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Was kommt aufs Dach?

Neben den klassischen Materialien für die Dacheindeckung haben sich in der Vergangenheit noch ganz andere Werkstoffe hervorgetan. Dazu gehören unter anderem: Aluminium, Kupfer, Stahl.
Welches dieser Materialien spielt wann seine Stärken aus? Gerade beim Thema Dacheindeckung stehen sich meist verschiedene Aspekte gegenüber. Auf der einen Seite soll das Ganze mit so geringen Kosten wie möglich auskommen. Gleichzeitig ist aber eine umfassende Korrosionsbeständigkeit gefragt.

Kupferdach mit grüner Patina

Grüne Patina auf markantem Kupferdach (Bild: buccaneer/clipdealer.de)

Aluminium – leicht, formbar und korrosionsbeständig

Bei den Materialien für die Dacheindeckung hebt sich Aluminium aus mehreren Gründen ab. Auf der einen Seite handelt es sich hierbei um ein Material mit sehr guten Formungseigenschaften. Darüber hinaus ist Aluminium sehr leicht und überzeugt vor allem durch seine sehr hohe Korrosionsbeständigkeit.

aher zeichnen sich Dächer, die mit Aluminium eingedeckt werden, durch eine besondere Langlebigkeit aus. Auf der anderen Seite hat das Material natürlich auch einige Nachteile. Dazu gehört unter anderem die Tatsache, dass sich Aluminium nicht löten lässt. Beschädigungen sind daher nur mit größerem Aufwand zu beseitigen. Schwierig kann zudem die Verformbarkeit werden – etwa im Zusammenhang mit der winterlichen Schneeauflast.

Kupfer – der Klassiker fürs Kirchendach

Kupferblech auf dem Dach ist gerade bei historischer Bausubstanz ein gewohntes Bild. Vorteile wie:

  • leichte Formbarkeit
  • Korrosionsbeständigkeit
  • Verträglichkeit gegenüber mineralischen Baumaterialien

sprechen für Kupfer. So wurde die Turmspitze der Villa Europa einst in Kupfer gefertigt und auch heute so belassen, wie auf allgemeinebauzeitung.de berichtet wird. Allerdings tauchen bei dessen Verwendung auch Probleme auf. Dazu gehört die Tatsache, dass sich Kupfer nur schwer mit anderen Metallen kombinieren lässt und die farbgebende Oxidschicht unterschiedlich stark ausfallen kann.

Daher ist ein schönes Grün auf dem Dach auch beim Griff zu Kupfer nicht vorprogrammiert. Und auch die Korrosion im Beisein anderer Metalle (wie beispielsweise Zink) ist hier durchaus als limitierender Faktor in Betracht zu ziehen.

Stahlblech auf dem Dach

Metalle müssen für Dacheindeckungen besondere Anforderungen im Rahmen der Korrosion erfüllen. Stahl scheint auf den ersten Blick eher ungeeignet, wird aber trotzdem verwendet – entweder als Edelstahl oder verzinkt. Speziell die Variante Edelstahl erreicht hohe Lebensdauern und korrodiert auch beim Kontakt mit vielen anderen Materialien nicht. Nachteilig wirken sich unter anderem:

  • die hohen Herstellungskosten
  • ein hoher Verlegeaufwand und
  • eingeschränkter Gestaltungsspielraum

aus. Verzinkte Stahlbleche sind in diesem Zusammenhang zwar wesentlich günstiger und erlauben einen geringeren Verlegeaufwand. Schwierig wird deren Verwendung aber aufgrund einer höheren Korrosionsanfälligkeit. Greift diese am Stahlblech an, bleibt meist nur noch dessen Austausch. Fachbetriebe wie www.bmt-metalltechnik.de unterstützen Bauherren nicht nur bei der Umsetzung der Dachkonstruktion, sondern sind auch beratend in Bezug auf das zu verwendende Material behilflich.

Fazit: Was aufs Dach kommt, entscheidet der Standort

Mit welchem Blech ein Dach gedeckt werden kann, hängt neben dem Geldbeutel vor allem von den Standortfaktoren ab. Wo Wind und Wetter angreifen, aber eine hohe Lebensdauer erreicht werden soll, sind Edelstahl bzw. Aluminium mögliche Optionen. Verzinktes Stahlblech kann dagegen beim Kosten einsparen helfen – wenn der Faktor Korrosion keine zu große Rolle spielt.

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Autor: Stefan Oberhauser
Veröffentlicht in: Hausbau
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