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Tipps zu Planung, Auswahl und Aufbau eines Sonnensegels

Aufgrund seiner Vorteile gegenüber einem Sonnenschirm wird das Sonnensegel zum immer beliebteren Schattenspender am Haus und im Garten. Ob als schattige Überdachung über dem Balkon, als luftiger Sonnenschutz über der Terrasse oder als schützendes Dach über dem Sandkasten der Kinder – das Segel ist vielseitig und unkompliziert einzusetzen. Damit es seine Funktion voll erfüllen kann, sollte es jedoch gut geplant und fachgerecht gespannt werden.

Größe, Form und Material des Sonnensegels sind entscheidend. (Fotoquelle: gischtlibu / clipdealer.de)

Größe, Form und Material des Sonnensegels sind entscheidend. (Fotoquelle: gischtlibu / clipdealer.de)

Planung und Auswahl des Segels

Bei der Auswahl des Sonnensegels sollten Sie zwei wichtige Punkte beachten:

  • Größe und Form
  • Material und Funktion

Bei den Maßen sind Sie sehr flexibel, da es den Sonnenschutz inzwischen in verschiedensten Größen und Formen gibt. Viele Hersteller fertigen sogar nach Maß. Entscheidend für Größe und Form ist daher immer der Bereich, den Sie beschatten möchten. Das Sonnensegel sollte größer sein als die zu beschattende Fläche. Bei L-förmigen sowie bei sehr großen Terrassen benötigen Sie in der Regel zwei Segel. Durch unterschiedliche Neigungswinkel können Sie so auch vor seitlich einfallendem Sonnenlicht Schutz bieten.

Sonnensegel sind in unterschiedlichen Materialien erhältlich. Hier sind zum einen die Funktion – Hitze-, Sonnen- und Regen-Schutz – und zum anderen der Standort entscheidend. Wer für Hitze- und Sonnenschutz gleichzeitig sorgen möchte, sollte sich für ein luftdurchlässiges Segeltuch entscheiden, das allerdings Wasser durchlässt. Diese sind in der Regel aus HDPE (High Density Polyethylen) gefertigt. Wasserundurchlässige Tücher können gleichzeitig als Regen- und Sonnenschutz dienen, für den Hitzeschutz eignen sie sich hingegen weniger, da hier die Luft nicht nach oben hin zirkulieren kann. Sie sind meistens aus Polyester gefertigt. Wenn dort, wo Sie das Sonnensegel montieren möchten, oft starker Wind weht, sollten Sie ebenfalls zu einem luftdurchlässigen Modell greifen.

Weitere wichtige Eigenschaften für Segeltuch-Material, damit Sie lange daran Freude haben:

  • Farbechtheit
  • Verrottungsfestigkeit
  • Fäulnishemmung
  • Schmutzabweisung
  • UV-Schutz nach Standard 801

Befestigungsweisen für Sonnensegel

Ein Sonnensegel können Sie auf 3 verschiedene Weisen befestigen:

  • Vollständig freistehend: Montage an Sonnensegel-Masten bzw. Pfosten mit Ringösen oder Seilkurbelsystem, um das Gefälle zu verändern
  • Hausseitig: Verankerung an der Hauswand oder an Dachbalken
  • Kombination von hausseitiger und freistehender Montage
Der Aufbau des Sonnensegels benötigt etwas Geschick und Geduld. (Fotoquelle:  	piovesempre / clipdealer.de)

Der Aufbau des Sonnensegels benötigt etwas Geschick und Geduld. (Fotoquelle: piovesempre / clipdealer.de)

Bei einer Verankerung am Haus sollten Sie sicherstellen, dass diese den Zugkräften, die durch das Sonnensegel entstehen, auch problemlos standhält. Unterschätzen Sie diese bitte nicht: Vor allem bei größeren Modellen sind die Zugkräfte schon bei leichtem Wind enorm. Löst sich die Verankerung werden Seil und Öse zu gefährlichen Geschossen.
Bei der Befestigung an Stangen oder Masten müssen diese in den Boden einbetoniert werden mit einem ausreichend starken Fundament. Diese Art und Weise hat den Vorteil, dass Sie das Segel dann sehr leicht in der Neigung verstellen können. Es gibt Pfosten und Masten entweder mit einem komfortablen Kurbelsystem oder mit Ösen, in welche die Spannseile auf unterschiedlicher Höhe verankert werden. So können Sie einfach die richtige Neigung je nach Sonnenstand einstellen.

Planungs- und Befestigungstipps

Wenn Sie die Befestigung für das Sonnensegel anbringen, bedenken Sie, dass sich das Tuch durch die Spannung erst einmal ausdehnt. Als Richtwert gilt: Etwa1 Prozent bei wasserundurchlässigem, 2 bis 4 Prozent bei luftdurchlässigem Material. Sie sollten daher die Befestigung etwas weiter nach außen setzen. Am Anfang wird das Segel dann zwar etwas zu kurz sein, die fehlenden Zentimeter können Sie aber unkompliziert mit einem Stück Tau oder einem weiteren Karabinerhaken überbrücken. Wenn Sie das Segel ausbreiten, können Sie die Punkte für die Befestigung bestimmen.

Ein weiterer Aspekt, den Sie unbedingt bei der Befestigung berücksichtigen sollten, ist ein Gefälle. Dieses ist notwendig, damit das Regenwasser abfließen kann. Bleibt es auf dem Tuch stehen, kann dieses auf Dauer Schäden davon tragen. Die Neigung sollte bei wasserundurchlässigen Modellen 14 Prozent, bei luftdurchlässigen 20 bis 30 Prozent betragen. Dies entspricht etwa 30 cm Höhenunterschied pro Meter am Boden.

Die 5 wichtigsten Aufbau-Tipps

Zwar sieht es leicht aus, wenn das Sonnensegel so in der Luft schwebt. Der Aufbau benötigt aber etwas Geschick und Geduld.

  • Zunächst breiten Sie das Segeltuch vollständig aus, damit es sich glätten kann.
  • Die Zugrichtung sollte immer in einer geraden Linie verlaufen.
  • Zum Spannen immer die Segelspanner auf maximale Länge ausdrehen, denn sonst tun Sie sich spätestens beim dritten Spannseil enorm schwer.
  • Verwenden Sie besser Seilklemmen, anstatt die Spannseile in den Verankerungen zu verknoten. Das erzeugt deutlich mehr Stabilität, außerdem können Sie so das Segel auch schneller wieder lösen.
  • Drehen Sie die Segelspanner immer reihum nach und nach fest. Bei höhenverstellbaren Sonnensegel-Masten spannen Sie das Seilzugsystem ebenfalls nach und nach an den jeweiligen 4 Eckpunkten.
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Autor: Beatrice Isgro
Veröffentlicht in: Ratgeber
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