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Luftdichtigkeitsmessung nach Dämmung

Eine umfassende Dämmung der Immobilie bringt große Vorteile. So kühlen Wohnungen im Winter nicht so stark aus. Im Sommer hingegen wird es in den eigenen vier Wänden nicht zu heiß. Eine gute Dämmung bietet zudem Schutz vor Feuchtigkeit und Zugluft. Eine abschließende Luftdichtungsmessung macht eine Sanierung perfekt.

Blower-Door-Test

Nach Sanierungen empfehlen sich Tests zur Prüfung der Dichtigkeit Foto: vpb.de)

Im Idealfall ist der Neubau wind- und luftdicht und darüber hinaus auch dampfdiffusionsdicht. Dies bedeutet, dass Wärme verlässlich im Haus bleibt, hingegen sollen Feuchtigkeit und Wasserdampf entweichen können. Für Bauherren ist es daher besonders wichtig zu wissen, ob alle diesbezüglichen Kriterien beim Bau auch tatsächlich erfüllt wurden und die Handwerker die Arbeiten mit großer Sorgfalt ausgeführt haben. Eine Luftdichtigkeitsmessung kontrolliert diese Qualitätsanforderungen.

EnEV und Luftdichtigkeitsmessung

Luftdichtheit von Gebäuden wird auch in den jeweils aktuellen Fassungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt. Allein danach sollten Hausbesitzer allerdings nicht gehen. Denn die hier festgelegten Grenzwerte für die Luftwechelrate durch Luftleckagen machen aus einem frisch gedämmten Haus nicht zwangsläufig ein angenehm bewohnbares Ambiente ganz ohne Bauschäden.

Luftdichtigkeitsmessung spürt Lecks auf

Erst die Luftdichtigkeitsmessung gibt nähere Aufschluss darüber, ob Lecks vorhanden sind. Doch auf welche Weise wird eine solche sogenannte Luftdichtigkeitsmessung durchgeführt, fragt sich so mancher Hausbesitzer. Experten wenden spezielle Methoden an, um Lücken in der Dämmung auf die Spur zu kommen. So wird an der Außentür des Gebäudes ein Gebläse installiert. Es erzeugt einen Winddruck in einem ganz bestimmten Maße auf das Haus aus.

Luftdichtigkeitsmessung plus Innen-Thermographie

Darüber hinaus empfehlen Experten, zusätzlich eine Innen-Thermographie. Sie dient als weitere Methode, um zu prüfen, ob die Luftdichtheit entsprechende den Vorgaben vorhanden ist oder ob sich undichte Stellen im frisch sanierten Haus abzeichnen. Gerade bei der umfassenden Dachsanierung ist eine solche Messung unbedingt angeraten.

Der beste Zeitpunkt, um eine Luftdichtigkeitsmessung durchzuführen, ist dann gegeben, wenn die sogenannte Dampfbremsfolie noch nicht vollständig zugedeckt ist, erklärt Energieberater Horst Frank von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Damit können Hausbesitzer zeitgerecht Lecks in der Dämmung feststellen und bereits während des Dämmvorgangs Ausbesserungen fordern und durchführen lassen. Gleiches gilt für Hausbesitzer, die in Kürze ein schlüsselfertiges Haus übernehmen.

Luftdichtigkeitsmessung hinterfragen

Sie sollten ebenfalls eine solchen Luftdichtigkeitsmessung durchführen lassen, empfehlen Experten. Immerhin könne es sein, dass sowohl Fenster als auch Türen nicht ausreichend luftdicht in die jeweiligen Mauern eingepasst wurden. Auch können Übergänge von Wand zum Dach undicht sein und somit Luft durchlassen. Der beste Weg ist es, wenn Häuslebauer selbst einen unabhängigen Sachverständigen beauftragen. Und zwar auch dann, wenn Bauunternehmen solche Untersuchungen als Teil der Dienstleistung in den Vertrag eingebracht haben, raten Experten.

Darüber hinaus sollten sich Bauherren den sogenannten Blower-Door-Test sowie die Ergebnisse der Thermographie erklären und auch schriftlich aushändigen lassen. Laut Experten stehen die am Bau tätigen Handwerker in der Pflicht, die Luftdichtheit dauerhaft zu gewährleistet. In der speziellen Erklärung der Fachunternehmer wird zudem bestätigt, dass alle diesbezüglichen Arbeiten gemäß den Anforderungen der EnEV ausgeführt wurden.

 

Energiesparen, aber richtig:

Verweise:
Baumängel sind ein Fall für Experten
Der schlüsselfertige Bauvertrag
Immobilien-Zustand vor Kauf gründlich prüfen
Immobilien – Zustand vor Kauf gründlich prüfen
Bauabnahme: Interview mit Dipl.-Ing. Ulrich Schiffler
Aufgepasst bei der Bau-Abnahme

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