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Baugrund stets begutachten lassen

Angesichts idyllisch gelegener Grundstücke wird der Wunsch nach einem eigenen Haus geradezu angefacht. Bauherren greifen dann schon einmal überstürzt zu und erwerben den begehrten Grund und Boden ohne vorherige Begutachtung. Das kann teuer werden.

Baugrund-Untersuchung

Eine geologische Untersuchung des Baugrunds ist unerlässlich (Foto: prometeus / Clipdealer.de)

Traumhaft gelegene Grundstücke sind bei Bauherren besonders begehrt. Werden sie von Gemeinden angeboten, wiegen sich die künftigen Grundbesitzer hinsichtlich der Qualität des Grundstücks häufig in trügerischer Sicherheit. Sandböden, Wasser und andere Unwägbarkeiten lassen den Bau mitunter zu einem gefährlichen Abenteuer werden. Zu den besonderen Gefahren zählen auch einreißende Wände.

Baugrund unter der Lupe

Wird Bauland geboten, dass über eklatante Qualitätsmängel verfügt, so lässt sich das im Vorfeld nicht ohne Weiteres erkennen. Steile Hanglagen, sehr weiche Baugrundböden und nahe liegendes Grundwasser machen den Neubau zu einem riskanten Geschäft mit einem kaum einzuschätzenden Risiko. Die Folgen können vielfältig sein und spiegeln sich in Rissen und Feuchtigkeitsschäden wider. Kein Bauherr muss solche Unwägbarkeiten eingehen Mittels Baugrundgrunduntersuchung lassen sich derartige Risiken bereits im Vorfeld sicher ausschließen.

Geologische Untersuchung für Baugrund

Geologische Untersuchungen für Baugrund werden von unabhängigen Sachverständigen wie etwa Experten beim Verband Privater Bauherren (VPB) angeboten und bieten hinsichtlich der Wahl des geeigneten Grundstücks für das Traumhaus Sicherheit. Wie tief gegraben wird, hängt von der Kellertiefe ab. Ist ein Keller geplant, der zwei Meter hoch ist, so werden Proben aus etwa fünf bis sechs Metern Tiefe erhoben. Eine solche, sogenannte tiefe Bodenprobe offenbart unterschiedliche Schichten des hier vorhandenen Erdreichs und gibt ausreichend Rückschlüsse auf die Tragfähigkeit sowie die vorhandenen Wasserverhältnisse in der Erde.

Maßnahmen beim Baugrund

Entspricht das Gutachten nicht den Anforderungen, so kann der Baugrund nachgebessert werden. Infrage kommen kann dann ein in Teilen oder aber auch kompletter Austausch des Bodens. Möglicherweise empfiehlt der untersuchende Experte auch Pfähle, die tief in den Boden verbracht werden. Auch die Wasserverhältnisse werden gründlich unter die Lupe genommen. Wird “drückendes Wasser” festgestellt, so kann dies später zu Schäden bei den Abdichtungen des Hauses führen. Dann besteht Handlungsbedarf und eine Drainage kann Abhilfe schaffen. Geschieht hingegen nichts, so kann es später zu beträchtlichen Schäden durch Feuchtigkeit mit anschließender Schimmelbildung kommen.

Weiße Wann im Baugrund verwenden

Wird ein besonders hoher Grundwasserstand festgestellt, so kann eine “Weiße Wanne” die Lösung sein. Dabei wird bei den Wänden im Keller ein Spezial-Beton verwendet. Durch diesen Beton kann kein Wasser dringen. Ebenso sind Häuser ohne Keller feuchtigkeitsgefährdet. Werden diese auf einer Bodenplatte verankert, sind sie vor eindringendem Wasser nicht gefeit. Umsichtige Architekten ergreifen hier stets Maßnahmen, um ein “Aufschwimmen” der Bodenplatte zu verhindern.

Kosten für Baugrund Untersuchungen

Der Verband Privater Bauherren in Berlin erläutert, dass eine normale Bodengrunduntersuchung etwa 500 bis 1.000 Euro kostet. Für detailliertere Angaben hinsichtlich späterer Baumaßnahmen sollten etwa 2.000 bis 2.500 Euro einkalkuliert werden. Der finanzielle Aufwand lohnt angesichts möglicher Schäden, die ansonsten auftreten können. Erstellt werden sollte das geologische Gutachten während des Grundstückskaufs, spätestens jedoch bei der Bauplanung. “Es sollte unbedingt im Bau- oder Kaufvertrag mit vereinbart werden”, rät Expertin Eva Reinhold-Postina vom VPB und empfiehlt dies besonders auch beim Kauf von schlüsselfertigen Bauprojekten mit Festpreis.

Generell raten Experten vom Kauf eines Grundstücks ab, wenn Altlasten zu erwarten sind. Dies ist oftmals der Fall, wenn Grund und Boden angeboten wird, auf dem vormals Industriebetriebe oder Tankstellen in Betrieb waren. Schlimmstenfalls muss der neue Besitzer hier für die Entsorgung Verantwortung tragen. Dies auch dann, wenn er die Altlasten nicht verursacht hat. Solche Kosten können beträchtlich sein und den Traum vom eigenen Haus am Ende durchaus wie eine Seifenblase zerplatzen lassen.

 
Eine Baugrunduntersuchng ist unerlässlich:

Verweise:

Baugrund – Untersuchung sollte obligatorisch sein
Grundstück kaufen
GRUNDSTÜCK: Erschließungskosten prüfen
Grundbuch und Grundbuchauszug
Erschließung Grundstück
Vermessung von Grundstücken

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