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Energetische Sanierung (2) – Alte Heizungen raus

Energetische Sanierungen bringen bereits seit Jahrzehnten in Deutschland kontinuierlich Einsparungen auf den Weg. Was zunächst noch moderat in einer ersten Wärmeverordnung gefordert wurde, steigert sich gemäß EU-Gebäudeverordnung bis zum Jahre 2021 zum Null-Energie-Haus. Alten Heizanlagen geht es besonders an den Kragen.

Beraterin energetische Konzepte

Im Bereich energetische Sanierung ist der Expertenrat gefragt. (Foto: adamgregor / Clipdealer.com)

Eine Wärmeschutzverordnung gibt es in Deutschland seit den 1970er Jahren. Sie brachte bereits deutliche energetische Einsparungen im Bereich Heizwärme mit sich. Damals sank der Verbrauch im Durchschnitt auf 160kWh/m2a und konnte mit der Fortentwicklung der Verordnung nochmals auf dann 100kWh/m2a gesenkt werden. Rund 15 Prozent aller Wohnbauten stammen aus diesen Zeiten. „Der Energieverbrauch ließe sich wirtschaftlich auf rund 65kWh/m2a drücken. Darüber hinaus ist die Energiebereitstellung zu prüfen“, rät der Architekt und zertifizierte Energieberater Ingo Lenz und beklagt, dass über ineffiziente Heizungen etwa ein Drittel der Energie verloren gehe.

Energetische Sanierung –
Austausch wird bezuschusst

Anders sieht dies mit Wohngebäuden seit den 1990er Jahren aus. Sie werden zumeist mit Öl und Gas betrieben. Brennwertkessel führen hier schon zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs einerseits und Schadstoff-Emissionen andererseits. Zwar sei die Anschaffung einer solchen Heizanlage im Vergleich zu Gas- und Ölheizungen etwas teurer, dafür aber im Betrieb preiswerter. Hinzu kommen Förderungszuschüsse, die beantragt werden können. Die Zuschüsse liegen dabei etwa zwischen 2000 Euro und 2500 Euro. Solche Heizanlagen amortisieren sich in etwa zwölf Jahren.

Energetische Sanierung – Neue Häuser, große Ersparnis

Wohngebäude, die seit 2007 gebaut wurden, haben generell bereits andere und damit wesentlich bessere energetische Standards. Solche Bauten verfügen bereits über gute Dämmungen und moderne Techniken. Hierzu zählen Wärmepumpen oder Anlagen zur kombinierten Erzeugung von Wärme und Strom. Weiteres Potenzial zur Einsparung bietet die Drosselung des Stromverbrauchs. So lässt sich mit Energie-Sparlampen und Haushaltsgeräten der Effizienzklassen A+ und mehr eine beachtliche Reduktion der Kosten erzielen. Wer dann noch auf Details achtet, wie etwa Stoßlüften bei offenen Fenster und abgedrehten Heizkörpern, spart noch mehr ein.

Energetische Sanierung – Photovoltaik & Co

Auch die Installation einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage sollte eine Überlegung wert sein, erklärt der Energieexperte. Denn so können Bauherren ihren Strom selbst erzeugen und zusätzliche Überschüsse gewinnbringend in das öffentliche Netz einspeisen. Der aktuelle Preis, der damit zu erzielen ist, beträgt runde 5 Cent pro Kilowattstunde. Eine Investition in eine Photovoltaik-Anlage, die etwa drei Jahrzehnte in Betrieb sein wird, amortisiere sich bereits nach etwa 18 Jahren.

Energetische Sanierung – kluges Konzept notwendig

Für eine optimale Sanierung benötigt es ein kluges und ausgetüfteltes Konzept. Experten und Fachleute helfen bei der Erstellung und stehen Bauherren mit Rat und Tat zur Seite. Auch in Hinblick auf die Vielfalt der Fördermittel wissen sie genau, welche Mittel bei welchem Projekt zum Ansatz kommen. Noch ein Hinweis halten Experten bereit: Für Neubauten werden noch schärfere energetische Anforderungen erwartet. Denn gemäß EU-Gebäuderichtlinie können bereits ab dem Jahr 2021 nur noch Gebäude errichtet werden, die praktisch keine Energie mehr verbrauchen.

Verweise:

Schornsteinfeger im Zeitalter des Energiewandels
Mit Pellets Energie sparen?
Gaspreise -Günstige Anbieter Mangelware?
Modernisierung der Heizanlage spart viel Geld
Drastische Bußgelder bei Verstoß gegen EnEV
Energiekonzepte – Dämmwahn allein reicht nicht</a>
Verschärfung EnEV erfordert mehr Förderung
Energetische Sanierungen verzeichnen Rückgang
Energie sparen

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Autor: Ursula Pidun
Veröffentlicht in: Hausbau
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