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Unkraut vernichten leicht gemacht

Unkraut vernichten, ist für Pflanzen notwendig und doch macht es kein Gärtner gern. Doch die Mühe lohnt sich und so schwer ist es gar nicht. Umweltfreundlichkeit ist jedoch Trumpf.

Unkraut vergeht nicht und das Entfernen ist eine Notwendigkeit.

Unkraut vergeht nicht und das Entfernen ist eine Notwendigkeit. (Bild: maximkostenko/clipdealer.de)

Unkraut vergeht nicht

Wohin man im Garten schaut, ob auf Wegen, Beeten oder Terrassen, überall wuchert nach kurzer Zeit das Unkraut. Unkraut vergeht eben nicht, es muss entfernt werden. Es kommt auch durch die kleinsten Ritzen bei Pflastersteinen und so muss irgendwann jeder Gärtner einen Kniefall machen und das Unkraut vernichten. Dabei wird der Rücken stark beansprucht, aber die Pflanzen müssen vom Unkraut befreit werden, damit sie üppig blühen und Früchte tragen können.

Unkraut vernichten ganz ohne Chemie

Wer Wege und Beete sauber halten möchten, muss regelmäßig das Unkraut vernichten. Von chemischen Mitteln sollte man aber die Finger lassen. Es gibt einige Möglichkeiten, das Unkraut auch ohne chemischer Keule zu entfernen und dabei auch noch umweltfreundlich vorzugehen.

Unkraut welches sich durch Samen ausbreitet, sollte ausgerissen werden. Wurzelunkraut muss ausgegraben werden, damit es mit Stumpf und Stiel entfernt wird. Wird es nur ausgerissen, kommt es schnell wieder zum Vorschein.

Für den Löwenzahn gibt es im Fachhandel Löwenzahnstecher zu kaufen. Die Alternative ist, den Löwenzahn auszugraben. Es dürfen keine Reste im Boden verbleiben, da die Pflanze sonst erneut austreibt.

Die Brennnessel, die Ackerdistel und der Spitzwegerich sollten mit der Hand gejätet werden, um sie dauerhaft zu vernichten. Alternativ können sie auch mit einem Spaten ausgestochen werden. Das gilt übrigens auch für den Giersch, wenn er dauerhaft verschwinden soll.

Um Unkraut zu vernichten, kann auch ein Unkrautvlies, Rindenmulch oder Holzspäne eingesetzt werden. Damit wird der Wuchs des Unkrauts stark eingedämmt. Mit dem Unkrautvlies wird es sogar fast vollständig vermieden. Das Unkraut kann durch das Vlies nicht hindurchdringen. Die Nutzpflanzen erhalten, trotz des Vlieses, noch ausreichend Nährstoffe und Wasser.

Eine weitere Alternative ist die Unkrautvernichtung mit Salz. Salz und gerade das Bullrichsalz, ist die natürliche Alternative zur Chemie. Auf einen Liter Wasser kommt ein Esslöffel Salz. Das reicht völlig. Das Salzwasser muss anschließend erhitzt werden. Heiß wird die Lösung dann über das Unkraut gegossen. Das Bullrichsalz entzieht jedem Unkraut das Wasser und es geht ein. Eine dauerhafte Lösung ist das aber nicht. Die Behandlung muss regelmäßig erfolgen.

Regelmäßig Unkraut vernichten

Regelmäßigkeit bei der Unkrautvernichtung muss sein. Doch die chemischen Keulen eben nicht. Das Unkraut zu jäten ist schweißtreibend, kann aber etwas erleichtert werden. Befeuchtet man den Gartenboden, lässt sich das Unkraut meist leicht herausziehen. Dazu kann der Gartenschlauch oder eine Gießkanne benutzt werden.

Unkraut vernichten mit einem Hochdruckreiniger

Eine weitere Möglichkeit, das Unkraut zu vernichten ist ein Hochdruckreiniger. Das Wasser wird auf die Temperatur des Gerätes erhitzt und dann in einem 45 Grad Winkel auf die Fugen gehalten. Die Fugen werden so nicht all zu sehr belastet und es spritzt keine Erde auf. Unkraut und Moos lässt sich so leicht aus den Fugen des Pflasters entfernen.

Der Boden unterhalb des Unkrauts wird aufgeweicht und das Unkraut löst sich so aus dem Boden heraus. Das heiße Wasser schädigt die Wurzeln zusätzlich, sodass keine neue Pflanze entstehen kann.

Aber Achtung, bei der Arbeit mit dem Hochdruckreiniger kann auch Fugensand und Fugenmörtel aus der Fuge geschwemmt werden. Ist die Fuge beschädigt, muss sie wieder aufgefüllt werden. Empfehlenswert ist, den Boden mit einem Besen zu kehren.

Der Vorteil das Unkraut mit dem Hochdruckreiniger zu vernichten besteht darin:

  1. es geht schnell und effektiv,
  2. es ist bequem und schont den Rücken,
  3. es werden keine Pestizide verwendet.

Das Unkraut vernichten mit Hochdruckreiniger lässt sich bei Gräsern jedoch nicht anwenden.

