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Hundegerechter Garten – was er unbedingt haben sollte

Wer ein Haustier hat, möchte, dass dieses sich im eigenen Heim wohlfühlt. Gerade für Hunde ist ein Garten eine feine Sache. Doch nicht jeder Garten ist haustiertauglich. Es lauern Gefahren darin, an die man als Hundehalter oft gar nicht denkt. Zudem ist der Hund ein Individuum mit eigenen Bedürfnissen, die mitunter denen des Zweibeiners entgegenstehen können. Ein hundegerechter Garten braucht daher nicht nur die richtigen Pflanzen und einen stabilen Zaun, sondern im Idealfall auch eine Fläche, die nur dem Hund gehört.

Nicht jeder Garten ist haustiertauglich. (Fotoquelle:  	fahrner / clipdealer.de)

Nicht jeder Garten ist haustiertauglich. (Fotoquelle: fahrner / clipdealer.de)

Ein Zaun für die Hundesicherheit

Zur Sicherheit des Hundes sollte der Garten immer umzäunt sein. Wichtig dabei sind zwei Punkte: Die Zaun-Höhe und seine Dichte. Die Höhe ist abhängig von der Größe des Hundes: Er sollte den Zaun nicht überspringen können. Hat man eine kleine Rasse und will trotzdem auf Nummer sicher gehen, dass auch andere Hunde nicht in den Garten springen können, wählt man am besten eine Höhe von 1,25 Metern. Bei großen und bulligen Rassen sollte der Zaun außerdem sicher verankert sein, damit der Hund ihn nicht umreißen kann.

Neben einer ausreichenden Höhe sollte der Zaun weiterhin so dicht sein, dass der Hund nirgends hindurchschlüpfen kann. Gerade kleine Rassen und Welpen nutzen gerne jedes kleine Schlupfloch. Deshalb ist bei einem Maschendrahtzaun auch darauf zu achten, dass dieser nicht unterwühlt werden kann. Vorsicht ist außerdem bei Gartentoren geboten. Diese sollte man immer abschließen. Zum einen, dass es nicht zu ungewollten Begegnungen zwischen Vier- und Zweibeinern kommt. Zum anderen, weil intelligente Hunde durchaus Torgriffe durch Hochspringen öffnen können.

Neben dem Hauptzaun, der den Garten umgibt, kann der Hundebesitzer einen Zaun außerdem verwenden, um den Hund aus bestimmten Bereichen des Gartens fernzuhalten. Das können sowohl Bereiche sein, die potentielle Gefahren für das Tier darstellen wie giftige Pflanzen, Gewässer oder Abhänge, als auch Tabuzonen, die der Hund nicht betreten soll wie Nutzbeete oder ein Pool.

Nutzbeete sollten von Hunden nicht betreten werden und sind Tabuzonen. (Fotoquelle:  	mavoimage / clipdealer.de)

Nutzbeete sollten von Hunden nicht betreten werden und sind Tabuzonen. (Fotoquelle: mavoimage / clipdealer.de)

Achtung giftig!

Was für den Menschen eine wundervolle Pflanze ist, kann für den Hund giftig sein, wenn er auf den Blättern und Ästen herumkaut. Man kann nicht davon ausgehen, dass Tiere Giftiges instinktiv liegen lassen. Die Erfahrung lehrt Gegenteiliges. Deshalb sollte man giftige Pflanzen beim Anlegen eines hundegerechten Gartens unbedingt vermeiden oder diese außerhalb seiner Reichweite pflanzen, wenn der Hund immer wieder auch alleine draußen bleiben soll. Ist der Vierbeiner nie unbeaufsichtigt im Garten, kann man sich natürlich trotzdem für giftige Pflanzen entscheiden. Doch auch hier sei zu bedenken, dass man nicht immer hundertprozentig aufmerksam sein kann.

