stufe muss hoch und tief genug sein, um sicher begangen zu werden, außerdem muss die nötige bauliche Stabilität gegeben sein. Doch trotz aller Vorschriften und deren baulicher Umsetzung kann eine Treppe aus Altersgründen bzw. durch Schäden gefährlich werden. Ein durch das ständige Nutzen ausgetretener Zugang kann zur Stolperfalle werden, weil die Oberfläche nicht mehr eben ist. Risse und Löcher werden durch Regen oder Schmelzwasser gefüllt, dieses Wasser friert jedoch im Winter und kann zu Absprengungen und weiteren Rissen führen.
Außerdem bilden sich Moos und Algen an rauen Stellen, sodass die Treppe schon bei wenig Nässe sehr rutschig wird. Stück für Stück löst sich die Treppe regelrecht auf und es bedarf einer umfassenden Sanierung, um den Zugang wieder sicher zu gestalten. Das muss allerdings nicht sein, denn wenn kleinere Schäden rechtzeitig repariert werden, lassen sich größere Schadstellen verhindern. Solche Reparaturen sind sogar in Eigenregie möglich.
Treppensanierung richtig planen
Zuerst gilt es, sich ein genaues Bild über den tatsächlichen Schaden zu machen. Welche Ausbesserungsarbeiten sind nötig? Muss die Treppe ersetzt werden oder reicht es, die kleineren Schäden zu beheben? Handelt es sich um eine Holztreppe, sollten auch die tragenden Teile einer genauen Inspektion unterzogen werden. Tipp: Sofern die Treppe fest mit dem Haus verbunden ist und sich rund um den Zugang Risse im Mauerwerk zeigen, sollte ein Fachunternehmen mit der Sanierung beauftragt werden.
Meist ist es dann für einen Heimwerker nicht möglich, die nötigen Reparaturen in dem Maße vorzunehmen, dass weitere Schäden verhindert werden. Bei Kellertreppen im Außenbereich kommt zudem häufig ein Feuchtigkeitsproblem hinzu, sodass auch dieses behoben werden muss, ehe die Treppe nachhaltig saniert werden kann. Im Zuge der Planung einer Sanierung muss daher die Frage beantwortet werden: Kann ich die Arbeiten allein bewerkstelligen oder ist das Fachwissen eines Experten nötig?
Durchschnittliche Kosten einer Treppenreparatur
Wie hoch die Kosten für die Treppenreparatur tatsächlich werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Bauweise und Material der alten Treppe
- Breite und Höhe der Treppe
- Umfang der Beschädigungen
- geplante Art der Sanierung
- nötige Materialien zur Reparatur
- Beauftragung eines Fachunternehmens nötig
- Statikberechnungen nötig
Als besonders günstig hat sich die Reparatur einer Betontreppe erwiesen, denn hierbei sind die Materialkosten vergleichsweise niedrig. Eine Treppe aus Natursteinen hingegen ist sehr teuer, pro Einzelstufe muss hier mit Kosten ab 50 Euro gerechnet werden. Eine komplett neue Natursteintreppe kostet durchschnittlich mehrere Tausend Euro.
Ebenfalls sehr teuer in Bezug auf Reparaturen sind Maßanfertigungen. Wichtig: Werden nur neue Stufenbeläge aufgebracht, spielt die Rutschsicherheit eine wichtige Rolle. Die einzelnen Beläge unterscheiden sich diesbezüglich, sodass eine umfassende Beratung vorab sinnvoll ist.
So kann eine Stein- oder Betontreppe saniert werden
Auf der einen Seite müssen Eigentümer Vorgaben für Treppen beachten und diese in Bezug auf Sicherheit und Witterungsbeständigkeit sanieren. Auf der anderen Seite sollen stilistische Anforderungen erfüllt werden, immerhin beeinflusst die Außentreppe die Optik des Hauses maßgeblich.
Wie gut, dass die meisten Treppen im Außenbereich aus Stein oder Beton bestehen, so lassen sich auch von Laien Ausbesserungsarbeiten durchführen, ohne die Optik allzu sehr zu beeinträchtigen. Als erster Schritt vor den Arbeiten ist die gründliche Reinigung der Treppe wichtig. Danach kann es an das Abtragen des alten Materials gehen.
Schritt für Schritt zur sanierten Außentreppe
Die folgenden Einzelschritte geben einen Anhaltspunkt, wie bei der Sanierung der Außentreppe aus Stein oder Beton vorgegangen werden kann:
1. Entfernen des alten Materials
Nach der Reinigung mit einem Hochdruckreiniger zeigt sich das Ausmaß der Schäden, denn bei dieser Säuberungsaktion werden lose Stein- und Betonteile mit entfernt. Weiteres brüchiges Material kann mit Hammer und Meißel vorsichtig abgeschlagen werden. Die Ränder der nun entstandenen Schlagstellen werden mit einem Winkelschleifer begradigt.
2. Auffüllen der Schadstellen
Löcher, Risse und weitere Schadstellen werden jetzt mit Mörtel aufgefüllt. Kunststoffvergütete Mörtel sind bei trockenen Treppen ebenso geeignet wie Epoxidharzmörtel, wobei die Schicht nicht mehr als fünf Millimeter betragen sollte.
Es ist ratsam, zuvor eine spezielle Haftemulsion aufzutragen, um die nötige Grundierung zu erreichen. Wird die Treppe häufig nass? Dann ist Zementmörtel ideal, der in einer Schichtstärke von mehr als fünf Millimeter aufgetragen wird. Dickflüssige Haftschlämme bildet hierbei die Grundierung.
Tipp: Handelt es sich um große Schadstellen, ist eine Schalung sinnvoll. Es kann zudem hilfreich sein, den Mörtel mithilfe von Edelstahlschrauben abzustützen. Diese werden in von unten in den Beton eingebrachte Bohrlöcher geschraubt, wobei die Schrauben wenigstens einen Zentimeter weit aus dem Beton herausragen sollten. Sie werden später mit Mörtel abgedeckt.
3. Glätten
Sind die ausgebesserten Stellen komplett getrocknet, können sie mit einem Bandschleifer vorsichtig geglättet werden. Nun folgt als Abschluss eine Beschichtung aus flüssigem Kunststoff oder das Aufbringen eines Treppenbelags für Außentreppen. Damit lässt sich die frische Oberfläche ausreichend schützen und vor neuerlichen Schäden bewahren. Außerdem ist es sinnvoll, die vorderen Kanten mit speziellen Profilen zu sichern.
Eine Genehmigung für eine Treppe im Außenbereich ist im Übrigen nicht nötig, auch dann nicht, wenn sie neu oder zusätzlich errichtet werden soll. Da die Treppe in der Regel nötig ist, um ein Stockwerk zu erreichen und damit das Gebäude wie vorgesehen nutzen zu können, handelt es sich um eine bauliche Notwendigkeit. Wer eine neue Treppe bauen möchte und bezüglich der Genehmigung unsicher ist, sollte sich vorab beim zuständigen Bauamt nach eventuellen Vorgaben erkundigen.
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