Unkraut vernichten mit Hausmitteln

Da Unkraut sehr wuchsstark ist und regelmäßig wiederkommt, ist es empfehlenswert, der Umwelt zuliebe, Hausmittel anzuwenden.
Eines dieser Hausmittel, um Unkraut vernichten zu können ist Kartoffel-, Reis- oder Nudelwasser. Diese Lösung wirkt durch die in den Kartoffeln, Nudeln und im Reis enthaltene Stärke. Stärke hat die Eigenschaft, die Poren in den Pflanzen zu verstopfen, sodass diese absterben. Kochendes Wasser hat eine ähnliche Wirkung. Das Unkraut kann anschließend abgesammelt werden. Die Anwendung muss jedoch regelmäßig wiederholt werden. Je nachdem wie groß die Fläche ist, kann der Wasserverbrauch sehr hoch sein. Angewendet sollte dieses Hausmittel aber nicht werden, wo Blumen, Gemüse oder Ziergehölze stehen. Diese würden dann ebenfalls mit eingehen. Bei Pflastersteinen und Fugen ist diese Methode sehr wirksam. Heißes Wasser verursacht jedoch Schäden auf empfindlichen Untergründen. Die Wirkung wird übrigens verstärkt, wenn Schmierseife der Lösung zugefügt wird.

Das unerwünschte Unkraut kann auch durch Brennnesseljauche vernichtet werden. Die Jauche stellt man wie folgt her:

  1. 1 kg Brennnesseln sammeln und 10 Liter Wasser in einem großen Eimer bereitstellen
  2. die Brennnessel wird grob zerkleinert, in den Eimer gegeben und übergossen
  3. den Eimer bitte abdecken
  4. an einem sonnigen Platz für zwei Wochen gären lassen
  5. Achtung, es entsteht ein unangenehmer Geruch!
  6. mischt man Urgesteinsmehl unter die Jauche beim Ansetzen, wird der Geruch nicht so beißend
  7. es reichen 500 g Urgesteinsmehl
  8. die Jauche einmal am Tag umrühren
  9. nach zwei Wochen die Jauche über die Unkräuter gießen
  10. die Jauche sollte nicht verdünnt werden
  11. verdünnt werden kann aber in einem Verhältnis 1:10, wer den Geruch sogar nicht verträgt

Die in der Jauche enthaltene Säure verbrennt die Blätter des Unkrauts. Die Pflanze wird so geschädigt, dass sie eingeht. Soll Unkraut dauerhaft bekämpft werden, muss die Anwendung mehrmals wiederholt werden.

Der Umwelt zuliebe ist es empfehlenswert, Hausmittel zur Bekämpfung anzuwenden.

Der Umwelt zuliebe ist es empfehlenswert, Hausmittel zur Bekämpfung anzuwenden. (Bild: Copit/clipdealer.de)

Folienabdeckung, um Unkraut zu vernichten

Auch unerwünschte Unkräuter benötigen Sonne. Wird die Sonnenzufuhr unterbunden, können auch Unkräuter nicht mehr wachsen. Es findet keine Fotosynthese mehr statt. Deshalb gehen sie ein. Um diese Wirkung zu erreichen, eignet sich am besten Folie. So lässt sich das Unkraut vernichten.

Die Folie muss lichtundurchlässig, also dunkel sein. Zunächst schneidet man sie auf die gewünschte Größe zu. Dann wird sie über das Unkraut ausgebreitet, sodass es komplett zugedeckt ist. Entlang der Folie wird mit Steinen beschwert, damit die Folie liegen bleibt. Der äußere Rand wird mit Erde beschwert.

Die Folie muss nun solange liegen bleiben, wie es möglich ist. Ein erster Erfolg stellt sich nach 1 bis 1 ½ Jahren ein. Vorher sind nur einige Unkräuter abgestorben. Die Fläche ist aber nicht komplett ohne Unkraut. Die Fläche muss also lange ruhen, bis das Unkraut vernichtet ist. Anschließend entfernt man das Unkraut mit den Wurzeln und bepflanzt die Fläche neu. Auf die Nutzung der Fläche muss also einige Zeit verzichtet werden.

Unkraut vernichten mit Backpulver

Backpulver findet man in jedem Haushalt. Es kann aber auch Unkraut vernichten, ganz ohne Nebenwirkungen. Man nehme zwei bis drei Päckchen Backpulver und mische es in fünf Liter Gießwasser. Damit die Wirkung noch verstärkt wird, wählt man einen Sonnentag für die Verwendung. Das Wasser verdampft in der Sonne und das Backpulver kann seine volle Wirkung entfalten. Bis sich ein wirklicher Erfolg einstellt, muss mehrmals gegossen werden.

Nach dem Unkraut vernichten, dass Unkraut entsorgen

Wurzelunkraut darf nur dann auf den Komposthaufen, wenn die Wurzeln vollständig vertrocknet sind. So können keine neuen Pflanzen entstehen. Unkraut, welches Samen wirft, ist besser im Hausmüll aufgehoben als auf dem Kompost.

Im Garten blüht und grünt es. Man könnte die Früchte für seine Arbeit ernten und sich an dem Anblick weiden, wenn es nicht das Unkraut geben würde. In jeder noch so kleinen Fuge schießt es aus dem Boden. Dauerhaft wird man es nicht entfernen können, aber einige Hausmittel erleichtern dann doch die Arbeit, um das Unkraut zu vernichten.

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Autor: Julian Oberhauser
Veröffentlicht in: Garten
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