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Kaminöfen-Trends – Futuristisch, markant und wasserführend

In der kalten Jahreszeit sehnt man sich nach einer behaglichen Wohnung – und was ist behaglicher als ein brennender Kaminofen? Er gehört inzwischen fast zum Standard in modernen Niedrigenergie- und Passivhäusern, da er zur Energieeffizienz beiträgt. Zudem ist die Formen- und Design-Auswahl inzwischen so groß, dass sich ein Kaminofen in jede Wohneinrichtung perfekt einfügt – egal ob klassisch, verspielt oder puristisch. Die aktuelle Saison, die gerade begonnen hat, bringt sowohl im Design als auch in der Technik wieder neue Trends.

Ein brennender Kaminofen - Inbegriff von Behaglichkeit. (Fotoquelle: blojfo / clipdealer.de)

Ein brennender Kaminofen – Inbegriff für Behaglichkeit. (Fotoquelle: blojfo / clipdealer.de)

Sind das noch Kaminöfen?

Wer bislang immer noch dachte, dass Kaminöfen etwas spießig oder zumindest nostalgisch aussehen würden, wird diese Saison definitiv eines Besseren belehrt. Etliche Hersteller setzen auf futuristische Formen, bei denen man im ersten Moment nicht an einen Ofen denkt, sondern eher an ein Raumschiff oder eine Zeitkapsel – es sei denn, es lodert schon ein behagliches Feuer in ihm. Glänzendes Chrom, weiße Keramik oder rostfarbenes Metall unterstützen diesen Effekt. Ein Beispiel für futuristische Kaminöfen ist der Mvtikka von Studio Nüvist. Er verschwindet in der Wand, zu sehen ist lediglich seine rechteckige Front mit den abgerundeten Ecken aus beigefarbener Keramik, die so glänzt, dass man den Eindruck bekommt, sie wäre flüssig. In der Mitte biegt sie sich dann nach außen auf und gibt das schräg verlaufende Sichtfenster mit der Brennkammer frei.

Ein weiteres Beispiel für den futuristisch anmutenden Trend sind hängende Kaminöfen. Diese sind zwar deutlich kostspieliger, nehmen aber weniger Platz im Raum ein und haben einfach einen faszinierenden Effekt. Das Anschlussrohr, das den Ofen mit dem Schornstein verbindet, kommt bei diesen Modellen aus der Decke herunter und dient oft auch gleichzeitig als Aufhängung. Die ovale Brennkammer scheint dann über dem Boden zu schweben wie ein Mini-Raumschiff.

Markant und flexibel

Statt mit den üblichen Rundungen zeigen sich viele der neuen Kaminöfen mit klaren, markanten Formen. So zum Beispiel die Modelle Sendai 135 und 175 des deutschen Traditionsherstellers Hase. Sie wirken wie geradlinige Säulen, in deren Mitte völlig nahtlos eine Brennkammer mit drei Glasflächen eingesetzt ist. Perfekt, um den Ofen als Blickfang in den Raum und nicht nur in eine Ecke zu stellen. In ihrem Aussehen besonders flexibel sind Kaminöfen mit Keramikverkleidung. Keramik ist in verschiedenen Farben, mit glatter Oberfläche oder Ringtextur erhältlich, so dass sich der Ofen perfekt an jede Wohneinrichtung anpassen kann.

Perfekt den Raum geteilt

Im Zuge des Trends zur offenen Wohnraumgestaltung hat sich der Ofen auch als Raumteiler etabliert, den man gerne zur optischen Trennung zwischen Ess- und Wohnbereich einsetzt. Musste man hierfür bislang auf gemauerte Kaminsysteme zurückgreifen, gibt es in der aktuellen Saison auch Kaminöfen, mit denen das möglich ist. Sie besitzen Anbau-Elemente wie Sitzbänke und Holzregale, die sich flexibel mit dem Ofen verbinden lassen, so dass ein schöner Raumteiler entsteht. So zum Beispiel beim Droof Livera. Ihr großer Vorteil: Sie sind günstiger als die festinstallierten Kaminsysteme.

Mit Feuer und Wasser

Eine neue Generation der Kaminöfen heizt uns mit Feuer und Wasser ein. Die Energie, die durch die Verbrennung entsteht, wird nämlich genutzt, um Wasser zu erhitzen, das die Bauteile eines solchen Kaminofens durchströmt. Damit kann der sogenannte wasserführende Ofen als zusätzlicher Energielieferant an das zentrale Heizsystem angeschlossen werden. Das Wasser, das bereits erwärmt wurde, wird über einen geschlossenen Kreislauf in den Pufferspeicher geleitet. Aus diesem strömt gleichzeitig kaltes Wasser zurück in den Ofen. Das erwärmte, gespeicherte Wasser kann für verschiedene Zwecke verwendet werden:

  • Zur Ergänzung von Solarthermie oder Wärmepumpen in Niedrigenergiehäusern
  • Für die Erwärmung konventioneller Heizkörper
  • Zur Speisung von Fußbodenheizungen
  • Als Lieferant für Brauchwasser zum Duschen und Baden

Damit hat der Kaminofen sogar die Chance, sich wieder als wichtiger Energielieferant im Wohnhaus zu etablieren – ganz so, wie es schon vor Hunderten Jahren war. Nur eben auch in zeitgenössischem Gewand.

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Autor: Beatrice Isgro
Veröffentlicht in: Ratgeber
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