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Baukredite werden deutlich teurer

Der verlockende Traum vom billigen Baugeld ist wohl bald ausgeträumt. Experten erteilen der Geldwertstabilität einen deutlichen Dämpfer. Grund sind die jüngsten Krisenmaßnahmen zu unbeschränkten Anleihekufen durch die EZB.

Baudarlehen

Die Niedrigzinsphase für Baukredite neigt sich dem Ende zu (Foto: Foto: nyul / Clipealer.com)

Noch gibt es Baukredite zu historisch günstigen Zinsen. Dass dies allerdings nicht mehr lange der Fall sein wird, dafür sorgen nach Expertenmeinung die Krisenmanagement-Instrumente der vergangenen Tage.

Besonders die nunmehr unbegrenzt möglichen Anleihekäufe haben Finanzexperten im Visier. Sie verurteilen eine solche Praxis, die in ihrer Sicht die Geldwertstabililtät deutlich in Gefahr bringen.

Inflation beeinflusst Baukredite

Viele Fachleute kritisieren das Vorgehen von EZB-Chef Mario Draghi und sind sich darüber einig, dass mit den jüngsten Entscheidungen der EZB ein gefährlicher Abseitskurs stattfindet.

Experten weisen darauf hin, dass am Ende die Sparer die Rechnung begleichen und als Zahlmeister den hohen Preis der Rettung der europäischen Schuldenländer zahlen. Die beschlossenen Maßnahmen seien demzufolge perfekt dazu geeignet, eine Inflation zu beflügeln und kräftig in Schwung zu bringen.

Höhere Zinssätze für Baukredite

Ein Blick auf die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts untermauern die Vermutungen es Finanzexperten. Bereits im zurückliegenden August sind die Preise für Verbraucher kräftig gestiegen. Im Vorjahresvergleich handelt es sich um einen Anstieg von satten 2.1 Prozent. Damit ist auch die Inflationsrate von bisher 1,7 auf nunmehr 2,1 Prozent angestiegen. Als Begründung nennen Experten die höheren Energiepreise, die sich im Vergleich zum Jahr davor um beträchtliche 7,6 Prozent verteuert haben. Besonders Sparer haben dabei das Nachsehen.

Baukredite hängen von Finanzpolitik ab

Ein auf Gewinn orientiertes Handeln durch eine Anlage des Geldes auf Tages- oder Festgeldkonten ist angesichts der schlechten Verzinsung praktisch ausgeschlossen. Mit derzeit durchschnittlich 2,5 Prozent Zinsen, die Sparer für ihr Geld erhalten, lässt sich gerade einmal die derzeitige Inflation in Schach halten. Der unbegrenzte Anleihekauf verschuldeter Staaten durch die EZB führt schließlich auch zu drastischen Folgen für Bauherren in der BRD. Der Traum vom eigenen Haus wird damit deutlich teurer, denn die Zinsen für Baudarlehen hängen unmittelbar mit den geplanten deutschen Staatsanleihen zusammen.

Baukredite zu historisch niedrigen Zinsen

Bauherren, die noch von der historischen Niedrigzinspolitik profitieren wollen, sollten sich daher beeilen. Experten raten in dem Fall zu einem Baukredit, der über eine besonders langen Zeitraum von mindestens 15 bis 20 Jahren läuft. Häuslebauer erhalten derzeit noch langfristige Darlehen über mindestens zehn Jahre zu einer Verzinsung von etwa 2,5 Prozent Steigt der Zinssatz allerdings auch nur um 0,5 Prozent an, so bedeutet dies für eine Darlehenssumme 200.000 Euro, dass Bauherren künftig etwa 10.000 Euro mehr für den Kredit zahlen müssen.

 

Verweise:
Baufinanzierung – vergleichen und sparen
Baufinanzierung – günstig wie nie
Vergleichsportale – Baufinanzierung leicht gemacht
Finanzierung – der variable Kredit
Gute Zeiten für die Anschlussfinanzierung
Günstige Zinsentwicklung – nachgefragt beim vdp
Bausparvertrag – Guthaben sinnvoll einsetzen
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Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Finanzierung, Hausbau
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