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  • 21. November 2011

    Strom – Vorgehen “einmalige Schweinerei”

    Die Meldung über erneute Strompreiserhöhungen für Millionen Deutsche ab Januar 2012 ist noch taufrisch, da macht eine “einmalige Schweinerei“ von sich reden. Demnach habe die Bundesregierung im Rahmen des Atomausstiegs beschlossen, große Unternehmen auf Kosten privater Verbraucher um Milliarden zu entlasten.

    Strom-Kosten

    Der Bundesverband Verbraucherzentralen spricht von einer Dreistigkeit (Foto: SeanPriror / Clipdealer.com)

    Kaum zu glauben, aber wahr: Laut einem Zeitungsbericht müssen private Kunden und Kleinbetriebe in Deutschland die Zeche für ein großzügiges Geschenk der Bundesregierung an Großunternehmen zahlen. Wer sich bis jetzt noch wunderte, dass es schon ab Januar 2012 erneut zu kräftigen Preissteigerungen beim Strom kommt, hat nun möglicherweise die richtige Erklärung dafür.

    Strompreise – Entlastung der Groß-Industrie

    Dem Zeitungsbericht der “Frankfurter Rundschau” zufolge sollen Großunternehmen, die mehr als zehn Gigawattstunden Strom pro Jahr in Anspruch nehmen ohne dass es zu nennenswerten Verbrauchsschwankungen kommt, von den Gebühren für die Stromnetze befreit werden. Die Kosten hierfür sollen auf die privaten Verbraucher umgelegt werden. Doch auch hier komme es zu Differenzierungen, heißt es weiter. Denn Kunden, die 100.000 Kilowattstunden Strom innerhalb eines Jahres verbrauchen, müssen üppige Geschenk an die Großindustrie demnach nur im kleinen Rahmen mitfanzieren. Die Hauptlast tragen die privaten Endkunden sowie Kleinunternehmen. Der Bundesverband Verbraucherzentralen bezeichnet die Vorgehensweise als “Dreistigkeit”.

    Strompreise – Zeche zahlen Privatkunden

    Holger Krawinkel, Energieexperte des Bundesverbandes Verbraucherzentralen, fand noch deutlichere Worte für dieses Prozedere und sprach in Hinblick auf diese Vorgehendweise von einer “einmaligen Schweinerei”. “Die Industrie massiv zu entlasten und allein die Kleinverbraucher die Zeche zahlen zu lassen, ist eine Dreistigkeit, die bisher ohne Beispiel ist”, äußerte er gegenüber der Zeitung. Dass die Regelung gleich mehrere hundert große Betriebe wie Baustoffhersteller und andere derart bevorzugt, war angeblich auch in Fachkreisen bis dato nicht bekannt.

    Verweise:

    Strom – erneute Preiserhöhung ab Januar 2012
    Strom – viele Verbraucher ahnungslos
    Intelligente Stromzähler lassen auf sich warten
    Stromkosten – es geht auch preiswerter
    Energie – Anbieterwechsel reine Männersache
    Akku vom Netz spart Stromkosten
    Stromkosten – Schlichtung bei Ärger und Streit
    Energie-Sparlampen – Lumenzahl ist entscheidend
    Stromkosten sparen – aber richtig
    Wärmepumpen – Effizienzklasse hat Stellenwert
    Strom Kosten – Kontrolle ist besser
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    Verfasst von Ursula Pidun

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