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Darlehen für Immobilien – günstig wie nie

Baufinanzierungen sind erneut billiger geworden – dafür sorgte eine Ankündigung von Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB). Draghi kündigte an, die Strafzinsen für Geldeinlagen der Banken zu erhöhen, wodurch Geldhäuser für ungenutzte Geldreserven bestraft werden würden. Die Banken versuchen daher ihre Einlagen zu verringern und durch entsprechende Kredite auf den Markt zu bringen. Dadurch steigt der Konkurrenzkampf unter den Banken, wodurch sich Kreditnehmer momentan über außergewöhnlich günstige Konditionen freuen dürfen.


Bildrechte: Flickr Plattenbau mit Balkon Thomas Kohler CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Auch die Zinsen folgen seit einiger Zeit diesem Trend. Schließlich sind die Zinsen bereits seit Juli dieses Jahres rückläufig, was sich besonders auf Baufinanzierungen auswirkt. Momentan erhalten Kreditnehmer für ihre Immobilienfinanzierungen eine Zinsbindung, die deutlich unter 1,5 Prozent liegt.

Tiefpunkt erreicht?

Aufgrund der günstigen Konditionen, finanzieren immer mehr Deutsche ihren Traum von den eigenen vier Wänden über einen Baukredit. Je nach Kredittyp und Anbieter, unterscheiden sich die Angebote jedoch enorm. Wer sich hierbei effektiv informiert und geschickt vergleicht, kann noch zusätzliche Prozentpunkte herausschlagen. Banken, wie beispielsweise die ING-DiBa, bieten hierzu einen bequemen Online-Service an. Dort können Kreditinteressierte ihre Eckdaten eintragen und die aktuellen Kreditkonditionen der Bank abfragen.
Wer sich die aktuell günstigen Konditionen vieler Kreditgeber sichert, handelt damit genau richtig – meint zumindest der Experte Stephan Gawarecki. Er rät von weiterem warten ab, da die momentan geltenden Zinsen nicht weiter sinken können. Sofern der eigene finanzielle Rahmen Stimme und ein passendes Objekt vorhanden sei, rät der Experte daher zur baldigen Finanzierung.

Kredite für Jetzt oder die Zukunft

Neben dem traditionellen Baukredit, können sich Kunden zwischen drei verschiedenen Darlehensvarianten entscheiden. Je nach Planungsstand oder Bauvorhaben, eignen sich diese Varianten unterschiedlich gut für die Finanzierung der eigenen Immobilie.

  • Eine besonders beliebte Variante ist der sogenannte Volltilgungskredit. Größter Vorteil dieser Kreditvariante ist die Planungssicherheit. Hierbei bleiben die Konditionen während der gesamten Kreditzeit unverändert. Viele Banken gewähren bei dieser Variante einen zusätzlichen Rabatt, wenn Kreditnehmer eine Zinsvereinbarung bis zum Laufzeitende unterschreiben. Dadurch erhalten beide Seiten eine gewisse Sicherheit, da sich die Konditionen nicht verändern und keine unvorhergesehenen Überraschungen entstehen können.
  • Etwas dynamischer geht es hingegen bei der flexiblen Baufinanzierung zu. Kreditnehmer können hierbei die Tilgungsraten anpassen und zusätzlich Sonderzahlungen vornehmen. Wie hoch diese Sondertilgungen oder Ratenanpassung sein dürfen, wird allerdings meist vorab im Kreditvertrag geregelt. Je nach Vertrag, können Kreditnehmer ihre Tilgungshöhe einmal im Jahr neu festlegen und Sonderzahlungen zwischen fünf bis zehn Prozent der Darlehenssumme vornehmen.
  • Kreditinteressierte ohne konkretes Bauvorhaben, können sich ebenfalls die aktuell günstigen Zinsen sichern – mithilfe eines Forward-Darlehens. Forward-Darlehen sind Kredite, die erst zu einem späteren Zeitpunkt eingelöst werden. Wer beispielsweise erst in einem Jahr eine Immobilie kaufen möchte, kann sich auf diese Weise die momentan niedrigen Zinsen sichern. Ein Forward Darlehen ist daher wie eine verbindliche Kredit-Reservierung zu verstehen. Banken berechnen für diese Reservierung allerdings einen Zinsaufschlag von 0,3 bis 0,5 Prozent.
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Autor: Linda Benninghoff
Veröffentlicht in: Finanzierung
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