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Gartenzaun selber bauen – 5 Tipps

Ein Zaun ist für die meisten Haus- und Grundstücksbesitzer ein grundlegendes Element des Gartens. Er begrenzt das eigene Grundstück, dient als Sichtschutz und hält ungebetene Gäste fern. Wie Sie einen Gartenzaun selber bauen, planen und setzen, erfahren Sie in unseren Tipps.

Gartenzaun selber bauen - 5 Tipps für eine dauerhafte Lösung

Gartenzaun selber bauen – 5 Tipps für eine dauerhafte Lösung

Das richtige Material

Die gängigsten Zaunvarianten sind Maschendraht, Stab- oder Gittermatten sowie Holz. Holz ist ein natürlicher Baustoff, der Gemütlichkeit und Naturverbundenheit ausstrahlt. Ein Holzzaun passt besonders gut in ländliche Gegenden und zu Häusern im klassischem oder Landhaus-Stil. Holz macht jedoch die meiste Arbeit, weil es witterungsanfällig ist und regelmäßig einen neuen Anstrich braucht.

Ein Stab- oder Gittermatten-Zaun ist da pflegeleichter, weil er aus verzinktem, pulverbeschichtetem Stahl oder Aluminium besteht. Das macht den Zaun sehr stabil und witterungsbeständig. Die gängigen Ein- oder Doppelstabmatten sehen sehr modern aus, etwas verspielter sind Stabmattenzäune mit Schmuckelementen wie Bögen oder Rauten. Die günstigere Alternative zum Stabmattenzaun ist die Variante aus Maschendraht. Ein Maschendrahtzaun, der in der Regel aus verzinkten Metalldrähten mit Kunststoff-Ummantelung besteht, ist zwar nicht ganz so stabil wie ein Stabmattenzaun. Wenn Sie planen, eine Hecke davor zu pflanzen, reicht die günstigere Variante jedoch vollkommen aus.

Die richtige Höhe

Wenn Sie einen Gartenzaun selber bauen, achten Sie besonders auf die perfekte Höhe. Sie ist abhängig von seiner Funktion. Soll er lediglich das Grundstück begrenzen, reicht eine niedrigere Höhe zwischen 70 und 90 Zentimetern. Soll er hingegen verhindern, dass Ihr eigener Hund heraus oder fremde Hunde in Ihr Grundstück hinein kommen, sollte er höher sein. Damit ein Hund den Zaun nicht überspringen kann, sollte er je nach Rasse zwischen 100 und 150 Zentimetern hoch sein. Halten Sie auf Ihrem Grundstück weitere Haustiere wie Schafe oder Hühner sollte er ebenfalls höher sein. In vielen Baugebieten gibt es zudem Vorschriften für die maximale Zaunhöhe. Diese sollten Sie in jedem Fall berücksichtigen.

Der Verlauf des Zauns

Bevor Sie beginnen, den Zaun zu setzen, sollten Sie dessen Verlauf festlegen und markieren. Hierfür empfiehlt sich eine Richtschnur, die Sie zwischen Pfosten, Stahlstäben oder etwas Ähnlichem spannen. Überlegen Sie sich auch, ob und wo ein Gartentor sitzen soll. Egal ob Sie sich für Holz, Stabmatten oder Maschendraht entscheiden, die Zaunpfosten sollten Sie aus Gründen der Stabilität einbetonieren.

Wenn Sie den Verlauf Ihres Zauns mit der Richtschnur festlegen, können Sie gleichzeitig mit den Pfosten oder Stäben, an denen Sie die Schnur befestigen, die Löcher für die Betonfundamente markieren. Bei fertigen Elementen von Holz- und Stabmatten-Zäunen gibt deren Breite den Abstand zwischen den Pfosten (und damit auch den Abstand zwischen Löchern für die Beton-Fundamente) vor.

Verwenden Sie Holz für Ihren Zaun, sollten Sie außerdem bedenken, dass Holz noch arbeitet und daher besser etwas Spielraum bei den Abständen einplanen. Bei einem Maschendrahtzaun ist der Abstand zwischen den Pfosten variabel. Der Abstand richtet sich nach der Belastung des Maschendrahtzauns. In der Regel empfiehlt man aber einen Abstand von etwa 2,50 Metern. Messen Sie hierfür von Lochmitte zu Lochmitte.

Pfosten stabilisieren

Für einen stabilen, langlebigen Zaun sollten Sie die Pfosten stabilisieren, unabhängig davon, aus welchem Material der Zaun besteht. Für Personen, die zum ersten mal einen Gartenzaun selber bauen, ist dies wohl die schwierigste Aufgabe. Selbst verdichtetes Erdreich ist auf Dauer zu instabil und wird mit dem Regen teilweise weggeschwemmt. Holz verwittert und fault zudem, sogar wenn Sie die Pfosten imprägniert haben. Für Stabilität sorgen Sie daher am besten mit einem Beton-Fundament. Vor dem Verfaulen können Sie Ihre Holzpfosten zusätzlich mit sogenannten Pfostenschuhen schützen. Das sind spezielle Träger, auf denen die Pfosten verschraubt werden.

Für die Beton-Fundamente heben Sie Löcher mit etwa 30 auf 30 Zentimeter aus. Dieses Maß ist abhängig vom Durchmesser der Pfosten: Um diese herum sollte das Beton-Fundament einige Zentimeter breit sein, um ausreichend Stabilität zu bieten. Die Tiefe der Löcher ist abhängig von der Zaunhöhe. Außerdem ist die Frostgrenze im Erdreich zu berücksichtigen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, graben Sie die Löcher mindestens 80 Zentimeter tief. Denn dann sitzen die Fundamente auf jeden Fall in einer frostfreien Tiefe. Alternativ füllen Sie eine Kiesschicht unter den Beton, die kapillarbrechend wirkt und die Pfostenfundamente vor Frostschäden schützt.

Pfosten genau ausrichten

Die Pfosten sind aber nicht nur für die Stabilität und Langlebigkeit Ihres Zauns verantwortlich, sie sorgen auch dafür, dass er schön gerade ist und bleibt. Doch dafür müssen Sie diese genau ausrichten. Dabei kommt es auch darauf an, dass der Beton für das Fundament nicht zu flüssig ist. Die ideale Konsistenz hat er, wenn er sich zu einer kleinen Kugel formen lässt.

Stecken Sie einen Pfosten in das Loch und füllen Sie es dann mit dem Beton auf. Dann richten Sie den Pfosten mit einer Wasserwaage in der Senkrechten aus und stampfen erst im nächsten Schritt den Beton fest. Je nach Witterung muss der Beton nun 24 bis 28 Stunden trocknen. Danach können Sie die Elemente Ihres Holz- oder Stabmatten-Zauns setzen oder den Maschendraht spannen.

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Autor: Beatrice Isgro
Veröffentlicht in: Garten, Hausbau, Ratgeber
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