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Allergien durch Giftstoffe im Haus

Wer über brennende Augen klagt oder unter Asthma, Hautausschlag oder Schnupfen leidet, der sollte die Ursachen auch in den eigenen vier Wänden suchen. Baumaterialien und Wohnaccessoires können krankmachende Substanzen enthalten und Bewohnern das Leben erschweren.

Allergiker

Schadstoffe im Haus können schwere Allergien auslösen (Foto: elenathewise – Clipdealer.com)

In den eigenen vier Wänden fühlen sich Bewohner zumeist besonders sicher und rundum geschützt. Doch manchmal trügt der Schein der wohligen Geborgenheit. Treten gesundheitliche Probleme auf, so können Baumaterialien an Wänden und Böden aber auch in Teppichen, Gardinen und Möbeln die Ursache sein.

Allergien auf dem Vormarsch

Allergien nehmen drastisch zu und führen nicht selten zu erheblichen Problemen. Juckende und brennende Augen, Hautausschläge und Hustenanfälle machen den Bewohner in solchen Fällen schwer zu schaffen. Bei der Suche nach den Ursachen wird häufig zuletzt an das eigene Zuhause gedacht. Dabei können sich in den attraktiven Polstermöbeln, schicken Gardinen und formschönen Wohnwänden Giftstoffe verbergen, die es in sich haben.

Giftstoffe lösen Allergien aus

So beinhalten Teppiche nicht selten Mottenschutzmittel und die moderne Ledercouch kann mit krankmachenden Beschichtungen ausgestattet sein. Auch Flammschutzmittel in Gardinen lösen mitunter Allergien aus, die bei Bewohnern zu heftigen Reaktionen führen. Die Liste der potenziellen Krankmacher ist lang. Darauf verweist in diesen Tagen Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren in Berlin. Damit spricht die Expertin ein Thema an, dass zunehmenden Stellenwert erhält.

Spezialisten sind Allergien auf der Spur

“In vielen Baustoffen sind Substanzen, die sich zu Verbindungen zusammenschließen können, die für den einen oder anderen Menschen problematisch sein können”. Die Expertin empfiehlt bei einem Verdacht auf Schadstoffe, die zu Reaktionen führen, sich selbst genau zu beobachten. Ein “geschwollener Hals in den eigenen vier Wänden” etwa könne eine Indiz auf solche versteckten Giftstoffe in Haus und Wohnung sein. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, der könne eine Analyse der Raumluft durch Experten durchführen lassen, empfiehlt Reinhold-Postina. Zuständig hierfür sind Innenlufthygieniker oder Raumlufthygieniker.

Chemische Verbindungen führen zu Allergien

Fachleute sind in der Lage, etwa 8.000 chemischen Verbindungen auf die Spur zu kommen. Sie klären auch ab, inwieweit diese Stoffe tatsächlich schädlich sind. Dies hänge von den jeweiligen Konzentrationen in der Luft ab und davon, welche weiteren Schadstoffe zusätzlich vorhanden sind. Eine solche gründliche Analyse auf Schadstoffe kostet laut Angaben des Verbandes zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Für Betroffene ist dies sicher gut investiertes Geld. Sie können sich nach der Entfernung der Allergien-auslösenden Plagegeister wieder sicher und wohl aufgehoben fühlen und das Leben in den eigenen vier Wänden fortan in vollen Zügen genießen.

 
Ökologisches Bauen schützt vor möglichen Krankheiten:

Verweise:

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Altbau – Gefahren bei Elektrinstallationen
Dämmung der Heizungs- und Wasserrohre
EnEV – zum Dämmen verdammt?
EnEV – Altbauten energetisch nachrüsten
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Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Architektur, Hausbau, Wohnen
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