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Hochkonjunktur für den Hauskauf

Zeiten besonders niedriger Zinsen neigen sich spürbar dem Ende zu. Grund genug für Verbraucher, noch schnell zugreifen und sich auch den Traum von der eigenen Immobilie zu erfüllen. Experten warnen jedoch vor einem überstürzten Hauskauf.

Immobilienkauf

Der Kauf eines Haueses sollte trotz steigender Zinsen nicht überstürzt werden (Foto: nruboc / Clipdealr.com)

Das Immobiliengeschäft könnte derzeit besser nicht laufen. Ob Anbieter von Fertighäusern oder Makler – allerorten reiben sich jene die Hände, die sich mit dem Verkauf von Häusern befassen. Hochkonjunktur für Eigentum, das gab es in dieser Form schon lange nicht mehr.

Hauskauf in Metropolen

Besonders in angesagten Metropolen und Ballungsgebieten brummt das Geschäft und Bauunternehmern könnte es besser nicht gehen. Das liegt vor allem auch daran, dass Bauherren derzeit buchstäblich alles kaufen, was nicht niet- und nagelfest ist. Grund ist vor allem die andauernde Eurokrise. Verbraucher haben schlichtweg Angst um das Ersparte und sehen im Hauskauf oder dem Neubau einer Immobilie die Rettung.

Beim Hauskauf nicht alles akzeptieren

„Das ist zwar einerseits verständlich, andererseits aber sehr leichtsinnig“, erläutert Dipl.-Ing. Thomas Penningh. Er ist Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB) und warnt: „Auch wenn die Nachfrage zurzeit stark ist und der Markt angeblich leer gefegt, so sollten Käufer doch nicht alles blind akzeptieren, was ihnen angeboten wird.“ Das gilt für den Neubau ebenso wie für den Kauf gebrauchter Immobilien.

Bedenkliche Entwicklung beim Hauskauf

Schon seit geraumer Zeit beobachtet der Verband Privater Bauherren den Trend zum überhasteten Kauf. Besonders stark sei dies in Großstädten und Regionen mit hohem Wachstum zu beobachten, erläutern die Experten. Das hat bedauerlicherweise auch zur Folge, dass beim Hauskauf viele Schlüsselfertiganbieter zu Verhandlungen gar nicht mehr bereit sind. Dies betrifft vor allem Angebote, bei denen sowohl das Haus als auch das Grundstück aus einer Hand angeboten werden. Den Anbietern werden die Häuser sozusagen aus der Hand gerissen.

Bauträger haben Oberwasser beim Hauskauf

Das bringt Bauträgern Oberwasser und sie allein diktieren die Bedingungen. Damit habe sie angesichts der hohen Nachfrage auch großen Erfolg. Käufern bleibt kaum eine andere Wahl, als ich darauf einzulassen und alles zu akzeptieren, wenn sie in den Genuss des Angebots kommen wollen. Irgendwelche Zusatzvereinbarungen, Änderungswünsche sowie individuelle Vertragsbedingungen werden damit so gut wie unmöglich. Bausachverständiger Penningh beurteilt die Lage als äußerst bedenklich.

Hauskauf nicht zu jedem Preis

„Viele Bauherren schließen Verträge, die sie einseitig benachteiligen. Angesichts der Drohung „Wenn Sie nicht unterschreiben, dann tut es nachher ein anderer“, setzen sie ihre Unterschrift schnell unter den präsentierten Bauvertrag. Dies zumeist, ohne ihn vorab nochmals von einem unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen.“ Wer sich darauf einlässt, der zahlt am Ende kräftig obendrauf. Der Experte rät daher: „Zwei Dinge sollten angehende Hausbesitzer in jedem Fall mindestens prüfen lassen, damit sie ihr Geld auch tatsächlich retten und nicht zum Fenster hinauswerfen. Zum einen, ob der Bauunternehmer seriös und solvent ist, und zum anderen, ob der versprochene Festpreis fürs Haus auch tatsächlich der Endpreis ist.“

 
Vorteile Kauf gebrauchter Immobilien:

Verweise:

Beratung schützt vor Fehlinvestitionen beim Immobilienkauf – Interview mit VPB-Präsident Dipl.-Ing. Thomas Penningh
SolarWorld AG – sechs Fragen an den Gründer und Vorstandsvorsitzenden Frank H. Asbeck
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Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Finanzierung, Hausbau
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