Zu den für Hunde giftigen Pflanzen gehören:

  • Buchsbaum
  • Stechpalme
  • Eibe
  • Engelstrompete
  • Fingerhut
  • Goldregen
  • Krokusse
  • Maiglöckchen
  • Misteln
  • Narzissen
  • Oleander
  • Rhododendron
  • Thuja
  • Efeu

Sind giftige Pflanzen bereits im Garten vorhanden, sollte man vor allem Vorsicht walten lassen, wenn man diese schneidet. Herumliegende Äste sind ein willkommenes Spielzeug für Hunde. Idealerweise sammelt man das Schnittgut sofort ein und entsorgt es zügig.

Neben giftigen Pflanzen sollte man im hundegerechten Garten außerdem auf den Einsatz von Unkrautvernichter, Rattengift und andere chemische Pflanzenschutzmittel verzichten.

Die Spielwiese für den Hund

Hunde wollen, wenn sie draußen sind, auch aktiv sein. Dabei ist jeder – je nach Rasse-Art und Charakter – anders: Der eine möchte rennen, der andere buddeln, der nächste schwimmen. Diese Vorlieben sollte man in einem hundegerechten Garten berücksichtigen und eine entsprechende Spielwiese einplanen. Dem Vierbeiner einen eigenen Bereich einzuräumen, reduziert außerdem das Risiko für Konflikte zwischen den Bedürfnissen der Menschen und denen des Tieres. Denn kein Hundebesitzer, egal wie sehr er seinen treuen Freund auch liebt, freut sich nicht, wenn die Gemüsebeete von ihm umgegraben werden oder der mit viel Mühe angelegte, gepflegte Rasen unter den Rennübungen leidet. Hunde sind zudem intelligent genug, um mit etwas Training zu verstehen, welcher ihr Bereich ist.

Rennfreudige Rassen lieben Wurfspiele (Fotoquelle: easyfrizzy / clipdealer.de)

Rennfreudige Rassen lieben Wurfspiele (Fotoquelle: easyfrizzy / clipdealer.de)

Für rennfreudige Rassen legt man eine möglichst große zusammenhängende Rasenfläche an. Diese eignet sich auch für Wurfspiele oder Agility Training. Buddelfreudige Vierbeiner bekommen ein eigenes „Beet“, wo sie nach Herzenslust scharen und graben dürfen. Schwimmfreudige Rassen freuen sich natürlich am meisten über einen Schwimmteich, der im Gegensatz zu einem Pool ohne Chemikalien auskommt. Alternativ reicht aber auch ein stabiles, hundegerechtes Planschbecken.

Wenn der Hund mal muss…

Vor allem wenn der Hund längere Zeit draußen auch alleine bleiben soll, kommt irgendwann der unvermeidliche Zeitpunkt und er muss sich lösen. Während im Garten verteilte Tretminen insbesondere für die Menschen unangenehm sind, entstehen durch Urinpfützen im Sommer unschöne außerdem noch gelbe Flecken im Gras. Deshalb sollte man im hundegerechten Garten eine Ecke einrichten, in der sich der Hund lösen kann. Am besten hierfür geeignet ist Sand oder Rindenmulch, den man mit Steinen sichtbar von der Rasenfläche abgrenzt. Reinliche Hunde nehmen diese Löse-Ecke oft ganz alleine an, andere brauchen etwas Übung, um zu verstehen, dass sie nur noch dort ihr Geschäft verrichten sollen.

Checkliste: hundegerechter Garten

  • Zaun-Höhe entsprechend der Hunde-Größe wählen
  • Zaun auf Schlupflöcher und andere Schwachstellen prüfen
  • Zaun sicher verankern
  • Gartentore abschließen
  • Gefährliche Bereiche oder Tabuzonen abgrenzen
  • Für Hunde giftige Pflanzen vermeiden
  • Auf den Einsatz von chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verzichten
  • Schnittgut von giftigen Pflanzen sofort entsorgen
  • Eine Spielwiese für den Hund einrichten
  • Eine Löse-Ecke einrichten
  • Einen schattigen Platz zum Ausruhen anbieten
  • Eine Hundehütte oder ein Körbchen auf der Terrasse aufstellen
  • Einen Trink-Napf bereitstellen
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Autor: Stefan Oberhauser
Veröffentlicht in: Ratgeber
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